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  #1  
Alt 09.07.2008, 12:10
Ebs Ebs ist offline
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Standard pT2a G3 / dann cT4: Blasenerhalt durch Radiochemotherapie.

Hallo, liebe Leidensgefährten,

nachdem ich seit meiner Blasenkrebs-Diagnose (Nov. 2005, pT1 G2-3 und 1. TUR) von den Beiträgen hier im Forum und auch anderswo nur profitiert habe und stiller Leser war, möchte ich jetzt mal Danke sagen und vielleicht etwas zurückgeben in der Absicht, dass meine gemachten Erfahrungen anderen Betroffenen evtl. hilfreich sein könnten.

Unter dem Schock der Diagnose Blasenkrebs saß ich anfangs nächtelang am Computer, an Schlaf war nicht zu denken, und suchte in Foren, diversen Klinikseiten und sonstwo Antworten auf die Frage: Wie nun weiter? - und las in der Folgezeit auch einige sehr informative Broschüren der Deutschen Krebshilfe, vor allem auch zur „Strahlentherapie“.

Schon im Januar 2006 sollte die Blase raus („wenn ich auf Dauer geheilt werden wollte“),so mein damaliger Urologe.
Das lehnte ich ab, weil ein Danach mit Neoblase oder einer anderen Ersatzlösung für mich der totale Horrorgedanke war und auch noch ist, den ich für mich unter keinen Umständen akzeptieren wollte und kann.
Lebensqualität stand und steht für mich eindeutig vor Lebensdauer.

Nach einer Beratung durch einen Chirurgen der Urologie unseres Klinikums und auch vereinzelt gefundenen positiven Erfahrungen im Internet zu Möglichkeiten der Strahlen- und Chemotherapie stand für mich eindeutig fest, dass ich auf meine Harnblase unter keinen Umständen verzichten werde, auch unter Akzeptanz aller sich evtl. daraus ergebenden negativen Konsequenzen.

So folgten dann 12x Instillationen mit Mitomycin bis November 2006 und zwischenzeitlich 5x TUR (ca. alle 2 Monate) wegen dauernder Bindegewebswucherungen an den 2 OP-Stellen, die bei den immer vorhergegangenen Zystoskopien nicht als gutartig zu erkennen waren.

Im Juni 2007 dann erneute Krebsdiagnose und TUR (pT2a,G 3) mit der dringlichen Empfehlung , die Blase doch entfernen zu lassen (entsprechend der statistischen Prognose über Heilungsaussichten).

Während meiner vielen TURs hatte ich mich schon in der Strahlenklinik unseres Klinikums nach dortigen Möglichkeiten und Heilungsaussichten informiert und für mich entschieden: Das wird mein Weg, diesen kann ich akzeptieren und mich mental voll für eine erfolgreiche Behandlung motivieren.

Am 27.8.2007 also Einzug in die Strahlenklinik zur Radiochemo-Therapie.
Am dritten Tag glücklicherweise zur Sicherheit noch ein MRT mit dem Ergebnis, dass der Krebs nicht nur innerhalb, sondern pflaumengroß (cT4) auch außen an der Vorderwand der Blase saß (ohne Infiltration anderer Organe) und ein Bestrahlungserfolg fraglich erschien.
(Im CT war der Außentumor nicht sichtbar gewesen, warum auch immer.)
Empfehlung: Zumindest eine Teilresektion der Blase versuchen (ca.1/3 ) , danach Strahlen- und Chemotherapie wie geplant.
Das war für mich akzeptabel.
Falls die OP sich so als nicht ausführbar herausstellen sollte, war der Abbruch der OP vereinbart und sollte nur die Radiochemo-Therapie durchgeführt werden..

So geschah es dann.
- 18.9.2007 Blasenteilresektion gelang, keine feststellbaren Metastasen.
- 9.-25.10. und 5.-16.11.2007 Strahlen- und Chemotherapie (Cisplatin/Carboplatin)

Die Nebenwirkungen der Chemo (obwohl noch eine relativ harmlose gegenüber anderen) während und bis ca. 3 Monate nach der Behandlung waren recht erheblich, sehr unangenehm, aber doch aushaltbar. Gleiches gilt für die recht heftige Enddarmentzündung während und nach den 30 Bestrahlungen.

Von Juni bis November 2007 war ich somit dann insgesamt ganze 10 ½ Wochen im Krankenhaus gewesen und hatte seit November 2005 auf insgesamt 12 Krankenhaus-Aufenthalte gebracht.

Aber das ist jetzt alles vergessen, dank einer Klinik mit großartiger Urologie und Strahlenklinik und sehr kompetenten Ärzten und Schwestern. Ich habe mich dort, abgesehen von den Umständen, immer sehr wohlgefühlt.

Parallel zur geschilderten Behandlung habe ich Ende Mai 2008 meine zweite 12-wöchige Mistel-Spritzkur (Lektinol von Madaus) beendet, die mir beide auf meine Nachfrage hin verordnet wurden und von der Barmer-Krankenkasse auch anstandslos bezahlt wurden.
Man muss aber nach solchen Dingen und ergänzenden Therapie-Möglichkeiten fragen und je besser man informiert ist, umso besser ist man dazu auch in der Lage.
Seit Sommer 2007 bin ich außerdem beim Heilpraktiker (Immunsystem-Stärkung ) in Behandlung.

Mein bisheriges Ergebnis:

Mir und meiner Harnblase geht es bestens.
Obwohl ein Drittel der Blase fehlt, hat sie sich inzwischen gedehnt und es gibt keinerlei anfängliche Beeinträchtigung (Harndrang) mehr.
Sie ist voll funktionsfähig. Ich muss nachst nicht raus und bin nach wie vor dicht.

Die bisherigen Kontrollbefunde (2 Zystoskopien, 2 MRT) sind bisher in Ordnung und ich hoffe, dass es so bleibt.

Wenn nicht, dann haben sich für mich bis jetzt zumindest diese 2 ½ Jahre mit einer nach wie vor voll funktionsfähigen Blase gelohnt, egal, was da evtl. noch kommen und sich entwickeln könnte.

Ohne Wenn und Aber : Ich würde alles noch einmal wieder genau so machen.

Was sagte mir mein Klinik-Chirurg in der ersten Begegnung 2005:
„Entscheiden Sie sich für die Therapie, mit der Sie sich identifizieren können und das machen wir.
Abgerechnet über Erfolg oder Misserfolg einer Therapie wird sowieso erst am Ende, evtl. auch gegen die Statistik und allgemeine Standard-Therapie.

Dieser Standpunkt war es, der mir die ganze Zeit die nötige Zuversicht und den Optimismus gab und gibt.

Es gibt eben nicht unbedingt nur den einen Weg = Blasenentfernung.

(Es ist aus meiner Sicht schade und auch etwas sehr einseitig, dass in den Foren fast ausschließlich nur die Blasenentfernung beim invasiven Blasenkrebs als die einzige erfolgversprechende Möglichkeit diskutiert und empfohlen wird.)

Für mich war und ist es grundwichtig , mich so umfassend wie möglich allseitig zu informieren und auch dadurch zu wissen und zu entscheiden, was ich letztendlich will und was auf keinen Fall.

Ich muss auch sagen, dass ich in meiner Klinik nur verständnisvolle Ärzte hatte, die nach Aufzeigen der Risiken immer sagten: Wenn Sie das so wünschen, dann machen wir das so, wenn es machbar ist, und wenn es auch nicht gerade unsere Standard-Methode ist.

----------

Vielleicht kann ich mit diesem Bericht, dieser Erfahrung jemandem Mut machen, für den eine Blasenentfernung auch ein nicht vorstellbarer und nicht akzeptierbarer Weg ist.

Über den weiteren Verlauf will ich hier gerne weiter berichten.

Ich bin übrigens 67 Jahre alt.

Sollte es evtl. Fragen geben, beantworte ich sie gern.

Gruß Ebs

Geändert von gitti2002 (09.03.2013 um 16:34 Uhr) Grund: Link entfernt, führte nicht mehr zur angeforderten Seite
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  #2  
Alt 22.01.2009, 20:10
Ebs Ebs ist offline
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Standard AW: pT2a G3 / dann cT4: Blasenerhalt durch Radiochemotherapie.

Hallo allerseits,

ich hatte ja versprochen, mich nach meiner Blasenteilentfernung mit anschließender Radiochemotherapie (siehe 1. Thread-Beitrag vom 7.7.08) mal wieder mit dem aktuellen Stand zu melden.

Hier ist er:

-Ein Drittel der Harnblase ist jetzt rund 1 1/2 Jahre raus.
-Die anschließende Radiochemotherapie liegt gut 1 Jahr hinter mir.

Mir und meiner voll funktionsfähigen Blase geht es nach wie vor prächtig.

Alle Kontrolluntersuchungen und MRT (letzte vor einer Woche) bisher ohne beunruhigenden Befund.

Welche Probleme gab bzw. gibt es:

- Seit knapp einem halben Jahr habe ich im linken unteren Bauchraum relativ häufig leichte Schmerzen.

- Vor ca. 4 Wochen hatte ich plötzlich einen Abend lang massiv Blut im Stuhlgang.
Eine Magen- und Darmspiegelung brachte keinen Befund über den Blutursprung.
Vermutung: Der durch die Bestrahlung immer noch entzündete Enddarm oder auch Divertikel haben evtl. geblutet.
Die Beschwerden im linken Unterbauch sind evtl. durch Verwachsungen
verursacht.

Das aber ist alles gut zu ertragen.

Ich kann immer wieder nur sagen, dass die Ablehnung der totalen Blasenentfernung nach wie vor für mich vollkommen richtig war.

Es lohnt sich also durchaus, über Alternativen zur meist praktizierten und empfohlenen Totaloperation nachzudenken.

Interessant für jüngere Patienten ist vielleicht auch, dass durch die Nur-Teiloperation der Harnblase die Sexualfunktion 100%-ig erhalten geblieben ist.

Herzliche Grüße an alle

Ebs

Geändert von Ebs (22.01.2009 um 20:14 Uhr)
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  #3  
Alt 19.05.2009, 20:56
artomica artomica ist offline
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Standard AW: pT2a G3 / dann cT4: Blasenerhalt durch Radiochemotherapie.

Hallo Ebs,
als heutiger Neuzugang in diesem Forum möchte ich Dir kurz meine Krankengeschichte schildern, und hoffe ,dass Du mir auf diesem Weg vielleicht noch ein paar gute Tipps geben kannst.( übrigens ich bin männl.54 Jahre )Anfang Mai diesen Jahres hatte ich plötzlich Blut im Urin.Es ging dann alles recht schnell- Untersuchung beim Urologen, negtiver Bladder Check,Röntgenbefund unklar, da eine Gasansammlung im Bereich des Blasenausganges das Bild undeutlich machte. Dann sofort Einweisung ins Krankenhaus und am vergangenen Freitag d.15.5.09 TUR-B mit der Diagnose : Harnblasentumor Erstbefund im Bereich des linken Ostiums.Heute kam das Ergebnis aus der Pathologie:pT2 G2 –Mehrere Gewebsspäne von der Harnblase zeigten Bestandteile eines mäßig differenzierten , muskelinvasiven papillären Urothelcarcinoms.
Heute bin ich dann auch aus dem KH entlassen worden, mit der abschließenden Aufklärung des Operateurs, dass es unbedingt notwendig sei, nach dem CT ( der noch nicht gemacht wurde) die Blase und Prostata zu entfernen. Meine spontane Reaktion war. Das kommt für mich nicht in Frage! Ich wurde daraufhin ziemlich dümmlich angeschaut- aber egal.
Für mich steht definitiv fest, dass ich in dieses KH nicht mehr gehen werde, da die dortigen Zustände unter aller Kanone waren. Ich werde mich –wenn es sich nur in irgendeiner Form vermeiden lässt, n i c h t für eine Blasen und Prostataentfernung entscheiden! Jetzt stellt sich für mich nur die Frage ,welche Klinik wähle ich für eine Weiterbehandlung in meinem Sinne(die Radiochemotherapie) und welche Klinik ist auf dem aktuellen Stand der Dinge ??
Vielleicht kannst Du mir ja einen Tipp geben ?
Schon mal Vorab vielen Dank und viele Grüsse
Artomica
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  #4  
Alt 22.05.2009, 19:21
Benutzerbild von Vason
Vason Vason ist offline
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Daumen hoch AW: pT2a G3 / dann cT4: Blasenerhalt durch Radiochemotherapie.

Hallo Artomica, habe die Beiträge ueber Blasenkrebs gelesen und möchte mit folgendem beitragen: ich wohne in Schweden und mein Mann hatte Blasenkrebs. Er wurde 2mal mit TUR-B operativ behandelt, aber der Krebs kam immer wieder. Da spritzte man ihm mehre Male BCG (also Bacill Calmette-Guerin = Vaccin mot tuberkulose) in die Blase. Ich kann mich nicht mehr dran erinnern, wie oft es war, 3 oder mehrere Male mit monatlichem Abstand.Danach gab es dann kein Wachstum des Krebses mehr, auch nach 5 Jahren nicht. Die Behandlung hilft ja auch nicht allen zu 100%, kann aber wiederholt werden und wirkt nur lokal in der Blase. Frag doch mal deinen Arzt danach. Was es hier gibt, gibt es in Deutschland auch.

Vason
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  #5  
Alt 23.05.2009, 17:37
Ebs Ebs ist offline
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Standard AW: pT2a G3 / dann cT4: Blasenerhalt durch Radiochemotherapie.

Hallo Artomica,

entschuldige, dass ich erst heute antworten kann, bin gerade von einer Woche Urlaub zurück.

"Blase raus !" - hieß es bei der Mehrheit der von mir befragten Fachärzte auch bei mir, da diese Behandlung eben Standard und erfolgreich war und ist, aber keine eigene Blase mehr mit den bekannten Nachteilen bedeutet.

Für die Beurteilung, ob eine Radiochemotherapie evtl. möglich ist, sind CT oder MRT und Blasenspiegelung wichtig, um festzustellen, ob schon Metastasen vorhanden sind, wo der Tumor genau in der Blase sitzt und wie groß für eine evtl. möglicheTeilentfernung der Blase.

Von all diesen Fragen hängt die Prognose eines eventuellen Erfolges ab.

Hör dich mal um nach einem Klinikum mit Urologie- und Strahlenklinik und da würde ich mich vorstellen mit den Befunden.
Vielleicht kann dir auch dein Urologe oder ein anderer Arzt dir einen Tipp geben.

Ich habe alles in unserem Klinikum Frankfurt(Oder) absolviert und bin über die Arbeitsweise der Urologischen- und Strahlenklinik nur des Lobes voll.
Hier wird solide Arbeit geleistet.

Mein Vorteil war, dass durch meine vorherigen zahlreichen TURs ein enges Vertrauensverhältnis entstand, die Ärzte meine totale Ablehnung einer Totalentfernung kannten und akzeptierten.

Entscheidend für den bisherigen Erfolg meiner Behandlung war auch die enge Zusammenarbeit zwischen beiden Klinikbereichen, die vorbildlich war.

Ich drücke dir beide Daumen, dass alles so möglich wird, wie du es dir vorstellst.

Mit herzlichen Grüßen

Ebs

Geändert von Ebs (23.05.2009 um 17:47 Uhr)
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  #6  
Alt 29.05.2009, 09:46
artomica artomica ist offline
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Standard pT2a G3 / dann cT4: Blasenerhalt durch Radiochemotherapie.

Hallo Ebs,
vielen Dank für Deine Infos. Momentan bin ich immer noch am recherchieren, in welche Klinik , ich nun gehe ,steht noch nicht fest, da der erste Besprechungstermin mit zwei Ärzten aus dem St. Marienhospital in Düsseldorf am 3. Juni kommt. Mein Ct- Termin ist auch erst am 9. Juni- und diese langen Wartezeiten sind die reinste Folter.Aber gut zu wissen, wenn es hier nämlich keine Bereitschaft zu dieser Behandlungsmethode gibt, werde ich auch nicht den Weg nach Frankfurt / Oder scheuen.
Also, nochmals vielen Dank, ich wünsche Dir schöne Pfingsttage und ich werde mich wieder melden, wenn ich neue Infos habe.
Viele Grüsse aus dem sonnigen Rheinland
Artomica

Hallo Vason, recht herzlichen Dank für diese Info. Es ist sicherlich gut zu wissen, dass es diese Therapiealternative gibt, wenn der Tumor im Wachstum nicht zu bremsen ist. Gibt es eigentlich hierzu auch Studien, ob man sich der Gefahr aussetzt, zusätzlich an TBC zu erkranken??
Schöne Pfingsttage und viele Grüsse
Artomica

Geändert von gitti2002 (09.03.2013 um 16:36 Uhr) Grund: Beiträge zusammengeführt
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  #7  
Alt 30.07.2009, 18:57
Ebs Ebs ist offline
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Standard AW: pT2a G3 / dann cT4: Blasenerhalt durch Radiochemotherapie.

Hallo allerseits,

für den Fall, dass es jemand interessiert, möchte ich nach Blasenspiegelung (Juni) und halbjährlicher MRT (Juli) mal kurz Zwischenbericht geben.

Die Harnblase sieht gut aus von innen und außen und der weitere Bauchraum gibt momentan keinen Anhalt zu evtl. Metastasen.
Mein Allgemeinbefinden ist nach wie vor bestens und es gibt auch keinerlei Beeinträchtigungen bezüglich meiner Blasenfunktion.

Fazit: Nach nun gut 2 1/2 Jahren habe ich meine Harnblase immer noch, obwohl sie schon Anfang 2006 (mein erster Urologe) entfernt werden sollte.

Für mich war meine Entscheidung, mich keinesfalls von meiner Blase trennen zu wollen, vollkommen richtig.
Man muss also durchaus nicht immer nur ausgetretene Pfade gehen (Blase raus), um erfolgreich zu sein.

Ich wünsche allen ebenfalls Betroffenen die für sie richtigen Entscheidungen zu treffen.

Mit herzlichen Grüßen

Ebs
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  #8  
Alt 11.02.2010, 22:38
Ebs Ebs ist offline
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Hallo allerseits,

nach gut 6 Monaten wieder mal ein Zwischenbericht für diejenigen Leidensgefährten, die sich für den Fortgang meiner Blasenkrebsgeschichte als eine evtl. Alternativmöglichkeit zur allgemein üblichen totalen Blasenentfernung interessieren.

Alle zwischenzeitlichen Kontrollen beim Urologen waren ohne Befund, die letzte MRT von vorgestern völlig unauffällig, kein Anhalt von Rezidiven.

Die Teilentfernung (1/3) meiner Harnblase liegt jetzt gut 2 1/2 Jahre zurück, die Radiochemotherapie gut 2 Jahre.

Mir geht es nach wie vor bestens, meine immer noch eigene Harnblase ist nach wie vor voll funktionsfähig und ich habe keinerlei Beschwerden oder Beeinträchtigungen, die erwähnenswert wären.

Ein Glück für mich, dass ich mich damals gegen eine Totalentfernung entschieden habe und meine Ärzte der Urologie und Strahlenklinik im Klinikum Frankfurt (Oder) diese Entscheidung mitgetragen haben und so erfolgreich umgesetzt haben.

Manchmal lohnt es sich eben doch, auch neue Wege zu gehen.

Allen Betroffenen wünsche ich alles Gute und beste Heilungserfolge, egal für welchen der Wege !

Mit besten Grüßen
Ebs
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  #9  
Alt 24.04.2010, 08:31
kornelia12345 kornelia12345 ist offline
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Hallo,
wie lange sind Sie bei der Teilresektion Ihrer Harnblase im Krankenhaus gewesen?
Liebe Grüße
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  #10  
Alt 10.05.2010, 22:05
Ebs Ebs ist offline
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Hallo Kornelia,

Entschuldigung, dass ich erst heute antworte, aber irgendwie klappt es nicht mit der Benachrichtigung über einen neuen Eintrag.

Ich war 10 Tage im Krankenhaus.

Gruß Ebs
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  #11  
Alt 16.09.2010, 10:32
Ebs Ebs ist offline
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Hallo allerseits,

nur kurz der aktuelle Stand meiner Geschichte:

Letzte MRT vom 16.8. 2010, weiter alles OB, mir und meiner Harnblase geht es nach Teilentfernung (1/3) und anschließender RCT (2007) nach wie vor einfach prächtig,
und das, obwohl nach der Auffassung meines ersten Urologen die Blase schon Anfang 2006 raus sollte.

Mit besten Grüßen
Ebs
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  #12  
Alt 02.02.2011, 20:07
Ebs Ebs ist offline
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Hallo allerseits,

nur ein kurzer Zwischenstand:

Blasenspiegelung Anfang Januar ohne Anhalt auf Rezidiv, Blasenschleimhaut leicht gerötet wie schon vor 6 Monaten, wahrscheinlich eine Nebenwirkung der Bestrahlungen, die aber keine Beschwerden macht.

Ultraschall der Blase und Nieren ebenfalls OB.

Bleibt nur zu hoffen, dass auch außerhalb der Blase alles ruhig bleibt.

Die nächste MRT ist erst im Sommer (letzte Sommer 2010), nur noch jährlich, weil die 1/3-Teil-Blasenentfernung im Sommer 2010 drei Jahre zurücklag.

Ansonsten bin ich mit meinem Befinden voll zufrieden.

(Vor nunmehr genau 4 Jahren sollte ich meine Blase schon erstmals verlieren und habe sie immer noch !!! )

Beste Grüße
Ebs
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  #13  
Alt 17.10.2011, 17:20
Ebs Ebs ist offline
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Daumen hoch AW: pT2a G3 / dann cT4: Blasenerhalt durch Radiochemotherapie.

Hallo allerseits,

nur am Rande und der Vollständigkeit halber ganz nebenbei:

Hatte heute meine nach nunmehr 14 Monaten jetzt nur noch jährlich einmal stattfindende planmäßige Kontroll- MRT (Becken).

Nach der ersten oberflächlichen Auswertung: Alles im grünen Bereich, keine beunruhigenden Veränderungen gegenüber der MRT (Harnblase und Umfeld) vom Vorjahr.
(Die nächste Spiegelung (halbjählich) ist in einem Monat.)

Ich bin jetzt also 4 Jahre aller Wahrscheinlichkeit nach krebsfrei und immer noch im Besitz meiner, wenn auch um 1/3 kleineren, vollfunktionsfähigen Blase.

Ich drücke allen weiter die Daumen für eine erfolgreiche Behandlung, egal welchen Weg der Behandlung sie beschreiten.

Mit besten Grüßen

Ebs
__________________
2005: pT1, G2-3; Mitomycin- Instillationen
2007: Rezidiv pT2a, G3/ dann cT2b, G3; 1/3- Harnblasen- Teilentfernung; RCT: 2 Zyklen Cisplatin/Carboplatin, 33 Bestrahlungen.
3/2011: Bis heute OB; 6/2012: weiterhin OB
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  #14  
Alt 22.06.2012, 22:58
Ebs Ebs ist offline
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Hallo,

nur mal wieder kurz ein Lebenszeichen von mir, denn ich lebe noch und mir und meiner Harnblase geht es gut.

Fast 5 Jahre sind jetzt nach meiner Teil-OP und RCT vergangen und bis heute keine bis jetzt nachweisbare Krebsneuerkrankung.

Ich hoffe nun nur, dass es weiter so bleibt.
Im August ist die nächste Spiegelung angesagt.

Es lohnt sich also doch, über neue Wege nachzudenken und sie zu versuchen, wenn man eine totale Blasenentfernung, so wie ich, ablehnt.

Mein Weg kann anderen Betoffenen vielleicht Mut machen.

Gruß Ebs
__________________
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3/2011: Bis heute OB; 6/2012: weiterhin OB
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  #15  
Alt 11.10.2012, 16:15
Ebs Ebs ist offline
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Hallo allerseits,

wieder mal kurz der aktuelle Stand:

MRT vor einer Woche ohne neuen Krebsbefund, ebenso die letze Spiegelung vom 21.8.12. !
Das beruhigt doch wieder und lässt auf weiter gute Ergebnisse hoffen. Gut 5 Jahre sind ja nun rum !

Trotzdem gab es in den letzten Monaten Panikmomente.

Im Januar und Februar hatte ich plötzlich mehrmals am Tag für mich massiven Blutabgang beim Wasserlassen. (Ein dunkler Rotwein sah farblich nicht besser aus. )

Panik war angesagt.

Zum Urologen: Der riet zu Abwarten, es kann laut kurz zuvor gewesener Spiegelung und MRT nichts Dramatisches sein und nicht aus der Blase kommen, evtl. durch RCT geschädigte Blutgefäße in der Prostata, auch evtl. begünstigt durch eine noch weiter zurückliegende Prostataverkeinerung mittels Laser.

Nach Tagen war das Ganze dann abgeklungen und vorbei.

Nach wieder massiver Blutung ( mehrmals rotweinartig) an einem Wochenende (Februar) panikartig zur Rettungsstelle.
Ergebnis: Blutverlust nicht beängstigend, gründlicher Ultraschall ohne Befund. Sofortmaßnahme nicht nötig. Wieder beim Urologen vorstellen.

Die dann erfolgte Spiegelung beim Urologen nach Ende der Blutungen endete ohne Erkennen einer Ursache.
Keine neue Diagnose.

Alle paar Wochen habe ich jetzt mal etwas mehr oder weniger deutlich sichtbares Blut im Urin, auch von unterschiedlicher Dauer.

Ich lebe jetzt damit und hoffe, dass es evtl. doch wieder mal ganz verschwindet. Jedenfalls gerate ich jetzt nicht mehr in Panik und betrachte es als relativ harmlos.
Ansonsten geht es mir ja auch blendend.

Die letzten Untersuchungsergebnisse (siehe oben) scheinen das zu unterstützen.

Mein Fazit nach 5 Jahren:
Meine Entscheidung vor gut 5 Jahren gegen eine Totalentfernung der Harnblase war für mich völlig richtig ! Welch ein Gewinn !!!

Mit besten Grüßen
Ebs
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