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  #1  
Alt 03.02.2013, 21:53
Stefan88 Stefan88 ist offline
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Ausrufezeichen Pancoast / Adenoca , erst alles wunderbar.. jetzt wieder die Hölle.

Hallo zusammen,

lange war ich stiller Mitleser in diesem Forum, möchte mich aber aus gegebenen Anlass jetzt auch mal selbst beteiligen.

Erstmal zu mir...
Ich heiße Stefan, bin 24 Jahre alt, hauptberuflich Bankkaufmann, nebenberuflich Webdesigner- und Entwickler. Desweiteren bin ich Bruder, Freund und mittlerweile verzweifelter Sohn...

Ich will euch hier einfach mal die Krankengeschichte meiner Mama niederschreiben und eure Meinungen dazu hören.

Mitte letzten Jahres hatte meine Mama leichten Husten, da macht man sich Anfangs keine Gedanken und geht auch erstmal nicht zum Arzt. Nachdem der Husten nicht besser wurde hab ich meine Mama gebeten zum Dr. zu gehen.
Nach längeren Diskussionen hat Sie sich dann auch einen Termin geben lassen.

Daher der Husten schon länger da war, wurde Sie erstmal abgehört und bekam dann Antibiotika. Nach 2 Wochen war der leichte Husten aber immer noch da... also wieder zum Hausarzt. Unser Hausarzt ordnete dann beim Spezialisten ein Röntgenbild der Lunge an.

Auf dem Röntgenbild war dann eine Verschattung im rechten oberen Lungenlappen zusehen. Daraufhin wurde ein CT gemacht mit dem Befund "Pancoast Tumor, weitere Abklärung notwenig". Der genaue Wortlaut fällt mir momentan nicht ein.

Da brach erstmal unsere heile Welt über uns zusammen, man dachte bis Dato "Bei uns nicht" und dann kommts doch auf einmal... Aber man hatte ja noch Hoffnung dass irgendetwas anderes bei rauskommt.

Mitte August, 3 Tage nach dem CT-Befund, ging es ins Krankenhaus zu weiteren Untersuchungen. PET an der Uniklinik, MRT, Knochenszintigramm, Bronchioskopie und und und.

Die ganzen Befunde wurden dann an einem Donnerstag im August an der örtlichen Tumorkonferenz besprochen und uns einen Tag darauf mitgeteilt.

Adenokarzinom, mäßig differenziert (g2), ein befallener Lymphknoten mit ca. 3 cm Größe nähe des Tumors. Genaues Staging war zu diesem Zeitpunkt T3-4 N2 M0. Sprich es wurden keine Metastasen gefunden. Der Tumor hatte ca. eine Größe von 8cm.

Anfangs wurde ja die Diagnose "Pancoast" gestellt. Uns wurde gesagt es würde sich nicht um einen "richtigen" Pancoast handeln. Sprich ein Adenokarzinom im rechten, oberen Lungenlappen. Wird dann wohl aufgrund der Position so genannt...

Ab diesem Tag hab ich dann meine komplette Freizeit und teils auch ganze Nächte damit verbracht nach Alternativen Möglichkeiten die uns und meiner Mama helfen können...

Daraus entstand ein Plan mit ein paar Präparaten, dazu Visualisierung nach O. Simonton und Autogenes Training. Darauf will ich hier nicht näher eingehen da es wohl manche Benutzer gibt die solche Dinge befürworten, andere nicht. Auskünfte kann ich auch gerne per PN geben.

Nach einem Wochenende der Ungewissheit wie es weitergehen soll kam dann direkt am Montag der Termin zur Besprechung für die Therapie(n) und die weitere Vorgehensweise.

Uns wurde vorgeschlagen den Tumor über 5 Wochen täglich zu bestrahlen sowie eine Chemotherapie zu machen um eine Operation zu ermöglichen.

Desweiteren wurde ein OP Termin festgelegt für die Entnahme der Lymphknoten. Es sei wohl entscheidend zu wissen, ob die Lymphknoten auf der anderen Seite der Lunge auch befallen sind. Die OP fand auch wie geplant statt und es wurden insgesamt 17 Lymphknoten entnommen, alle laut Pathologie Krebsfrei und damit gab es grünes Licht für die Neoadjuvante Therapie (Sprich OP-Vorbereitend).

Die Chemotherapie bestand bei der ersten Gabe aus Cisplatin + Vinorelbin, dann nur Vinorelbin und abschließend nochmal Cisplatin + Vinorelbin.
Desweiteren wurde jeden Tag bestrahlt.

Die ersten Wochen gingen gut, voller Mut und Hoffnung jeden Tag zur Bestrahlung. Nach 4 Wochen stellten sich starke Schluckbeschwerden ein (die einzigste Nebenwirkung, auch kein Haarausfall oder sonstiges) welche wohl von der Bestrahlung kamen.

Durch die sehr starken Schluckbeschwerden (Schmerzen etc, Ernährung über Hochkalorien-Trinks und ähnlichem) hatte meine Mama schlichtweg keine Kraft mehr weiter zu machen. Daraufhin wurde ein CT angefertigt.

Unverständlich für die Ärzte und uns auch, waren von 8cm Tumor nur noch 3cm Tumor übrig und dazu innen ausgehöhlt. So schnell kann das mit Chemo und Bestrahlung wohl im Normalfall nicht gehen...

Das gab meiner Mama wieder frischen Mut und die letzte Woche wurde auch noch durchgezogen.

Anschließend durften wir uns dann bei den Chirurgen vorstellen.
Daher bisher alles so glücklich verlaufen ist bekamen wir auch direkt einen OP Termin, den 23.11.2012.

Eine Woche vor der OP Termin begann dann erneut die Metastasen-Suche.
Zu unserem Glück ohne Befund, also stand der OP nichts mehr im Wege.

Am 23.11.2012 wurden dann insgesamt 6 Stunden über Mediaskopie operiert und der oberste Lungenlappen entfernt.

Der pathologische Bericht ergab eine R0-Resektion (In den Wundrändern waren keine Krebszellen nachweisbar) und alle Lymphknoten welche im "Tumor" steckten waren ebenfalls Krebsfrei. Desweiteren konnte nach einem weiteren Pathologischen Bericht keinerlei Krebszellen mehr festgestellt werden.

Das präoperative Staging war auf dem Abschlussbericht mit pt1 pn0 pm0 angeben. Was die Prognose wohl außerordentlich verbessern würde.

Im letzten Bericht der Tumorkonferenz stand dann noch "Frage an den Pathologen: Tumor ?????" weil da wohl wirklich nichts mehr nachweisbar war.

Da meine Mama so gut auf die Behandlung angesprochen hat, wurde der Nachsorge-Termin für die ersten 5 Jahre im halbjährlichen Rhythmus gestaltet. Desweiteren war aufgrund des Verlaufs keine adjuvante Chemo- oder Strahlentherapie nötig.

Das war für uns natürlich das größte Glück dass alles so wunderbar funktioniert hatte, die OP gut verlief und einfach alles war einfach perfekt.

Natürlich hatte meine Mama nach der Operation noch einige Beschwerden (Taubheitsgefühl an den kleinen Narben, ab und an Schmerzen). Das waren nach den anderen "frohen Botschaften" aber die kleineren Übel.

Weihnachten saß damit die ganze Familie wieder Gesund und Munter am Tisch, das Leben schien perfekt. Am 03. Januar ging es dann in die Reha nach Isny.

Insgesamt 4 Wochen sollte die Reha gehen und Mama musste nicht mal alleine hin. Mein Papa hatte eine "Badekur" beantragt und konnte dann immer Donnerstag bis Sonntag bei Ihr sein. Jeden Sonntag kamen dann noch mein Bruder und ich zu Besuch, nach wie vor alles in bester Ordnung.



Nach der zweiten Woche Reha hatte meine Mama ein leichtes Taubheitsgefühl in der rechten Wange. Sie hat den Oberarzt drauf angesprochen, dieser meinte man müsse das Beobachten, es könnte sich um einen entzündeten Gesichtsnerv handeln. Die letzten zwei Wochen der Reha zogen dann auch vollends ins Land aber die Taubheit blieb.

Letzten Donnerstag kamen meine Eltern dann von der Reha zurück. Endlich wieder zuhause, die Haustiere, die gewohnte Umgebung und und und.

Freitag hatte meine Mama auf einmal ein Taubheitsgefühl in der Hand, daraufhin direkt zum Hausarzt. Dieser machte direkt bei einem Neurologen einen Termin auf kommenden Dienstag aus. Bis dahin haben wir uns noch keine Gedanken gemacht.

Samstag kam zur tauben Wange, der Hand nun auch noch die Fußspitze dazu.
Nachdem meiner Mama dann manche Wörter nicht mehr eingefallen wollten, sind wir dann direkt ins Krankenhaus gefahren.


Erstmal mussten wir in der Notaufnahme ein bisschen warten, kamen dann aber doch recht zügig dran. Die Neurologin untersuchte meine Mama und ordnete sofort ein CT an.

Und genau DANN, sprich gestern, brauch wieder die Hölle über uns aus.

Auf dem CT sei eine ca. 3 cm große Hirnmetastase zusehen.
Mit der Vermutung es könnten auch noch mehr sein, man müsste das MRT morgen abwarten. Im CT seien wohl nur größere Sachen sichtbar. Beziehungsweise 3 cm mit dem Ödem welches sich darum gebildet hat, sprich man weiß noch nicht genau wie groß die Metastase wirklich ist.

Momentan bin ich ehrlich gesagt nur noch am Boden, es sah sowas von dermaßen gut aus und jetzt eine Metastase. Ich hab auch panische Angst vor dem Termin morgen, was dabei wohl rauskommen wird.
Die Neurologin meinte auch der Chirurg müsse sich "rechtfertigen".. Wie auch immer das zu verstehen ist.

Beste Grüße
Stefan

Geändert von Stefan88 (25.06.2013 um 22:10 Uhr) Grund: Weil ich es will :)
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  #2  
Alt 04.02.2013, 07:49
chrisi0211 chrisi0211 ist offline
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Standard AW: Pancoast / Adenoca , erst alles wunderbar.. jetzt wieder die Hölle.

Hallo Stefan,

zum Adeno kann ich Dir nichts sagen, aber bei meinem Onkel (er hatte einen Tumor am Hals, welcher nach über 30 Bestrahlungen + Chemo weg war!!! Die Freude damals war groß, aber nur von kurzer Dauer...) war es so ähnlich wie bei Deiner Mama und damals sagte man, wenn es sich um eine einzelne Hirnmetastase handelt, dass man diese wohl operieren würde je nach genauer Lage - leider waren aber bei meinem Onkel dann schon einige kleinere zusätzlich noch da, was sich erst bei weiteren Untersuchungen herausgestellt hatte, so kam nur noch palliative Therapie zur Anwendung.

Ich wünsche Deiner Mama, dass es bei dieser einzigen Metastase bleibt und sie operiert werden kann. Drücke Euch die Daumen dafür.
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  #3  
Alt 04.02.2013, 08:58
Stefan88 Stefan88 ist offline
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Standard AW: Pancoast / Adenoca , erst alles wunderbar.. jetzt wieder die Hölle.

Hallo Chrisi,

Vielen Dank für deine Antwort.
Ich hoffe es auch.

Bin jetzt auf dem Weg ins KH. am Ende des Tages weiß ich sicherlich mehr ;/

Grüße stefan
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  #4  
Alt 04.02.2013, 10:12
Chris2712 Chris2712 ist offline
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Standard AW: Pancoast / Adenoca , erst alles wunderbar.. jetzt wieder die Hölle.

Hallo lieber Stefan,
habe heute bestürzt Deinen Beitrag gelesen. Pancoast, echt schlimm !! Hat man denn schon gesagt ob es sich um einen "richtigen" Pancoast handelt???

Meine Mama hatte diesen leider und es war eine grausame Zeit !! Ich möchte es Dir in Kurzform schildern, auch wenn nicht schön war..

Im März `12 bekam sie die Diagnose, weil sie immer ein Stechen in der linken Lunge hatte und auch der Arm schmerzte. Es war auch ein Zufallsbefund, da der Arzt die Lunge röntge. Dann CT u weitere Untersuchungen. Der Befund war ein Schock für uns, denn sie hatte auch schon Matastasen in BEIDEN Nebennieren.
OP war nicht mehr möglich !!!! Sie bekam Chemo mit demselben Wirkstoff wie Deine Mama. Sie schlug sehr gut an. Tumore bis auf die Hälfte geschrumpft, aber die Chemo schwöchte sie sehr. Im august kam sie dann drei Wochen zur Reha und da fing das Grauen erst richtig an: erst fühlte sie sich wieder fit, dann wurde ihr linker Arm taub. In der Reha wurde allerdings nicht weiter untersucht. Wieder zu hause nochmals Untersuchen. Das Ergebnis war niederschmetternd: der Pancoast ist regelrecht explodiert und drückte auf einen Nerven, daher war der Arm taub. Sie fanden nun auch weitere kleinere Tumore auch in der rechten Lunge, aber man sagte, man solle sich jetzt um den Haupttomor kümmern. 6 Wo Bestarahlungen, täglich. Meine Mama baute immer mehr ab. Bekam Schmerzen beim Schlucken, aufgrunddessen wurde Essen u Trinken eine Qual !! Sie nahm immer mehr ab. Mein Papa und ich mussten verzweifelt zusehen. Dann einiges Tages schmerzte ihr Bein. Sie konnte nicht mehr gehen. Sie schrie beim Arzt vor Schmerzen und bekam Morhuim und ab ins KH. Das war eigentlich schon das Ende. Wir gaben nicht auf. Sie päppelten sie wieder einigermaßen hoch mit Astronautennahrung, Blutkonserven etc....... aber JEDEN Tag eine neue Hiobsbotschaft: das Bein schmerzte weil sich ein Tumor am Rückenmark gebildet hatte und dann kamen immer weitere hinzu, zuletzt Hirn und am Herzen !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Also
Chemo u Bestrahlung umsonst. Dann ging alles sehr schnell. Innerhalb einer Woche verstarb meine Mama im Beisein von meinem Papa und ich !!! Ich werde diese Zeit nie nie nie vergessen !!!!!!!! Es gab kaum noch eine Stelle ihres Körper wo dieser Sch....Krebs nicht war !!! Nach der Reha ist er regelrecht "ausgebrochen" !!! Die Ärzte konnten auch nichts mehr machen. Es ging zu schnell !!!!
Das ist leider dieser Pancoast !! Er wird sozusagen auch "Ausbrecherkrebs" genannt! Einer der seltensten Lungenkrebsarten..... 8 Mon. nach Diagnose ist meine Mama ins Licht gegangen !!!!
SORRY, nun wurde der Text doch sehr lang !!!!
Ich hoffe sehr für Deine Mama daß sich dieser Verdacht nicht bestätigt und es verläuft ja bei jedem anders !!!
Bitte halte mich auf dem Laufenden!! Du bist ja heute im KH !!!

Ich schicke Dir ein ganz großes Kraftpaket !!!!

LG Chris
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* 26.11.12 20.00h MAMA

in unseren Armen friedlich eingeschlafen

Du hast sooo tapfer gekämpft und wir haben alle verloren !!!!!! Du fehlst uns unendlich !!!!
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  #5  
Alt 04.02.2013, 12:46
Stefan88 Stefan88 ist offline
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Standard AW: Pancoast / Adenoca , erst alles wunderbar.. jetzt wieder die Hölle.

Hallo Chris,

sowas zu lesen treibt mir regelrecht die Tränen in die Augen und das tut mir mehr als Leid für dich und deine Familie.. Ich bin mir aber auch im klaren das Worte dass Erlebte nicht ändern können und deine Mama nicht zurückbringen.

Bei meiner Mama bestand erst der Verdacht auf Pancoast.
Uns wurde dann aber gesagt es handele sich nicht um einen "echten" Pancoast sondern um ein Adenokarzinom welches in der oberen Lungenspitze sitzt bzw. saß. Is ja nichts mehr davon da.

Der aktuelle Stand ist jetzt folgender:

Momentan wird meine Mama immer noch auf der Neurologie betreut.
Durch das Kortison ist die Schwellung zurückgegangen und der Körper funktioniert wieder ohne Einbußen..

Bei näheren Untersuchungen, Hirnstrommessungen und und und kam jetzt raus das die Meta auf der Höhe des Linken Ohrs, direkt in der Mitte vom Kopf sitzt.
Dadurch gilt er leider direkt als unoperabel.

Positiv ist aber, dass die Metastase selbst wohl sehr sehr klein ist und nur die Schwellung drum rum die Probleme verursacht haben.

Was mich sehr wütend macht ist die Aussage einer ganz jungen Neurologin.
Sie sagte heute morgen "Vom Primärtumor muss noch was da sein! Sonst kann sich nichts im Hirn bilden".

Im letzten Pathologischen Bericht war aber von einer R0-Resektion die Rede, das bedeutet dass in den gesamten Wundrändern keinerlei Tumorzellen nachweisbar waren. Sprich der Primärtumor MUSS draußen sein.

Vorhin war ich dann noch bei unserem Hausarzt.
Er selber hatte in der Radiologie gelernt und hat deswegen auch noch einiges an Fachwissen dazu. Zum Thema R0-Resektion sagte er mir das gleiche wie ich auch schon vermutet hatte, vom Primärtumor KANN und DARF nichts mehr da sein. Deswegen geh ich momentan davon aus das die Neurologin schlichtweg keine Ahnung hat von was Sie redet...

Man sieht auch leider auf dem PET-CT nur Zellverbände ab 2mm³ Größe.
Sprich die Metastase kann da schon vor der OP gesessen haben ohne auffällig zu werden. Das Gehirn wurde ja nicht bestrahlt und die Chemo selbst (Cisplatin/Vinorelbin) kommt wegen der Blut/Hirnschranke da auch nicht hin.

Desweiteren richtet sich die Behandelbarkeit von Hirnmetastasen nach der Kontrollierbarkeit und dem Ansprechen auf die Therapien der Primärerkrankung.

Sprich wenn der Primärtumor gut zu auf die Strahlen ansprach wird es die Metastase auch tun.

Innerhalb 4 von 5 Wochen konnte mit der Strahlentherapie der Tumor von 8 auf 3 cm geschrumpft werden, bei Entnahme wurde nicht eine einzige aktive Krebszelle gefunden.

Deswegen denke ich wir haben gute Karten dass alles an Metas, sollten noch mehr gefunden werden außer die eine, durch Bestrahlung in den Griff zukriegen hin und komplett zu Zerstörung.

Jetzt bin ich daheim, um 15 Uhr ist der Termin fürs MRT.
Hab mit meinen Eltern ausgemacht dass ich Punkt 16 Uhr wieder da bin.

Werd mir auf alle Fälle von allem ne Kopie geben lassen und direkt mal nach München an dieses Cyberknife-Zentrum schicken.

So, das wär der aktuelle Stand.
Hoffentlich kommen heute keine Hiobsbotschaften mehr von wegen noch mehr Metas, oder was an den Knochen, Leber, Nieren oder sonst wo...

Ich meld mich hier wieder sobald ich was neues weiß.
An alle Beteiligten und auch an die stillen Mitleser, vielen Dank!

Grüße
Stefan
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  #6  
Alt 04.02.2013, 12:56
Chris2712 Chris2712 ist offline
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Standard AW: Pancoast / Adenoca , erst alles wunderbar.. jetzt wieder die Hölle.

Hallo Stefan,

lieben Danke für Deine sehr ausführliche und schnelle Antwort !! Wenn ein über alles geliebter Mensch Krebs hat, dann ist das schon schlimm genug, aber ich freue mich von Dir zu hören, daß sich der Verdacht auf Pancoast NICHT bestätigt hat !!! Was die Hirn-Metas angeht denke ich sie wurde übersehen, weil -so wie ich Dich verstanden habe- darauf nicht untersucht wurde.
Die Neurologin ist echt der Hammer !!!! Ich rege mich immer wieder über solche Ärzte auf !! Wie kann man sowas nur sagen, wo man es als Angehöriger schon schwer genug hat !!!!! Wichtig ist vor allem immer sich noch eine Zweitmeinung einzuholen... aber das Ergebnis Deiner Mama freut mich zu hören !!

Ich hoffe wirklich sehr für Dich und Deiner Mama, das die Untersuchungen positiv bleiben !!!
Ich drück´ganz fest die Daumen und berichte bitte !!!! Es ist gut daß es dieses Forum gibt, denn hier kann man sich austauschen, sich alles von der Seele schreiben, denn hier sind alles Menschen, die einen verstehen !!!!! Mir hilft es ungemein.......

Ich hoffe bis später !! VIEL GLÜCK !!!

LG Chris
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  #7  
Alt 04.02.2013, 13:02
Stefan88 Stefan88 ist offline
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Standard AW: Pancoast / Adenoca , erst alles wunderbar.. jetzt wieder die Hölle.

Oder auch erst seitdem gewachsen, der Kopf würde ja vor der OP mehrmals gründlich durchgecheckt.. MRT und PET-CT. Was genaueres wie PET-CT gibts ja gar nicht...

Die Ärzte haben an mir den richtigen gefunden, wir haben nebenher ja viel aus der Naturheilkunde angewendet und sind auch der Überzeugung dass das tolle Ansprechen der Therapie darauf zurückzuführen ist.

Ein Beispiel von letztem Jahr welches die Unfähigkeit mancher Ärzte unterstreicht:

Auf die Frage "Darf ich meiner Mama während der Chemotherapie Vitamin C hochdosiert geben? Für das Immunsystem?"

antwortete mir der Oberarzt, ein Professor (Namen nenne ich nicht):
"Selbstverständlich, absolut gar kein Problem".

Hier ein Link zu einer Studie aus dem Jahre 2008:

http://www.aerzteblatt.de/nachrichte...apie-bei-Krebs

Und ich bin froh darüber dass ich mir die Arbeit gemacht habe alles selbst nach zu recherchieren und nichts einfach so hinzunehmen.

Jetzt bedenkt man dass dieser Arzt mit seinem "Fachwissen" und seinen Antworten jedes Jahr hunderte wenn nicht tausende Menschen auf dem Weg durch die Chemotherapie begleitet.

Aber im Krankenhaus war ich nach wie vor "nur der Bankkaufmann" ohne Ahnung von Medizin. Dem ist aber mittlerweile definitiv nicht mehr so.

Grüße
Stefan
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  #8  
Alt 04.02.2013, 13:11
Chris2712 Chris2712 ist offline
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Standard AW: Pancoast / Adenoca , erst alles wunderbar.. jetzt wieder die Hölle.

Lieber Stefan,

und DAS ist auch gut so !!!!!!! Ich habe in der Zeit auch sehr viel recherchiert und mich informiert ! Manchmal vielleicht auch zuviel, denn man liest auch viel "Horrorartikel", aber trotz allem was das Medizinische angeht habe ich - behaupte ich jetzt einfach mal - ganz gutes Fachwissen !! Vielleicht kann ich Dir die eine oder andere Frage auch beantworten....

Und wie gesagt, wenn Du magst, berichte was heute noch gewesen ist !! Ich warte und hoffe gespannt !!!

Alles Gute !!

Chris

P.S. Ich habe mir eben mal die STudie angeschaut !!! Super Professor !!! Eigentlich könnte man sich das ja denken, daß Vitamine die Krebszellen stärken !!! Mann o mann, wenn ich sowas lese wie "kein Problem, dürfen sie" kommt mir echt die Galle hoch !!! Man versucht doch als Angehörige rauch nur Tips und Ratschläge zu bekommen, das es dem Kranken besser geht und dann sowas.........*kopfschüttel.....
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Geändert von Chris2712 (04.02.2013 um 13:15 Uhr) Grund: Noch etwas hinzufügen möchte
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  #9  
Alt 04.02.2013, 13:21
Stefan88 Stefan88 ist offline
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Genau meine Rede, man legt ein halbes Doktorstudium hin weil man auf die Götter in Weiss einfach nicht mehr vertrauen kann.

Ich geb auf jedenfall wieder Bescheid sobald ich was neues weiß.
Mehr wie warten kann ich momentan halt auch nicht :/ Das nervt ein wenig.
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  #10  
Alt 04.02.2013, 13:26
Chris2712 Chris2712 ist offline
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[Ja, mach´das bitte Stefan !!! Und das mit der Warterei kenne ich nur zu gut !! Man fühlt sich auch einfach nur hilflos und zittert und bangt auf das nächste Ergebnis !!!
Koph hoch und bis später....

LG ChrisB][/B]
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  #11  
Alt 04.02.2013, 19:14
jutta50 jutta50 ist offline
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Hallo Stefan,

lies doch mal die Beiträge von bettinaco durch. Bei ihrem Mann haben sie die Gehirnmeta gut in den griff bekommen.

lg
Jutta
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  #12  
Alt 05.02.2013, 11:48
Stefan88 Stefan88 ist offline
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Hallo jutta, vielen dank für die Info! Werd ich mir nachher gleich anschauen.


Zum aktuellen Stand:

Sorry das ich jetzt erst schreib, aber ich hab mir irgendwie ne Grippe eingefangen.

Gestern 15 Uhr wurde das MRT gemacht, aber leider war das Ergebnis gestern noch nicht da.

Der Onkologe war da und meinte dass die Hirnmeta auf jedenfall gut in den Griff zu bekommen sein müsste. Gerade aufgrund der guten Behandelbarkeit des Primärtumors, sprich die Meta müsste auf die Therapien genauso gut ansprechen.

War heute noch nicht im Krankenhaus aber wurde von meinem Papa angerufen dass er mit Mama telefoniert hat.

Sie hat gerade einen Termin in der Strahlenabteilung, mit der selben Ärztin welche uns auch beim ersten beraten hat. Es wird sofort eine Maske angefertigt, also ist von auszugehen dass die Woche noch mit der Bestrahlung angefangen wird.

Ich geh jetzt mal aus das es nicht mehrere Metas sind, sonst hätte man sich bestimmt mit Donnerstag an der Tumorkonferenz Zeit gelassen. Hoffe ich zumindest... Mehr werd ich auf jedenfall heute noch erfahren.

Bin grad irgendwie "neber der Kappe".. Nur am Husten, Halsweh und Kopfweh.

Ich meld mich nachher aber auf jedenfall sobald ich was weiß.
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  #13  
Alt 05.02.2013, 13:21
Chris2712 Chris2712 ist offline
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Hallo Stefan,

das ist ja nicht erfreulich das Du nun auch noch mit ´ner Grippe zu kämpfen hast, aber is ja auch ein Shit- Wetter - gute Besserung !!!!

Melde Dich bitte wenn Du genaueres weißt !!!!

LG Chris
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  #14  
Alt 05.02.2013, 16:48
Stefan88 Stefan88 ist offline
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Alsoooooooooooo,

Mama ist daheim und ihr gehts gut.
Heute wurde ja direkt eine Maske für die Bestrahlung angefertigt.

Montag wird die Maske dann noch mit CT etc kombiniert (so ne Simulation) und dann wird ab Dienstag 5 x hochdostiert nur genau diese Metastase bestrahlt werden.

Nachdem sich die Ärzte beraten haben sind Sie zu dem Entschluss gekommen dass sich da auch schon vor der Lungen OP was eingenistet haben kann.
Da die Chemo nicht in den Kopf kommt und auch nicht soweit bestrahlt wurde.

Aber zum Glück ist es nur eine, viele entwickeln ja gleich mehrere.

Mit dieser Hochdosis bestrahlung, ähnlich dem Cyberknife nur mit Maske, müsste das hinzukriegen sein.

Also soweit bin ich guter Dinge

Grüße
Stefan
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  #15  
Alt 05.02.2013, 17:31
Sternenkreuzer Sternenkreuzer ist offline
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Hallo Stefan,

ich hab hier mitgelesen und es freut mich sehr, dass sich jetzt anscheinend alles doch wenigstens etwas positiv entwickelt. 1 Meta ist zwar auch blöd aber wenn sie gut behandelbar ist, schafft ihr das. Bleib weiter so stark für deine Eltern, dass ist prima.

Liebe Grüße,
Nadine
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adenokarzinom, alternative heilmethoden, hirnmetastase, lungenkrebs, pancoast


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