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  #1  
Alt 30.03.2017, 13:15
Lizanne Lizanne ist offline
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Beiträge: 1
Standard Lymphom 4B, palliative Behandlung empfohlen - woher weitere Informationen?

Hallo,
meiner Mutter wurde heute nach längerer Diagnosephase vor weiterem Gespräch am Abend mitgeteilt, dass sie an Lymphdrüsenkrebs (mir und ihr unklarem Typs, lt. Aussagen der Ärzte bislang Vd. auf Morbus Hodgkin), Stadium IV B erkrankt sei. Bislang waren wir nach Aussagen aus der Klinik von einem Erkrankungsstadium II B ausgegangen. Sie hat einen Tumor auf der Lunge, der wohl zu groß sei um sinnvoll behandelt zu werden und Metastasen an der Wirbelsäule. Einen ausführlichen Befund erhält sie heute am Abend.
Sie ist sehr rüstig, momentan ob des Diagnoseprocederes und der Bewältigung der veränderten Perspektiven auf das Leben mitgenommen, sonst war sie bislang körperlich sehr fit.
Das "kurativ" auf der Krankenakte wurde gestrichen und nun durch "palliativ" ersetzt.
Nun traf mich diese Mitteilung heute Vormittag sehr. Ich würde mich gerne informieren - über Behandlungsmöglichkeiten (palliativ aber auch kurativ) aber vor allem auch darüber, wo man in Deutschland kurzfristig noch eine Zweitmeinung durch Spezialisten einholen kann.

Vielen Dank im Voraus!!!!!

Lizanne
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  #2  
Alt 31.03.2017, 14:34
Safra Safra ist offline
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Ort: Sachsen-Anhalt
Beiträge: 545
Standard AW: Lymphom 4B, palliative Behandlung empfohlen - woher weitere Informationen?

Hallo,

vielleicht findest Du hier

https://www.krebsinformationsdienst.de/

Hilfe. Du kannst dort auch anrufen.

Viele Grüße! Safra
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  #3  
Alt 03.04.2017, 19:54
lotol lotol ist offline
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Beiträge: 561
Standard AW: Lymphom 4B, palliative Behandlung empfohlen - woher weitere Informationen?

Hallo Lizanne,

vielleicht hilft zur ersten Orientierung diese recht gute Übersicht zu Morbus Hodgkin:
http://www.apotheken-umschau.de/Hodgkin-lymphom

Was Du hier beschreibst:
Zitat:
meiner Mutter wurde heute nach längerer Diagnosephase vor weiterem Gespräch am Abend mitgeteilt, dass sie an Lymphdrüsenkrebs (mir und ihr unklarem Typs, lt. Aussagen der Ärzte bislang Vd. auf Morbus Hodgkin), Stadium IV B erkrankt sei. Bislang waren wir nach Aussagen aus der Klinik von einem Erkrankungsstadium II B ausgegangen. Sie hat einen Tumor auf der Lunge, der wohl zu groß sei um sinnvoll behandelt zu werden und Metastasen an der Wirbelsäule. Einen ausführlichen Befund erhält sie heute am Abend.
klingt für mich etwas merkwürdig, weil nach längerer Diagnose (wie lange und wo gemacht?) ja ein Verdacht bestätigt werden können sollte oder auch nicht.

Bei Lymphdrüsenkrebsen ist das zwar oft nicht ganz einfach, weil es so viel unterschiedliche gibt, aber dennoch liegt schließlich der Sinn einer Diagnose darin, daß man hinterher sagen kann, was da eigentlich wirklich los ist.
Letztlich hängt davon dann auch die weitere mögliche Vorgehensweise ab.

Nach dem ausführlichen Befund seht Ihr dann hoffentlich etwas klarer.
Eine zweite Meinung einzuholen, scheint mir jedenfalls ratsam zu sein.


Liebe Grüße
lotol
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Krieger haben Narben.
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  #4  
Alt 05.04.2017, 16:06
lotol lotol ist offline
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Beiträge: 561
Standard AW: Lymphom 4B, palliative Behandlung empfohlen - woher weitere Informationen?

Hallo Lizanne,

zu den Lypmphomen "kramte" ich (wußte nicht mehr genau, wo das stand ) noch das hier heraus:
http://www.lymphome.de/Netzwerk/Bros..._Flyer2014.pdf

Auch dem ist entnehmbar, daß die Heilungschancen bei Lymphomen an sich recht gut sind.
So weit das ein bösartiges NHL-Lymphom anbelangt, kann ich das nur bestätigen.
Glücklicherweise.

Das Glück dabei beinhaltet aber zweierlei:

1) Heilung setzt voraus, daß der Lymphdrüsenkrebs rechtzeitig genug erkannt wird, um wirklich noch (vollumfänglich) plattgemacht werden zu können.
Soll heißen:
a) im günstigsten Fall beschränkt sich (auch ein bösartiger) LK-Krebs nur auf das Lymphsystem selbst, wobei er auch an mehreren Stellen in ihm auftreten kann.
b) im ungünstigeren Fall hat er aber auch bereits auf andere Organe übergegriffen, was natürlich eine Heilung erschweren kann.
Die Schwierigkeit dabei kann auch darin liegen, daß es (im Gegensatz zu a) auch umgekehrt sein kann.
D.h., daß der Krebs ausgehend von anderen Organen auf das Lymphsystem übergegriffen hat.
Doch selbst dann kann eine Heilung noch möglich sein.
Genauer gesagt dann, wenn es noch möglich ist, die Krebse separat "erschlagen" zu können.
Mit unterschiedlichen Mitteln - evtl. auch bei (nahezu) gleichzeitiger Kombination von ihnen.

Inwieweit das möglich ist, können aber nur Ärzte beurteilen bzw. "anleiern".
Womit wir auch bei dem für das o.g. Glück ebenfalls wesentlichen Punkt sind.

2) Eine erfolgreiche Behandlung (v.a. bei 1) b)) setzt voraus, daß wir Patienten das Glück haben, in die "richtigen Hände" zu kommen.
Was, wenn man hier im Forum so manches gelesen hat, nicht unbedingt selbstverständlich ist.


Zitat:
Sie hat einen Tumor auf der Lunge, der wohl zu groß sei um sinnvoll behandelt zu werden und Metastasen an der Wirbelsäule...
...Sie ist sehr rüstig, momentan ob des Diagnoseprocederes und der Bewältigung der veränderten Perspektiven auf das Leben mitgenommen, sonst war sie bislang körperlich sehr fit.
Das "kurativ" auf der Krankenakte wurde gestrichen und nun durch "palliativ" ersetzt.
Was Dich/Euch "umtreibt", ist einigermaßen nachvollziehbar.
Hinterfragt bitte sehr genau, warum "kurativ" gestrichen wurde!
Sowie auch, warum ein kombinierter Einsatz unterschiedlicher Mittel als nicht mehr erfolgversprechend eingeordnet wird.

Und bemüht Euch bitte dazu auch um eine "Zweitmeinung".
Was auch immer dabei herauskommt:
Viel Glück dabei.


Liebe Grüße
lotol
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Krieger haben Narben.
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