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  #1  
Alt 28.08.2014, 11:32
Rauhreif Rauhreif ist offline
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Standard Stimmbandkarzinom


Hallo !

Bei meinem Mann hat sich ein Polyp am linken Stimmband als ein Plattenephitelkarzinom G3 herausgestellt. Es wurden ihm 2006 und 2012 jeweils ein gutartiger Polyp entfernt und nun hat sich 2014 dies herausgestellt.

Der histologische Befund dieses Polypen ist wie folgt !

In auch weiter aufgearbeitetem Material Bindegewebe und fokal ulceriertes Granulationsgewebe. Das Bindegewebe oberflächlich überkleidet von unverhorntem Plattenephitel, teils mit weitgehend gewahrter Schichtung, fokal mäßig polymorphe Ephitelien in sämtlichen Epithellagen entsprechend einem Carcinoma in situ. Darunter im Bindegewebe häufig atypische Spindelzellen eingestreut, fokal tumorverdächtige Areale mit mäßig polymorphen Epithelien in Gruppen gelagert. Immunhistochemisch sind die atypischen Epithelien und Spindelzellen reaktiv für AE1/3 und CK5/6, teilweise auch reaktiv für Vimentin. Sie sind negativ für CD34, CD68 und Actin.

Diagnose: Anteile eines invasiven, teils spindelzelligen Plattenephitelcarzinoms, G3

HPV-Virusnukleinsäure (PCR) : nicht nachweisbar.
Humanen Papillomaviren : negativ


MRT Halsweichteile :

Die Glandula submandibularis beidseits unauffällig. Es zeigen sich ventral der Glandula und auch lateral beidseits ovalär konfigurierte Lymphknoten bis 0,7 cm haltend, am Hinterrand rechts ein ovalär konfigurierter 1,1 cm im queren Durchmesser, kraniokaudal 2 cm Lymphknoten, links kraniokaudal 1,7 cm haltend, entlang dem Gefäßband beidseits Lymphknoten bis 0,8 cm im queren Durchmesser und 1,1 cm kraniokaudal gemessen, medial und am Hinterrand des Musculus sternocleidomastiodeus ebenso ovaläre Lxmphknoten bis 0,8 cm, submental diese bis 0,8 cm haltend. Auch supraklavikukär beidseits kleine Lymphknoten.

Ergebnis: Im Bereich der Stimmbänder keine suspekte Signalveränderung nachweisbar, ovalär konfigurierte Lymphknoten, dorsal der Glandula Submandibularis rechts dieser kraniokaudal 2 cm haltend, links etwas kleiner.

Bezüglich der Lymphknoten empfiehlt sich eine sonographische Verlaufskontrolle.

CT Thorax Untersuchung Ergebnis : In erster Linie zwei kleine Granulome im rechten Oberlappen. Zwei kleine subpleurale Verdichtungen links - in erster Linie unspezifisch. Knapp 0,4 cm haltende intrapulmonale Läsion im Segment 6 links. Kontrolle im Rahmen der Nachsorge. Im übrigen onkologisch unauffälliger Befund.


Am 21.8. wurde nun eine Läserchordektomie vorgenommen. Lt. Primar musste (nach Befund des Schnell- bzw Gefrierschnitt) mehr weggenommen werden, als vorgesehen war.

Befundbesprechung nach OP ist am 1.9.


Angeblich hat mein Mann Glück gehabt, da das Karzinom oberflächlich ist, sodass auch kein Bestrahlung wahrscheinlich notwendig sein wird (lt. Primar).

Wie beurteilt ihr diesen (einstweiligen) Befund ? Danke.

Lg Christine
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  #2  
Alt 28.08.2014, 19:13
Benutzerbild von wolfgang46
wolfgang46 wolfgang46 ist offline
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Standard AW: Stimmbandkarzinom

Hallo Christine,

das Wichtigste hat Dir Renate ja schon geantwortet.
Ich verstehe auch nicht, warum bei der OP nicht gleich eine neck dissection gemacht wurde (Entfernung der Lympfknoten).
Ich kann ebenfalls nicht nachvollziehen, wenn der Laserschnitt tiefer gemacht worden ist, als geplant, warum man dann nicht zur Sicherheit "nachbestrahlt".
All das wurde bei mir gemacht. Mein Herd war auch im Bereich Kehlkopf und Stimmlippe (links). 2 Lympfknoten waren auffällig und nach der Entfernung hat man dort einen Befall festgestellt.

Lasst Euch am 1.9. bei der Befundbesprechung bitte ganz genau erklären, warum die Ärzte so gehandelt haben.

Bitte geht zu zweit zur Besprechung, denn der nicht betroffene hört meistens besser zu. (Wir Kranken hören mach negatives nicht, denn wir überhören gerne. Das ist ganz natürlich.)

Versucht doch bitte auch Rat bei dem Verband der Halsoperierten zu bekommen. (Über den Link in meiner Signatur findet ihr die Adressen in Eurer Nähe)

Ganz lieben Gruß
Wolfgang



@ Renate,

schön mal wieder von Dir zu lesen.

Ich melde mich bei Dir per Mail
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Hilfe für Kehlkopfoperierte gibt es auch unter: Bundesverband der Kehlkopflosen und Kehlkopfoperierten e. V.
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  #3  
Alt 28.08.2014, 21:14
Rauhreif Rauhreif ist offline
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Standard AW: Stimmbandkarzinom


Hallo Wolfgang !

Danke erstmals für deine Antwort.

Natürlich bin ich am Montag bei der Befundbesprechung dabei und werde bezüglich der Lymphknoten nachfragen.

Der Primar hat immer wieder meinem Mann gesagt, dass er großes Glück hat, da der Tumor nur oberflächlich ist und seiner Meinung nach keine Bestrahlung oder Chemo notwendig sein wird.

Ich selbst bin sehr skeptisch. Als nach der Polypabtragung die Befundbesprechung war, hatte ich schon so eine Vorahnung (bin eine alte Hexe) und bin auch zur Besprechung mitgefahren, obwohl mein Mann meinte, ich brauche nicht mitzufahren, da ja wie bei den vorherigen Polypen alles in Ordnung sein wird. Und dann diese Nachricht.

Ich werde mich auf jeden Fall nach dem 1.9. wieder melden.

LG Christine
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  #4  
Alt 28.08.2014, 23:35
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wolfgang46 wolfgang46 ist offline
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Standard AW: Stimmbandkarzinom

Noch ein wichtiger Nachsatz:

Ihr habt immer die Möglichkeit eine Zweite Meinung von einem anderen Arzt einzuholen.

Es ist für spätere Nachuntersuchungen ratsam, wenn ihr Euch jedes Mal die Untersuchungsergebnisse mitgeben lasst.
Ich habe alle Blutwerte seit 15 Jahren, alle CTs auf CD und und und.
Wenn ich dann zu einem anderen Arzt komme, kann ich die alten Daten vorlegen.
(Manchmal kostet es eine Gebühr, ist es aber wert.

So jetzt bleib mir nur noch Euch einen guten weiteren Verlauf zu wünschen.

Wolfgang
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  #5  
Alt 29.08.2014, 13:51
pemab pemab ist offline
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Standard AW: Stimmbandkarzinom

Hallo Christine,

deinem Mann alles Gute.

Bei meinem Mann wurde ein verhorntes Plattenephitelkarzinom G1 am Stimmband vor wenigen Wochen entfernt.

Es gab drei Möglichkeiten, eine Läserchordektomie, Kehlkopfteilentfernung oder Bestrahlung.
Bestrahlung zu ungewiss, da der Kern des Krebses vorhanden bliebe, läsern ebenfalls nicht ratsam, da es einen kleinen Ausreißer gab, es blieb die Kehlkopfteilentfernung als sicherste Variante, dafür entschied sich mein Mann auch.

Bei den Voruntersuchungen fragte ich einen Radiologen als Zweitmeinung, er meinte sicher wäre nur die OP.

Mein Mann hat alles gut überstanden, die Heiserkeit bleibt.
Bestrahlung und Chemo nicht notwendig.
Warum sich die Ärzte bei deinem Mann so entschieden, da solltest du am Montag nachfragen.
Bei meinem Mann wurde vor der OP ein PET CD veranlasst, vielleicht kann bei deinem Mann dies nachgeholt werden, damit eventuell vorhandene Unklarheiten gefunden und aufgeklärt werden.
Wir haben auch alle Befunde, die Nachsorge wird in der Klinik, in welcher mein Mann operiert wurde vorgenommen. Da sind alle Unterlagen und Bilder zum vergleichen vorhanden.

Wünsche dir ebenfalls alles Gute.

Pemab

Geändert von pemab (29.08.2014 um 13:53 Uhr)
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  #6  
Alt 29.08.2014, 17:15
Rauhreif Rauhreif ist offline
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Standard AW: Stimmbandkarzinom



Wolfgang: Die jetzigen Befunde habe ich alle schriftlich. CD wurden meinem Mann keine ausgehändigt. Frage aber am Montag nach.


pemab : Warum kein PET gemacht wurde, ist vielleicht damit zu erklären, dass mein Mann Diabetes hat. Ich habe gelesen, dass bei erhöhtem Blutzuckerspiegel beim PET das Ergebnis verfälscht sein kann. Frage aber auch das nach.

Mein Mann hat ein unverhorntes Plattenephitelkarzinom G3 (welches mir Angst macht). Natürlich ist er nach der OP heiser, welches lt. Primar auch so bleiben wird. Auch hat er noch immer diesen Reizhusten, welchen er schon vor der OP, auch vor der Polypabtragung, hatte. Ist dass normal und hatte bzw. hat dein Mann auch diesen Reizhusten ?

Die Nachsorge wird auch in dem selben Krankenhaus vorgenommen.

LG
Christine

Geändert von Rauhreif (29.08.2014 um 17:21 Uhr)
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  #7  
Alt 30.08.2014, 00:12
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wolfgang46 wolfgang46 ist offline
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Standard AW: Stimmbandkarzinom

Hallo Ihr Lieben,

seit fast 14 Jahren fehlt bei mir ein Stimmband. Damit kann ich jetzt nur noch flüstern und das sogar sehr laut. Gerade heute Abend habe ich eine Gruppe von 32 Leuten einen Kurzvortrag gehalten.
Ich will damit sagen, auch wenn nach einer Behandlung im Stimmbandbereich Probleme bestehen, kann man mit guten Logopäden diese gut behandeln.
Bei mir strengt das Sprechen zwar an, aber dafür lebe ich und bin jetzt gesund.

Mehr geht nicht.
Also wie die Behandlung auch gemacht wird ist egal, nur ist darauf zu achten, dass der Krebs ganz weg ist.

Bei mir wurde operiert und bestrahlt.
Das war eine harte Tour, die sich aber gelohnt hat.
Man muss schon kämpfen, hängen lassen ist tödlich.

Alles Liebe
Wolfgang
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  #8  
Alt 31.08.2014, 14:00
pemab pemab ist offline
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Standard AW: Stimmbandkarzinom

Hallo Christine,
Zitat:
Ist dass normal und hatte bzw. hat dein Mann auch diesen Reizhusten ?
mein Mann hatte auch einen Reizhusten, wird jetzt aber immer besser. Wobei er Raucher war bis zur Diagnosestellung.
Deshalb schlauchte ihn auch der Luftröhrenschnitt so arg. Nach dessen Schließung wurde auch der Husten besser.

Grüße

Pemab
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  #9  
Alt 01.09.2014, 15:06
Rauhreif Rauhreif ist offline
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Hallo !

Also lt. Primar ist alles zu 100 % OK. Mein Mann braucht keine Chemo oder Bestrahlung.

Diagnose : Stimmbandkarzinom links (PLECA G3, HPV neg., cT1cN0M0).

PET CT wurde deshalb nicht gemacht, da es einfach nicht notwendig war, da Karzinom nur oberflächlich war.

Wegen der Lymphknoten ist erst in 6 Monaten eine Kontrolle notwendig.

Er meinte auch, dass bei einem Stimmbandkarzinom der oberflächlich ist, keine Metastasen vorkommen.


Nächste Kontrolle ist in 6 Wochen.

Was meint ihr dazu ? Ich weiss nicht, was ich davon halten soll. Meine Mann ist natürlich froh, dass er keine Chemo oder Bestrahlung braucht.

Meine Angst ist, dass es trotzdem nicht 100 % OK ist wie es der Primar sagt und ob es zu einem Rezidiv kommt oder nicht.

Lg Christine
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  #10  
Alt 01.09.2014, 16:02
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wolfgang46 wolfgang46 ist offline
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Standard AW: Stimmbandkarzinom

Hallo Christine,

das Ergebnis hört sich eigentlich gut an.
Aufgrund meiner eigenen Erfahrung rate ich zu einer Zweitmeinung.

Mir wurde ein Stimmbandes und Teile des Kehlkopfes durch Laser entfernt, außerdem habe ich Bestrahlung mit vielen Nebenwirkungen erfahren müssen. Es hat sich letztendlich gelohnt. Seit 14 Jahren bin ich jetzt den Krebs los.
Was ist, wenn bei Deinem Mann der Krebs meint wieder kommen zu müssen?

Aber die Entscheidung, eine zweite Meinung zu hören, liegt nur bei Deinem Mann, also bei Euch.

Zu meinem Verständnis: Woher kommt ihr? und Was ist ein Primar?

Schönen Gruß
Wolfgang
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  #11  
Alt 01.09.2014, 16:18
Cecil Cecil ist offline
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Standard AW: Stimmbandkarzinom

Zitat:
Zitat von wolfgang46 Beitrag anzeigen
....
Zu meinem Verständnis: Woher kommt ihr? und Was ist ein Primar?
....
Primar ist die Bezeichnung des Chefarztes in Österreich.
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  #12  
Alt 01.09.2014, 17:26
Rauhreif Rauhreif ist offline
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Standard AW: Stimmbandkarzinom



Wolfgang : Wie Cecil schon geschrieben hat ist ein Primar ein Chefarzt für z.B der HNO Abteilung in dem Krankenhaus.

Wir sind aus Österreich und zwar aus einem kleinerem Bundesland.

Was noch im heutigen Befund steht (habe ich vorher vergessen) : Unauffälliger post OP Befund.Kein Hinweis auf TU, Hals palp. unauffällig, keine phatolog. LK tastbar (hat aber heute die Lymphdrüsen nicht abgetastet).

TU Board: regelm. Nachsorgekontrolle, derzeit keine zusätzliche Therapie erforderlich. Kontrolle in 6 Wochen.


Lg Christine
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  #13  
Alt 01.09.2014, 18:33
pemab pemab ist offline
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Hallo Christine,
mein Mann hatte auch T1 und somit ist ebenfalls keine Bestrahlung und Chemo notwendig.
Trotzdem wurde eine PET CD veranlasst.

Auch wenn diese Krebsart erst spät Metastasen verursacht, so galt die Untersuchung der Vorsorge.
Auf dem Überweisungsschein des HNO standen als Voruntersuchungen:
Knochenszintigramm, Oberbauchsonografie, MRT Hals und CT - Thorax.

Ob ein Rezidiv kommt oder nicht, kann dir niemand sagen, allerdings ist Bestrahlen auch nicht so einfach.
Ich sah in der AHB Personen, die trotz Bestrahlung ein Rezidiv bekamen und eine OP im verbrannten Gewebe ist nicht einfach. Häufig muss dann der gesamte Kehlkopf entfernt werden. Bzw. auch Haut verpflanzt werden.

Wenn du trotzdem Zweifel hast, hole dir eine zweite Meinung ein.

Und durch die engmaschigen Kontrollen würde ein Rezidiv rasch erkannt.
Prophylaktisch zu einer Bestrahlung wird deinem Mann, wenn sie nicht notwendig ist niemand raten. Wolfgang schrieb ja von den Nebenwirkungen.

Versuche nicht so ängstlich zu sein, damit schadest du dir und deiner Gesundheit. Wir versuchen wieder so normal wie vorher unser Leben zu gestalten. Dass ist auch für meinen Mann die beste Lösung.

Es gibt in deiner Umgebung sicher onkologische Psychotherapeuten, auch für Angehörige. Vielleicht solltest du dir mal einen Termin geben lassen um mit fachlicher Hilfe besser mit der Situation klarzukommen.

Wünsche dir und deinem Mann alles Gute.

Pemab
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  #14  
Alt 01.09.2014, 21:39
Rauhreif Rauhreif ist offline
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Hallo pemab !

Oberbauch und Halsweichteile MRT wurde ja gemacht und da sind diese Lymphknoten welche mich nachdenklich machen.

Und beim CT Thorax ist ja im rechten Oberlappen auch eine Läsion, eine Verdichtung und zwei Granulome.

Wenn man älter wird ist man, glaube ich, sowieso ängstlicher. Mein Mann ist 64 und ich bin 60.

Ich habe vor über 7 Jahren meinen Bruder mit 55 Jahren durch Krebs verloren. Wir hatten zwar nie so einen engen Kontakt, da er über 50 km entfernt wohnte, aber doch hie und da telefonisch. Durch seine Exfrau erfuhr ich, dass er im Krankenhaus ist. Es stellte sich heraus, dass der Primärtumor in der Bauchspeicheldrüse sei, aber eine aggressive Metastase hat sich im Unterkiefer breitgemacht. Er bekam 3 Monate eine Chemotherapie, dann wurde diese abgesetzt. Da ihn seine Lebensgefährtin verlassen hatte, bin ich sodann alle zwei Tage zu ihm ins Haus gefahren (50 km hin und 50 km zurück) und habe ihn betreut. Als der Krebs im Unterkiefer immer größer und größer wurde (die linke Gesichtshälfte war fast zum Zerplatzen und der Krebs wuchs ihm aus dem Mund heraus) musste er wieder ins Krankenhaus (Palliativstation im AKH Wien), da immer wieder starke Blutungen aus dem Mund auftraten, welche abgesaugt werden mussten und dass konnte ich nicht mehr tun (er war dort wirklich sehr gut aufgehoben und alle haben sich sehr um ihn gekümmert). Er hatte natürlich einen Luftröhrenschnitt. So bin ich auch jeden zweiten Tag ins Krankenhaus (auch wieder 50 km hin und 50 km zurück) gefahren bis er dort verstorben ist. Befunde habe ich nie gesehen, da er diese wahrscheinlich vernichtet hat (auch nach seinem Tod habe ich in seinem Haus keine gefunden). Ein Arzt hat mir damals nur gesagt, dass dieser Krebs im Kiefer sehr sehr selten ist und ungemein aggressiv.
Vielleicht bin ich dadurch auch überängstlich.

Als meine Mutter 3 Wochen nach dem Tod von meinem Bruder unerwartet verstorben ist durch einen Gallenblasenstein im Gallengang, welcher nicht entfernt wurde und dadurch eine Sepsis auftrat, welche von den Ärzten nicht erkannt wurde (war aber ein anderes Krankenhaus), musste ich eine Psychotherapie machen, die 9 Monate dauerte. Aber bis ich das alles überwunden hatte, dauerte schon länger.

LG Christine
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  #15  
Alt 01.09.2014, 22:40
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wolfgang46 wolfgang46 ist offline
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Hallo Christine,

bei uns in Deutschland gibt es einen Verband, der sich um die Belange der Halsoperierten kümmert. Der Link ist in meiner Signatur zu finden.

Solch einen Verband gibt es auch bei Euch in Österreich. Er hat den Link: www.halsatmer.at .
Du kannst sicherlich auch dort noch weitere Informationen, z.B. wie einiges bei Euch in Österreich gehandhabt wird, abfragen.
Ich kann bei manchen Sachen eben nur erläutern, wie bestimmte Sachen hier bei uns gehandhabt werden.
Die Diagnosen und Behandlungsarten sind im Prinzip vergleichbar.
Ihr habt manchmal nur besondere Vokabeln die wir nicht kennen.

Schöne Grüße
Wolfgang
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