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  #1  
Alt 19.11.2012, 08:18
Tom1706 Tom1706 ist offline
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Registriert seit: 19.11.2012
Beiträge: 6
Standard ...auf einmal ist der Boden unter den Füßen weg...

Hallo ihr Lieben,
in meiner Verzweiflung bin ich auf dieses Forum gestoßen. Bis letzten Freitag war für mich noch die Welt in Ordnung. Mein Vater ist 84 Jahre und war bis vor wenige Wochen noch recht rüstig. Natürlich denkt man auch an den Tod in diesem (bei diesem) Alter. Aber man verdrängt es auch wieder.
Nun ist er aber gegenwärtig.
Es wurde Leberkrebs im fortgeschrittenem Stadium festgestellt. Aufgrund seines Alters und seiner körperlichen Verfassung ist eine Therapie nicht mehr möglich. Der Arzt sagte das er dies nicht überleben würde.
Nun liegt er im Krankenhaus mit der Gewissheit bald zu sterben.
...und ich fühle mich so hilflos...
Mein Kopf sagt mir - es ist für ihn an der Zeit zu gehen - mein Herz aber zerreißt bei dem Gedanken.
Ich der Typ , der nie weinte und immer stark war....nun laufen auch mir die Tränen....
LG Tom
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  #2  
Alt 19.11.2012, 09:01
Mel_1 Mel_1 ist offline
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Registriert seit: 16.10.2007
Beiträge: 584
Standard AW: ...auf einmal ist der Boden unter den Füßen weg...

Hallo Tom,

erstmal herzlich Willkommen bei uns, auch wenn der Anlass so traurig ist.
Diese Hilflosigkeit kennen wir alle, die einen Angehörigen verloren haben, aber denk immer, Dein Papa hat ein erfülltes Leben und hat ein doch schönes hohes Alter erreicht.
Wenn ihn jetzt der Krebs aus den Leben reisst, so hat er doch noch wie Ihr auch, die Möglichkeit, sich zu verabschieden.
Viele alte Menschen sterben plötzlich...und Abschied ist nicht möglich.
Manch alter Mensch muss auch über viele Jahre im Krankenbett weilen.
Geniesse die Zeit noch mit Deinem Papa und redet über alles was mal ausgesprochen werden sollte.
Sei einfach für ihn da.
Ich wünsche Dir, dass Du noch viel Zeit mit DEinem Papa haben darfst.
Viele Grüße
Mel
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  #3  
Alt 19.11.2012, 09:19
Tom1706 Tom1706 ist offline
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Registriert seit: 19.11.2012
Beiträge: 6
Standard AW: ...auf einmal ist der Boden unter den Füßen weg...

Danke Mel,
für Deine Anteilnahme und die aufbauenden Worte.
Es ist aber alles nicht so einfach. Uns trennen ca. 700 Km und die sind nicht mal so schnell gefahren. Beruflich ist es mir momentan nicht möglich bis Feb./2013 Urlaub zu nehmen. Am WE mal kurz diese Strecke fahren wird dann wohl die einzige Möglichkeit sein. Nur die Frage ist wann!? Dieses WE oder erst am nächsten oder schiebt man es nochmal, weil es ihm jetzt noch gut geht. Und was, wenn es dann zu spät ist? Andererseits denke ich mir, wie es ihm geht, wenn ich jetzt sofort zu ihm komme. Ihm dadurch das Gefühl gebe, das nicht mehr viel Zeit bleibt.
Es sind so viele Sachen die mir grad durch den Kopf gehen....
LG Tom
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  #4  
Alt 19.11.2012, 10:35
Mel_1 Mel_1 ist offline
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Registriert seit: 16.10.2007
Beiträge: 584
Standard AW: ...auf einmal ist der Boden unter den Füßen weg...

Ich würde den nächstmöglichen Zeitpunkt wählen und nicht, wenn es ihn superschlecht geht.
Der Leberkrebs kann sehr schnell zum Ende führen, wäre doch wirklich traurig, wenn Du DEinen Papa dann wirklich nur in den letzten Stunden beistehen könntest.
Nutz die Zeit wo er noch klar ist und er wird nicht denken, dass Du nur erscheinst, weil es gleich zu Ende geht.
Glaub mir er wird sich freuen.
Mal abgesehen davon...red doch mal mit Deinem Arbeitgeber, ob es nicht doch möglich ist, ein verlängertes Wochenende zu bekommen, er hat sicher Verständnis wenn Du die Sachlage erklärst.
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  #5  
Alt 20.11.2012, 05:18
Tom1706 Tom1706 ist offline
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Beiträge: 6
Standard AW: ...auf einmal ist der Boden unter den Füßen weg...

Ja, Mel...ich werde am Freitag übers WE fahren. Er wird heute aus der Klinik entlassen, denn sie können nichts mehr tun. Gestern kam das Krankenbett - das ging alles schnell und unbürokratisch. Meine Mutter möchte, dass er daheim in Ruhe einschlafen kann. Zur Leidenslinderung kommt dann nur noch der mobile Palliative Dienst vorbei. Ich hoffe nur, dass er nicht noch leiden muss und ich nicht zu spät komme.
Tom
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  #6  
Alt 19.12.2012, 06:11
Tom1706 Tom1706 ist offline
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Beiträge: 6
Standard AW: ...auf einmal ist der Boden unter den Füßen weg...

Gestern Nachmittag ist er verstorben.........
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  #7  
Alt 19.12.2012, 07:23
Ed1 Ed1 ist offline
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Beiträge: 284
Standard AW: ...auf einmal ist der Boden unter den Füßen weg...

Hallo Tom,
furchtbar, dass alles so schnell gegangen ist. TRöstlich ist dass er nicht leiden musste. Nach einem langen und erfüllten Leben sanft entschlafen, ist eine Gnade.

Wenig ist es, das wir sagen oder tun können, doch du sollst wissen, dass wir in Gedanken Dir nahe sind.

lg
ed

(48, weiblich, NKZ)
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  #8  
Alt 19.12.2012, 12:41
Mel_1 Mel_1 ist offline
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Beiträge: 584
Standard AW: ...auf einmal ist der Boden unter den Füßen weg...

Lieber Tom,

mein aufrichtiges Beileid zum Verlust Deines Papas.
Ich hoffe, Du hattest noch Zeit Abschied zu nehmen und ihn nochmal zu besuchen.
Dein Papa hat ein erfülltes langes Leben gehabt und hat Gott sei Dank nicht viele Jahre Leid erfahren müssen.
Ich sag immer....so böse der Krebs ist...aber zumindest gibt es nicht so eine lange Leidenszeit.
Fühl Dich gedrückt und in Arm genommen...stille Grüße
Mel
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  #9  
Alt 20.12.2012, 06:50
Tom1706 Tom1706 ist offline
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Registriert seit: 19.11.2012
Beiträge: 6
Standard AW: ...auf einmal ist der Boden unter den Füßen weg...

Ich danke Euch für die lieben Worte.
Man ist so machtlos....
Ich kann es auch noch garnicht richtig realisieren.
Wenigstens war er nicht allein. Meine Mutter und meine Schwester haben ihn begleitet.
R.I.P Dad

Ich möchte mich hiermit auch aus diesem Forum verabschieden und wünsche allen Betroffenen viel Kraft.

LG Tom
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