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  #1  
Alt 25.02.2014, 18:50
Juli100 Juli100 ist offline
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Standard Endometriumkarzinom: Rezidiv

Hallo miteinander,

kurze Geschichte zu meiner Frau: Im Maerz 2013 wurde ein Endometriumkarzinom identifiziert mit sehr vielen Metastasen in der Lunge. Zwischen April und August 2013 hat sie eine Chemotherapie (Carboplatin / Paclitaxel) gemacht und CTs im August 2013 und November 2013 zeigten eine komplette Rueckbildung der Metastasen. Sie waren entweder weg oder wirkten sehr inaktiv. Wir waren sehr gluecklich darueber, auch weil es stabil wirkte.

Heute haben wir das Ergebnis der CT-Untersuchung im Februar 2014 bekommen. Dieses ist leider nicht so gut. Das CT zeigt auf den ersten Blick bereits wieder ein paar (ca. 7 auf den ersten Blick) Metastasen in beiden Lungenfluegeln. Auf dem Roentgenbild ist nichts zu sehen, auf dem CT aber schon.

Kann jemand von Euch eine positive Erfahrung mit solch einem Rezidiv, z. B. wo dieses wieder zurueckgegangen ist ?

Es bieten sich nun die folgenden Alternativen an.

Hat jemand von Euch Erfahrung damit oder einfach eine Meinung dazu? Ich bin fuer jeden Hinweis sehr dankbar.

1) Operative Entfernung (z.B. per Laser) der neu aufgetretenen Metastasen. Risiko: Die Metastasen kommen nach der Operation einfach wieder. Ich werde das CT an 2 Laserspezialisten schicken und um ihre Meinung fragen.

2) Erneute Chemotherapie-Behandlung mit Carboplatin/Paclitaxel, was ja schon einmal erfolgreich war. Klar, das bedeutet, dass meine Frau wieder durch die Strapazen und Beschwerden muss.

3) Chemotherapie-Behandung mit Mitteln, die in einer sog. GOG 209-Studie getestet wurden
a) liposomale Anthrazykline
b) Ixabepilone

Unser Onkologe, dem wir sehr vertrauen und der uns ja schon mal sehr geholfen hat, empfiehlt wieder mit 2) zu beginnen und dann zu schauen, ob dies wieder Erfolg hat. Er hat nichts gegen die OP an sich, aber fuerchtet, dass die Metastasen trotzdem wiederkommen koennen und man sich nicht alle paar Monate operieren lassen kann.

Wie gesagt, ich freue mich ueber jede Antwort.

Herzlichen Dank !!!

Geändert von Juli100 (25.02.2014 um 21:59 Uhr) Grund: PN
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  #2  
Alt 26.02.2014, 19:40
Krabbe76 Krabbe76 ist offline
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Standard AW: Endometriumkarzinom: Rezidiv

Hallo Juli,

Erfahrungen habe ich damit keine. Und kann sicher auch keinen Rat geben.

Aber, du schreibst, dass ihr einen Onkologen habt, dem ihr vertraut. Das ist doch schon mal viel wert, oder?

Als ich mich, wegen Gebärmutterhalskrebs, operieren lassen musste, da sagte ich vor dem Gespräch zu meiner Mutter (die musste mit!!!), dass ich alles mache, was mir der Prof. rät...wenn ich mich bei ihm gut aufgehoben fühle und ihm vertraue! Ich bin an einen ganz tollen Mediziner "geraten" und mein Vertrauen hat sich ausgezahlt! :-)

lg & alles Gute für deine Frau und auch für dich!!
Krabbe
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  #3  
Alt 26.02.2014, 20:55
Juli100 Juli100 ist offline
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Standard AW: Endometriumkarzinom: Rezidiv

Danke schön für Deine lieben Worte, Krabbe!

Ich kann irgendwie diese Meldung von den neu aufgetretenen Metastasen noch nicht so richtig einordnen. Heißt das nur, dass man den Kampf nun wieder von vorne beginnen muss (was schon schwer genug ist) oder heißt es, dass man die ganze Strategie neu überdenken muss?

Klar, mich interessiert auch, ob der eine oder andere schon mal etwas zu diesen Alternativen gehört hat, die uns der Onkologe genannt hat.
Aber hautsächlich interessiert mich, wie ich diese Meldung von den neu aufgetretenen Metastasen verstehen muss und ob man sich davon einschüchtern lassen muss.
Danke!

Geändert von Juli100 (26.02.2014 um 21:03 Uhr)
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  #4  
Alt 27.02.2014, 09:33
Irene Tanja Irene Tanja ist offline
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Standard AW: Endometriumkarzinom: Rezidiv

Guten Morgen Juli100!

Einschüchtern lassen sollte man sich nie von den Metastasen, aber sie sind durchaus ernst zu nehmen.
Meine Mama hatte bei Diagnosestellung ein fortgeschrittenes Endometrium Karzinom mit einer Metastase in der Lunge.
Sie wurde nicht mehr operiert, bekam jedoch wöchentlich eine Chemo, Carboplatin.
Das nächste CT zeigte Wunder, keine Metastasen, der Tumor um die hälfte geschrumpft.
Also wurde weiter gemacht, der Onkologe schien fröhlich und zuversichtlich, zumal meine Mama die Chemo auch gut vertragen hat, bis auf ein paar Kleinigkeiten, wie Übelkeit am Morgen, Verstopfung etc.
Dann bekam sie Bauchschmerzen und Schulterblattschmerzen, wir mussten aber noch 1Monat auf den nächsten CT Termin warten. Meine Mutter ahnte schon nichts gutes.
Der Tumor ist wieder gewachsen, die Bauchschmerzen kamen davon, weil der schmerz vom Tumor strahlte. Es waren wieder einige Metastasen in der Lunge sichtbar.
Der Onkologe wechselte sofort die Chemo auf Paclitaxel.
Den Rest möchte ich nicht weiterschreiben, da deine Frau das Glück hatte operiert werden zu können und ich mir da einfach höhere Chancen ausmale.
Irgendwie musste ich das jetzt loswerden, war bisher stille Mitleserin und das war mein erster Beitrag. Ich hoffe es ist nichts verkehrt rübergekommen. Nur fühle ich mich dir und der Situation mitverbunden. Meine Mama bekam die Diagnose im Juli 2013, seid dem hat sich mein Leben nun mal verändert.

Alles Liebe, Tanja
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  #5  
Alt 27.02.2014, 13:48
Juli100 Juli100 ist offline
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Standard AW: Endometriumkarzinom: Rezidiv

Vielen Dank, Tanja! Ich fand Deinen Beitrag sehr gut.

Meine Frau wurde noch nicht operiert. Als Ihr Tumor im Maerz 2013 festgestellt wurde, hatte sie so viele Metastasen, dass es nicht operabel war. Man sprach von ca. 50-60, evtl. sogar je Lungenfluegel. Nach der Chemo mit Carboplatin/Paclitaxel waren keine aktiven Metastasen mehr da, was schon ein super Erfolg war. Sie hat allerdings auch nebenher noch andere Sachen gemacht wie Hyperthermie, bestimmte Pilzprodukte gegessen usw. Was jetzt welchen Anteil hatte, wird niemand sagen koennen, aber die Chemo war aus meiner Sicht bestimmt wesentlich.

Nachdem im August und November 2013 das CT-Bild noch sehr gut aussah, sind nun einige Metastasen zurueckgekommen, und ich habe gestern die CTs an 2 Professoren, die Experten auf dem Gebiet der Laserchirurgie sind, zur erneuten Beurteilung der Operierbarkeit geschickt. Die Antwort steht natuerlich noch aus.
Also vielleicht ist es jetzt operabel und eine Operation sinnvoll, oder wir muessen etwas anderes finden. Das kann eine erneute Chemo sein oder vielleicht gibt es noch andere Alternativen.

Mal schauen.
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  #6  
Alt 27.02.2014, 15:17
Irene Tanja Irene Tanja ist offline
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Standard AW: Endometriumkarzinom: Rezidiv

Juli100, bitte entschuldige das ich ,warum auch immer irgendwie gelesen habe ,das deine Frau bereits operiert wurde.
Habe mir gerade nochmal so einige Beiträge von dir durchgelesen und frage mich nun selber wie ich darauf kam. Vielleicht verwechselt? Ich lese mich ja selber ständig hier kreuz und quer durchs Forum. Es lässt mich halt nicht mehr los.
Ich finde es bemerkenswert was du für deine Frau versuchst in die Gänge zu leiten.
Mach immer so weiter, immer fragen, immer etwas Druck machen, immer auf dem laufenden sein, was es an Therapien gibt. Denn nur so wird man zu keiner Nummer.
Ich drücke wirklich ganz fest meine Daumen das es klappt und befürwortet wird mit dem lasern. So wie ich gelesen habe, trägt deine Frau wirklich das gleiche Schicksal wie meine Mutter, nur das sie 18Jahre älter war.
Hätte ich gewusst das es einen Spezialisten in Essen gibt, hätte ich sie dort vorgestellt, denn das liegt ja direkt bei uns in der Ecke.

LG.Tanja
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  #7  
Alt 03.03.2014, 12:04
nina2210 nina2210 ist offline
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Standard AW: Endometriumkarzinom: Rezidiv

Hallo Juli,
es tut mir sehr leid das zu lesen und ich wünsche euch viel Kraft für die weiteren Schritte.
Es gibt zum Glück viele Therapiemöglichkeiten, nur welches die Richtige ist, scheint gar nicht so leicht zu entscheiden zu sein.

Aber ich bin mir sicher, dass ihr einen Weg findet.
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  #8  
Alt 03.03.2014, 19:57
Juli100 Juli100 ist offline
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Standard AW: Endometriumkarzinom: Rezidiv

Danke, Danke, Nina! Ich warte noch auf einzelne Rückmeldungen.
Falls Dir noch mehr Alternativen einfallen, die man mal prüfen könnte, kannst Du gerne Bescheid sagen. Ich freue mich wie gesagt über jede Antwort.
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  #9  
Alt 02.04.2014, 00:05
Juli100 Juli100 ist offline
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Standard Antihormontherapie mit Megestat

Hallo miteinander,

zum Hintergrund: meine Frau hat ein Endometriumkarzinom mit Metastasen in der Lunge. Im Maerz 2013 wurde ein Debulking mit Entfernung von Gebaermutter, Eierstoecken usw. durchgefuehrt. Sie hat im letzten Jahr von April - August 2013 eine Chemotherapie mit Paclitaxel und Carboplatin gemacht, welche auch gute Erfolge hatte, da die vielen Metastasen laut Befund "nahezu vollstaendig" verschwanden.
Allerdings sind im Februar wieder Metastasen zurueckgekommen (ich hatte dazu auch gepostet). Ihr wurde nach diesem Befund geraten, das Tamoxifen nicht mehr weiter zu nehmen.

Letzte Woche wurde noch eine Metastase an einem Lymphknoten in der Naehe der Schilddruese festgestellt, dieser wurde operativ entfernt.

Nun hat die Tumorkonferenz einer renomierten Klinik (bestehend aus Onkologen, Strahlenexperten usw.) vorgeschlagen, eine "antihormonelle Therapie mit Megestat" durchzufuehren. Also erstmal keine Chemotherapie, sondern diese Antihormontherapie.

Frage: Hat jemand von Euch Erfahrung oder weitere Informationen zu Megestat? Ich habe hier im Forum und im Internet gesucht, fand aber nicht sehr viel (bzw. hier im Forum schon einen recht alten Beitrag).
Was versucht das Megestat zu bewirken? Das ist mir noch nicht ganz klar.

Herzlichen Dank!

Geändert von gitti2002 (02.04.2014 um 00:11 Uhr) Grund: Themen zusammengeführt
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  #10  
Alt 07.04.2014, 22:18
Paramecium Paramecium ist offline
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Standard AW: Endometriumkarzinom: Rezidiv

Was hier vorgeschlagen wurde ist eine Hormontherapie. Endometriumkarzinome entwickeln sich aus hyperplastischem (verändertem und zu dicken) Endometrium. Dieses bildet sich vor allem unter dem Einfluss von Östrogenen (weibl. Hormonen).

Gestagene (ebenfalls weibl. Hormone) bewirken das genaue Gegenteil. Damit kann man normale Hyperplasien behandeln, damit sie wieder "schrumpfen".

Deshalb gibt es auch beim Endometriumkarzinom Zelltypen mit Rezeptoren für Östrogene und Progesterone. Gestagene, wozu auch Megestat gehört, sind dem körpereigenen Progesteron sehr ähnlich. Sie können das Wachtum von Tumoren somit wohl ebenfalls negativ beeinflussen.

Ich wünsche euch alles Gute!
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