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  #1  
Alt 19.09.2013, 22:18
gilda2007 gilda2007 ist offline
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Standard Tablettenchemo vor OP bei EK?

Hallo liebe EK-Mädels,

jetzt muss ich Euch doch fragen ... eigentlich halte ich nichts von Threads, in denen Leute mit vagen Infos um Auskunft bitten. Aber ich mache mir gerade Sorgen um eine Freundin, die nicht mit der Sprache herausrückt.

Vor einigen Monaten kontaktierte sie mich, um mich nach meiner Chemozeit (ich hatte vor 6 Jahren BK) auszufragen. Ich meinte, komm doch vorbei. Sie erzählte, dass man einen Tumor am Eierstock entdeckt hätte, aber noch keine Biopsie gemacht wurde. Stattdessen würde sie gerade eine Tablettenchemo machen, um zu sehen, ob der Tumor darauf reagiert. Danach (jetzt im September) würde man dann entscheiden, ob operiert werden muss (bzw. kann, frage ich mich?).

Ihr gingen gerade die Haare aus, so dass ich sie erst mal ins Perückenstudio meines Vertrauens schleppte. Danach war sie die meiste Zeit bei Ihren Eltern. Nun bekam ich heute die Nachricht, dass man eventuell (weitere?) Metas gefunden hätte. Ob sie operiert wurde, Tumorformel etc. -- all die harten Fakten, die ich mir wünsche, reicht sie nicht rüber. Ich versuche das zu akzeptieren, es ist ihre Krankheit.

Aber da ich nach dieser Nachricht heute mir wie ein Schluck Wasser in der Kurve vorkomme, muss ich jetzt mal fragen:

Wie ist das Prozedere bei EK? Bei BK werden Tablettenchemos eher im vorgeschrittenen Stadium gegeben, meist nach einer OP. (Bei BK wird eigentlich immer bis auf wenige Ausnahmen operiert.)

Kann man aus diesen wenigen Infos irgendwas schließen? Ihre Darstellung, dass das eine leichte, neoadjuvante Chemo sei, um "mal zu schauen", nehme ich ihr irgendwie nicht ab. Aber ich weiß, dass es auch Borderlinetumore etc. gibt und kenne mich zu wenig mit den unterschiedlichen Therapien aus.

Wenn jemand eine Vermutung hat, was sie da bekommt, wäre ich froh. Ich wäre gerne eine kompetente Ansprechpartnerin für sie.

Danke Euch fürs Lesen dieses doch eher langen Posts.

LG, gilda
__________________
lg
gilda
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  #2  
Alt 20.09.2013, 12:16
Sandra43 Sandra43 ist offline
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Standard AW: Tablettenchemo vor OP bei EK?

Hallo Gilda,

hm, ich befürchte meine Piost wird Dir nicht viel bringen.
Aber ich wollte Die halt zumindest mal eine Rückmeldung geben...

Ich dachte ich hätte mal was über „Tablettenchemo“ im nicht fortgeschrittenen Stadium gelesen, finde aber leider nichts mehr dazu.

Aus eigener Erfahrung und vom nachforschen (vor allem hier im KK) kenne ich bei Erstdiagnose eines Ovarialkarzinoms im fortgeschrittenen Stadium auch nur die Variante zuerst OP (mit dem Ziel der maximalen Tumorentfernung, am besten R0) und danach systemische Chemo.

Ist der Krebs sehr weit fortgeschritten oder sitzt besonders doof, so dass eine OP nicht möglich ist, dann gibt es noch die Variante Chemo, dann eventuell doch OP und dann wieder Chemo.
(Ich glaube bei Mosi-Bär war das so. 3x Chemo, dann OP und dann noch 3x Chemo, es war aber keine Tablettenchemo).

Aber es gibt ja noch die Borderlinetumoren und Sonderformen von Eierstockkrebs vielleicht gibt es das da?

Grüße
Sandra
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  #3  
Alt 20.09.2013, 20:20
gilda2007 gilda2007 ist offline
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Ort: Berlin
Beiträge: 1.980
Standard AW: Tablettenchemo vor OP bei EK?

Vielen Dank Sandra! Ich weiß ja, dass meine Informationen etwas dürftig sind. Mich irritiert die Mitteilung, dass es Verdacht auf neue Metastasen gibt, sie aber "nur" Tabletten bekommt ...

Ich überlege, ob ich sie nicht doch mal darauf anspreche.
__________________
lg
gilda
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  #4  
Alt 20.09.2013, 21:08
berliner-engelchen berliner-engelchen ist offline
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Beiträge: 1.981
Standard AW: Tablettenchemo vor OP bei EK?

Liebe gilda,

ich würde deine Freundin ganz offen darauf ansprechen, genau so, wie es ist: dass du dir sorgen machst, dass du ihr gerne helfen möchtest, dass du gerne teilhaben möchtest und dass es bestimmt aus deiner eigenen BK-Historie heraus wichtige Dinge gibt, die du ihr weitergeben kannst.

das spekulieren hier bringt nicht. Chemo in tablettenform bei ERstdiagnose gibt es bei regulärem EK nicht, jedoch bei Borderline. Chemo vor OP gibt es durchaus, mit dem Ziel der Verkleinerung der Tumormasse vor OP.
Wichtig ist zu klären, wer die Behandler sind und ob es Sinn macht, eine Zweitmeinung einzuholen.

Aber wie gesagt, ich würde das nur MIT deiner Freundin machen, denn ohne exakten Informationsaustausch kann man nur spekulieren und das hilft niemandem.

Es ist schön, dass du dich so gut um sie kümmerst - sicher wird sie das auch anerkennen. vielleicht muss sie erst noch lernen, Hilfe anzunehmen und lernnen, wie hilfreich es ist, sich mit anderen zu vernetzen und auszutauschen .....

Alles Gute für Euch

LG
Birgit
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  #5  
Alt 20.09.2013, 21:54
gilda2007 gilda2007 ist offline
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Registriert seit: 04.09.2007
Ort: Berlin
Beiträge: 1.980
Standard AW: Tablettenchemo vor OP bei EK?

Vielen Dank Birgit. Ja, Ihr habt recht, ich sehe jetzt etwas klarer. Ich werde sie darauf ansprechen. Sie ist in der Charité in Behandlung und noch bei ihren Eltern. Da habe ich keine Bedenken, das hört sich alles gut an.
__________________
lg
gilda
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  #6  
Alt 04.10.2013, 11:50
Sandra43 Sandra43 ist offline
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Registriert seit: 19.07.2012
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Beiträge: 438
Standard AW: Tablettenchemo vor OP bei EK?

Hallo,

bin gerade durch Zufall (falsch geklickt) in einem älteren Beitrag im EK-Forum gelandet und da habe ich es dann diese 2 Mittel gefunden die (anscheinend) bei EK als Tabelltenchemo verabreicht werden können:

Wirkstoff Cyclophosphamid (Handelsname Endoxan) (...) gibt es als Infusion und Dragees (..)
Wirkstoff Tresulfan (Handelssname Tresulfan) (...) gibt es als Infusion und als Kapseln (...)

Jaaa, auch das ist jetzt nicht so wichtig.
Dachte nur, falls doch mal wieder irgendjemand danach suchen sollte,
dann findet er/sie es in diesem Thread am schnellsten


Grüße
Sandra
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