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  #1  
Alt 23.12.2014, 19:23
Stinchen Stinchen ist offline
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Standard Tumorklassifikation

Hallo zusammen,

Mir wurde vor 14 Tagen die rechte Niere aufgrund eine Tumors entnommen. Mir wurde gesagt, dass ich jetzt krebsfrei sei. Mir wurde nicht einmal die Lunge geröntgt.
Jetzt mache ich Mir schon Gedanken, ob ich gründlich genug untersucht wurde.
Die Klassifikation lautet pT 1b-pNx-RO, Maliginitätsgrad 2. Kennt sich jemand damit aus?
Viele Grüsse
Stinchen
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  #2  
Alt 24.12.2014, 00:07
bibikommt bibikommt ist offline
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Standard AW: Tumorklassifikation

Hallo,

also "als geheilt entlassen", finde ich jetzt schon eine mutige Aussage. Sicherlich ist die Gefahr einer Metastasierung bei einem kleinen Tumor wesentlich geringer als bei einem großen und auch ein niedrigeres Grading (G1 ist das niedrigste) ist besser als ein hohes (z. B. G 4). Damit ist aber ja noch nicht sichergestellt, dass nix mehr kommt (das kann man auch nicht sicherstellen).

Auf jeden Fall sind es die besten Voraussetzungen, die man haben kann und man muss sich sicherlich nicht ständig Sorgen machen. Allerdings gehört nach der Tumorentdeckung ein Basis-Staging dazu und das beinhaltet ein CT von Abdomen und Thorax. Bei mir wurde damals auch noch der Schädel gemacht. Bei einem kleinen Tumor ist sicherlich keine engmaschige CT Kontrolle erforderlich, aber nur Ultraschall und Blutentnahme wäre mir persönlich zu wenig.

Mein Tumor war auch klein und ich lasse jährlich ein CT von Throrax und Abdomen machen. Jetzt nach 5 Jahren werde ich den Abstand vergrößern. Leider gibt es sehr wenig Ärzte, die sich mit Nierenkrebs auskennen und es gibt auch kein verbindliches Nachsorgeschema.

Jeder ist aber selber für sein Leben verantwortlich und deshalb bestehe ich auf diese CT's. Ich habe nämlich keine Angst vor Strahlenschäden aber großen Respekt vor Metastasen. Es gibt inzwischen eine Reihe von Behandlungsmöglichkeiten für diese Metastasen, aber wichtig ist halt die frühzeitige Entdeckung, damit möglichst operiert werden kann, bei vereinzelten Metastasen oder die Behandlung rechtzeitig zu beginnen.

Und das alles aber bitte, ohne die ganze Zeit zu denken "Oh was mag da wohl kommen". Wenn man regelmäßig kontrolliert, kann man dazwischen entspannt leben und sicher sein, dass man alles getan hat, was möglich ist.

Liebe Grüße und hoffentlich nie Metastasen.

Gabi
__________________
Tschüs und lg

Gabi
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  #3  
Alt 24.12.2014, 12:20
H.A. H.A. ist offline
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Standard AW: Tumorklassifikation

Hallo Stinchen,

also man muß sich immer wundern mit welchem Unverstand manche Ärzte
die Nachsorge handeln. Die ersten 5 Jahre mindestens alle 6 Monate ein CT oder MRT des Bauchraumes, und ein CT des Thorax, was ohne Kontrastmittel erfolgen kann! Ein Knocheszintigramm ist so eine Sache beim Nierenzellkarzinom, weil man bei dieser Methode Metastasen des Nierenzellkarzinoms gar nicht sicher erkennen kann. MRT Schädel einmal jährlich, geht auch ohne Kontrastmittel, und das ganze Paket wie vor aus Ausgangsuntersuchung nach der Operation für's Staging, wovon dann die Verlaufskontrollen ausgehen. Blutuntersuchung in Hinweis auf ein Nierenzellkarzinom bringt gar nichts, jedoch würde ich immer vor jeder Nachsorge alle nötigen Werte nehmen lassen, Du braucht vor allem den Kreatininwert für Kontrastmitteluntersuchungen. Auch nach 5 Jahren, ist es damit nicht vorbei, gehe davon aus, dass Du Dich lebenslang mind. 1 mal im Jahr Bildgebend untersuchen lassen musst.
Bestehe auf diese Untersuchungen worauf Du Anrecht hast, und laß Dich nicht mit Röntgen, und nur Ultraschall abfertigen.

Frohe Weihnachten Gruß Hugo

Geändert von H.A. (24.12.2014 um 12:23 Uhr)
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  #4  
Alt 24.12.2014, 13:42
Stinchen Stinchen ist offline
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Standard AW: Tumorklassifikation

Danke für die ausführlichen Antworten. Im Krankenhaus wollte man meine Lunge aus Kostengründen nicht röntgen, "wenn das jeder wollte". Nach den Feiertagen werde ich noch einmal zu meinem Urologen oder einem Nephrologen gehen und auf diese Untersuchungen bestehen.
Viele Grüße Kerstin
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  #5  
Alt 26.12.2014, 21:51
Robbs Robbs ist offline
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Standard AW: Tumorklassifikation

Lass dich regelmässig mit CT durchchecken. Mach es und bestehe darauf.
Meine Frau war auch von den Ärzten überredet worden, dass das nicht sein muss. 10 Jahre später dann die Erfahrung dass es besser gewesen wäre...
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  #6  
Alt 30.12.2014, 20:21
Stinchen Stinchen ist offline
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Standard AW: Tumorklassifikation

Ich habe es gerade gelesen und es tut mir echt leid für euch. Ich wünschte, hier in Norddeutschland gäbe es auch so eine Koriyphäe auf dem Gebiet. Ich werde Allen daran setzen, das ich allen Untersuchungen bekomme.

LG Stinchen
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  #7  
Alt 31.12.2014, 00:14
Benutzerbild von Jan64
Jan64 Jan64 ist offline
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Standard AW: Tumorklassifikation

Hallo Uwe,

Ein CT der Lunge kann zur Not auch ohne Kontrastmittel erfolgen, z.B. wenn es zu einer Vnverträglichkeit des Kontrastmittels kommt, oder es Schwierigkeiten mit den Nierenwerten kommt. Ist nicht so aussagekräftig wie mit, aber wesentlich besser wie Röntgen. Ein MRT Kopf ohne Kontrastmittel wäre rausgeschmissen Geld, hat mir ein Radioonkologe erklärt und mir gleich die Vergleichsbider gezeigt. Hat mir sofort Eingeleuchtet.

Hallo Stinchen,

Es gibt Landstriche in Deutschland, da wird sehr von den Empfehlungen abgewichen, die Urologen kennen sich meist am besten aus. Du musst sicher auch nicht vierteljährlich zur Kontrolle, aber CT-Thorax und CT/MRT Abdomen sollten schon gemacht werden.

Gruß Jan
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  #8  
Alt 31.12.2014, 18:49
H.A. H.A. ist offline
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Standard AW: Tumorklassifikation

Zitat:
Ein MRT Kopf ohne Kontrastmittel wäre rausgeschmissen Geld,
Hallo,
das kommt wohl immer auf die Fragestellung zur Indikation an.
Raumforderungen, Läsionen, Läsionen im Marklager, Thornwaldzysten usw. sind im MRT nativ ebenso zuverlässig erkennbar wie mit Kontrastmittel, dass Kontrastmittel gibt nur Antworten auf Vaskularissation (Durchblutung). Sollte im Kopf ein suspekter Herd gefunden werden, wird sowieso meistens noch eine Refernzuntersuchung erfolgen, welche dann nicht nativ sein wird! Man darf auch das Kontrastmittel des MRT's (Gadolinum) nicht unterschätzen, da es im Körper gespeichert wird (googeln).

Gruß Hugo
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  #9  
Alt 04.02.2015, 12:54
Stinchen Stinchen ist offline
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Standard AW: Tumorklassifikation

Hallo noch einmal,

ich bin noch immer nichts weiter mit meinen Untersuchungen da ich noch keinen Arzt gefunden habe, der auch bildgebende Verfahren in der Nachuntersuchung macht. Muss ich zu einem Urologen oder bin ich bei einem Onkologen genauso gut aufgehoben?

Mein Urologe konnte überhaupt nicht verstehen, warum ich ein CT der Lunge möchte, da Metastasten des NCK eigentlich nie in der Lunge vorkommen...da war mir dann klar, dass er wirklich überhaupt keine Ahnung hat

LG Stinchen
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  #10  
Alt 04.02.2015, 14:09
H.A. H.A. ist offline
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Standard AW: Tumorklassifikation

Hallo Stinchen,

Hausarzt, Urologen, Nephrologen, Onkologen egal, Hauptsache er stellt brav und regelmäßig die Überweisungen aus. Ich würde Dir jedoch raten einen Arzt zu suchen bei dem alle Untersuchungen zusammen laufen, und welcher auch wenn etwas neues kommen sollte, so sensibel ist um auch sofort richtig zu reagieren. Vor allem immer alle Bilder auf Datenträger, und den schriftl. Befund auch selber geben lassen und aufheben.
Im übrigen kann Dir egal sein ob Dein Urologe das versteht, oder nicht verstehen will! Mach Dir Deine gründlichen Richtlinien wie oben schon aufgeführt, und Punkt! Du hast ein Recht darauf!!

LG Hugo
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  #11  
Alt 04.02.2015, 20:02
Stinchen Stinchen ist offline
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Standard AW: Tumorklassifikation

Danke Hugo, ich werde mich morgen nach einem Onkologen umsehen.

LG Stinchen
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Stichworte
diagnose, klassifikation, tumor


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