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  #1  
Alt 06.11.2014, 12:45
berliner-engelchen berliner-engelchen ist offline
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Standard ATP-TCA Erfahrungen mit Chemosensitivitätstest

Hallo Ihr Lieben,

habe jetzt den KK durchforstet, aber nur wenig dazu gefunden:
WEr hat Erfahrungen mit dem Chemosensitivitätstest ATP-TCA gemacht?
Er ist relativ teuer und man muss ihn selbst zahlen.
Mich würden Eure ERfahrungen damit sehr interessieren.

Gespannte Grüße vom
chen
  #2  
Alt 06.11.2014, 13:49
ulrikes ulrikes ist offline
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Standard AW: ATP-TCA Erfahrungen mit Chemosensitivitätstest

Hi Birgit,
den Test habe ich selber nicht machen lassen aus Kostengründen, aber mich vor 2 Jahren damit beschäftigt. Es läuft so ab, dass bei der OP entnommenes Krebs-Material zu einem bestimmten Labor geschickt wird. Evtl. muss sich der Operateur da vorher informieren, wie das genau zu geschehen hat. Von daher auch vorher sowohl Kontakt mit dem Labor (in Bonn kann ich dir konkret eins nennen) als auch mit dem Operateur deswegen aufnehmen.
Neben den Kosten hat mich auch damals die Aussage meines Onko-Doc, dass im Labor totes Material getestet wird auf Chemosensivität und die Reaktionen nicht 100% umsetzbar sind auf Krebszellen im lebenden Körper.
Wie sinnvoll, dass jetzt wirklich ist, weiß ich nicht. Aber ich werde auch bei meiner jetzigen OP den Test nicht machen lassen.
Lieben Gruß
Ulrike
  #3  
Alt 06.11.2014, 14:35
berliner-engelchen berliner-engelchen ist offline
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Standard AW: ATP-TCA Erfahrungen mit Chemosensitivitätstest

danke Ulrike,
es ist schwer an Infos zu kommen. Es gibt eine Studienauswertung, die zeigt, dass der Test recht erfolgreich ist. Die Chemo-Ansprechrate ist erhöht und die Gesamtüberlebenszeit ist signifikant verlängert. Wie belastungsfähig diese Aussage ist, kann ich jedoch nicht abschätzen. Werde mal die Ärzte meines Vertrauens befragen mal sehen, was die meinen. habe noch die Biolog. Krebsabwehr kontaktiert und das Labor.
Falls von Interesse, werde ich gerne über Erkenntnisse berichten.

DU kriegst mich nicht du doooofer krebs
ne ne auf jeder Fall nicht so einfach wie du dir das gedacht hast

LG
chen
  #4  
Alt 06.11.2014, 15:45
Edeka Edeka ist offline
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Standard AW: ATP-TCA Erfahrungen mit Chemosensitivitätstest

Liebe Birgit, liebe Ulrike,

Ulrike, wie bist Du nach Deiner OP auf diesen Test gekommen? Wurde Dir das von Deinen Ärzten empfohlen? Meine Freundin hatte gerade Brustkrebs, ihr wurde ein Test auf Chemosensitivität empfohlen. Ist es bei Brustkrebs evtl schon üblich?
Birgit, wie bist Du drauf gekommen?
Ich finde es total logisch, so einen Test zu machen. Eine Chemo ist eine sehr invasive Behandlung.. hochinteressantes Thema der Test, finde ich!
Birgit, sehr gute Idee! Dem Beelzebub ein Schnippchen schlagen! Hoffentlich bekommst Du gute Informationen und der Test, wenn er denn durchgeführt wird, bringt gute Ergebnisse. Vielleicht stellt sich heraus, dass die bisherigen Chemos nicht soo die richtige Wahl waren. Also - es ist doch in der Richtung einiges denkbar, wir haben es ja mit verschiedenen Arten von Ovarialkarzinom zu tun und Dein Tumor ist ja nochmal ein besonders seltenes Herzchen, oder?
Birgit, alle Daumen ganz doll gedrückt für Dich!!

Liebe Grüße
Edeka
  #5  
Alt 06.11.2014, 18:23
T'Pau T'Pau ist offline
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Standard AW: ATP-TCA Erfahrungen mit Chemosensitivitätstest

Hallo beriner-engelchen,

ich sehe du bist dabei alles möglich an nützlichem Wissen zusammen zu tragen – oder soll ich sagen du saugst das Wissen auf wie ein Schwamm?
Das ist jetzt wirklich positiv gemeint, das einzig blöde ist der Anlass dazu , so ein xxx (beliebigen Fluch hier einsetzten) .

Das Thema Chemosensitivitätsprüfung ist in der Tat sehr spannend, leider steckt es wohl noch in den Kinderschuhen. Als wir das hier in der Uniklinik bei einem Gespräch angeschnitten haben, kam als erstes eine massive Warnung vor irgendwelchen Selbstzahlertests, die man im Internet (die allwissende Müllhalde) finden kann. Es musste erst geklärt werden, dass wir an dem Stand der Forschung interessiert sind und nicht an kostenpflichtigen Heilsversprechen… Ärzte können einen gelegentlich so schön missverstehen, nur so als kleine Warnung in Richtung deiner nächsten Gespräche.

Beim Brustkrebs ist man mit dem Thema schon weiter, da betreibt Prof. Schn… in Heidelberg viel Forschung, die auch schon einmal Thema auf 3Sat war (Überschrift: Die großen Volkskrankheiten…).

Beim Eierstockkrebs habe ich bisher nur zwei Arbeiten dazu gefunden
Zum einen die ICON-7 Studie (die hier erwähnt wird: http://www.journalonko.de/aktuellview.php?id=3009)
Und eine Fallstudie:
http://www.journalonko.de/aktuellview.php?id=2950

Das ist nun leider nicht viel. Aber wie ich dich einschätze interessiert dich ersteinmal alles (oder so fast)

Ich drück dir die Daumen, damit du deinen Weg weiter so toll und vor allem erfolgreich gehen kannst

T‘Pau

Ach und wo ich gerade dabei bin dich zu zu müllern: Ich habe gesehen dass du dich mit Olaparib und Niraparib beschäftigt hast. Hast du auch die Studie zu Rucaparib bemerkt (Ariel3)? Die ist ein wenig anders aufgestellt als die anderen beiden, aber nur ein wenig…

Geändert von T'Pau (07.11.2014 um 10:46 Uhr) Grund: müllern
  #6  
Alt 06.11.2014, 20:04
berliner-engelchen berliner-engelchen ist offline
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Standard AW: ATP-TCA Erfahrungen mit Chemosensitivitätstest

Liebe T´Pau,

danke für die Links, hätte ich auch mal selber drauf kommen ..... neee doof. wir kommen eben nicht immer auf alles und deshalb ist es ja auch so toll, hier eine solch wunderbar funktionierende aufmerksame und gewissenhafte Community zu haben.
Einfacher ausgedrückt: Ihr alle.

auch Ariel 3 kannte ich nicht. ich checke immer nur die AGO Ovar und NOGGO Seiten. auch hier: danke für den Hinweis!! Erhaltungstherapie wird ja irgendwann in Zukunft auch wieder Thema sein.
Ariel 3 ist allerdings eine Phase III Studie und die kann ICH PERSÖNLICH nicht und zwar: GAR nicht leiden. wenn ich schon doppelblind und placebo höre oder lese, sieht man vom engelchen nur noch ne staubwolke.
Aber das ist so ein ganz persönliches Ding von mir. Andererseits: bis ich das brauche, hat es vielleiht schon die Zulassung ;-)))

Danke für die Vorwarnung, das ist bestimmt hilfreich bei Gesprächen.
Bin gespannt, was ich für Antworten bekomme. Auch hier bei uns im KK ist das Thema schon kontrovers diskutiert worden. Aber halt wenig Erfarhungsberichte. Vor allem bei den BK Damen findet man etwas dazu.
ich halt euch auf dem laufenden.

Du hast recht, ich recherchiere derzeit sehr viel. Bin aber auch froh, dass ich es schaffe, mich wieder (geistig) zu bewegen.

schön, mal wieder von Dir zu hören,hab mich gefreut.
Liebe Grüße
bis bald mal
birgit

Geändert von berliner-engelchen (06.11.2014 um 20:11 Uhr) Grund: was vergessen
  #7  
Alt 07.11.2014, 06:40
ulrikes ulrikes ist offline
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Beiträge: 282
Standard AW: ATP-TCA Erfahrungen mit Chemosensitivitätstest

Hallo,
Edeka: Ich bin vor 2 Jahren von meinem Operateur auf den Chemosensivitäts-test angesprochen worden. Er hält es für eine große Chance, aber mein damaliger Onko-Doc hält es für "Wunderheiler-Reden". Ich habe den Test zwar nicht gemacht und lasse ihn auch diesmal nicht machen, da er einfach zu teuer für mich ist und beim letzten Mal sich alle Ärzte sicher waren, welche Chemo ich machen sollte (Gemzar + Platin, weil 1.Rezidiv). Aber trotzdem bin ich mittlerweile von meinem Onko-doc weg (auch wegen anderer Streitereien) und genau bei dem Arzt gelandet, der diesen Test macht (aber mehr aus anderen Gründen).
Bei Brustkrebslerinnen ist das wohl mehr ein Thema, da dort anscheined viele gar nicht auf die Chemo ansprechen und andere Behandlungsformen (Bestrahlung, Anti-Hormon-Therapie u.ä.) vorzuziehen wären. Bei uns sieht das leider anders aus, da meist später entdeckt wird und Bestrahlung nur im Ausnahmefall machbar ist. Naja und Antihormon-Therapie bekommen wir durch OP
Birgit Super, dass du dich so intensiv mit Therapieoptionen beschäftigst. Ich freue mich schon drauf, wenn ich von der OP zurck bin, alles gebündelt bei dir zu lesen. Wegen deiner Angst vor doppelblinden Sutdien, hier noch einige Erklärungen dazu:
  • einfachblind heißt, dass nur der Patient nicht weiß, was er bekommt. Arzt und Auswerter jedoch schon
  • doppelblind heißt, dass Patient und Arzt nicht wissen, welches Medikament gegeben wurde. Nur der Auswerter weiß Bescheid
  • dreifachblind heißt, dass weder Patient noch Arzt oder Auswertet wissen, welche Variation des Medikament gegeben wurde.
Die Begriffe sagen nichts darüber aus, ob überhaupt ein Placebo mit im Spiel war. Da muss vorher stehen, welche Therapieoptionen getestet wurden.
Am aussagekräftigsten halte ich persönlich die dreifachblinden Studien, da dort keinerlei Erwartungen von Arzt oder Auswerter mit einfließen, sondern nur die nackten Werte zählen.
Alles Gute für Euch
Ulrike
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