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  #1  
Alt 14.06.2017, 09:08
Sternchen1983 Sternchen1983 ist offline
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Rotes Gesicht Malignes Melanom - Frage zu Clark Level

Hallo Zusammen,

ich habe gestern die Diagnose Malignes Melanom erhalten.

Ich habe von 5 Wochen meine Tochter zur Welt gebracht und das Muttermal wurde während meiner Schwangerschaft entdeckt. Dort wurde mir aber von der Entfernung abgeraten um das Wohl meines Kindes nicht zu gefährden.

2 Wochen nach der Geburt war dann der Eingriff und gestern dann die Schockdiagnose:

Superfizell spreitendes malignes Melanom
Tumordicke: 0,55
Clark Level: IV
pT1a
keine Ulzeration, keine Mitoserate

Der Nachschnitt wurde gestern gleich durchgeführt. Der Arzt sagte, ich muss mir in meinem Fall keine Sorgen machen weil die Tumordicke unter 1mm liegt. Was ich nur nicht verstehe ist mein schlechter Clark Level Wert. Der Arzt sagte, dass mit diesem Wert nicht mehr gearbeitet wird er steht dennoch auf dem Befund.

Und dieser beschreibt ja die Eindringungstiefe die bei mir mit Level IV hoch ist wie ich finde. Verstehen tue ich den Unterschied Breslau/Clark jedoch nicht.

Weitere Therapien wie Sono, Blutbild etc hält er auch nicht für notwendig. Lediglich die Nachsorge von einem halben Jahr sollte ich einhalten (Pass wurde mir ausgehändigt).

Kann mir jemand helfen und mir das mit dem Clark Level erklären? Ich kann mich seit gestern nicht mehr richtig um meine kleine Tochter kümmern weil ich seelisch nicht in der Lage dazu bin.

Ich freue mich auf eure Antworten oder Emails.
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  #2  
Alt 14.06.2017, 10:02
P. S. P. S. ist offline
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Standard AW: Malignes Melanom - Frage zu Clark Level

Hallo Sternchen,

erst mal Willkommen bei uns, auch wenn du ungern da bist.

Deine Situation ist meiner sehr ähnlich. Außer der Dicke nach Breslow mit 0,5 mm sind alle Werte gleich.
Der jetzige Stand ist wirklich so, dass der Clark-Level nicht mehr so wichtig genommen wird wie die Dicke nach Breslow. Die Haut ist an verschiedenen Stellen unterschiedlich dick, so dass, wie bei uns, auch bei "dünnen" Melanomen ein hoher C-L erreicht werden kann. Bei mir war's am Fußrücken, natürlich eine andere Situation als z.B. am Oberschenkel. Keine Ulceration und Mitose sind auch positiv zu werten.
Dein Hautarzt hat lt. den Leitlinien gehandelt, in dem Stadium sind keine weiteren Untersuchungen nötig, außer Lymphknotensono, aber vielleicht kannst du das mit deinem Hausarzt abklären. Ich hatte, da in einer Hautklinik, die an ein allgemeines Klinikum angeschlossen ist, Röntgen und Sono, wie zu erwarten, o.B. Habe jetzt auch nur den halbjährlichen Hautcheck, im Wechsel zwischen Hautarzt und - klinik.
Mach dich jetzt bitte nicht verrückt. Es ist erst mal ein Schock, aber die Chancen für uns, dass da nichts mehr nachkommt, stehen wirklich gut.
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  #3  
Alt 14.06.2017, 18:03
Than Than ist offline
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Standard AW: Malignes Melanom - Frage zu Clark Level

Hallo Sternchen,

auch ich möchte dich hier herzlich begrüßen.

Den Unterschied zu erklären, ist mit Bildern eigentlich einfacher, aber ich probiere es mal so.
Bei der Tumordicke geht es genau um das, wonach es benannt ist. Nämlich darum, wie dick der Tumor ist in seiner Ausdehnung von der Hautoberfläche in die Tiefe. Wie groß ein Melanom an der Hautoberfläche ist, ist völlig irrelevant.
Der Clark-Level hat mit dem Aufbau der Haut zu tun. Die Haut ist in mehrere Schichten unterteilt, in denen es verschiedenen Strukturen und Gefäße gibt. Da die Haut nicht an allen Körperstellen gleich dick ist, sind auch diese Schichten unterschiedlich dick. So kann es dazu kommen, dass schon bei geringer Tumordicke ein hoher Clark-Level erreicht wird und umgekehrt. Früher wurde diesem Wert eine große Bedeutung beigemessen. Heute zählt aber vor allem die Tumordicke. Dass der Clark-Level immer noch angegeben wird, ist also eher historisch bedingt. Er hat aber einen nur sehr geringen Einfluss auf die weitere Krankheitsentwicklung.

Also, bei dir wurde das Melanom schon sehr früh entfernt und alle Tumordaten sind positiv zu bewerten. Du musst dir da jetzt wirklich keine Sorgen machen. Geh nur regelmäßig zur Nachsorge.

Und nun kannst du dich wieder um deine kleine Maus kümmern

LG Than
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  #4  
Alt 15.06.2017, 10:55
Sternchen1983 Sternchen1983 ist offline
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Standard AW: Malignes Melanom - Frage zu Clark Level

Hallo Than,

vielen Dank für die lieben Worte und die Erklärung. Jetzt habe ich es verstanden.

LG
Sternchen
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  #5  
Alt 17.06.2017, 17:20
Sänger1107 Sänger1107 ist offline
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Standard AW: Malignes Melanom - Frage zu Clark Level

Moin, Sternchen
Erstmal meinen herzlichsten Glückwunsch für Mama werden. So'n neues Leben ist schon was Feines .
Than hat das schon superklasse erklärt. Wichtiger ist, das offensichtlich bei dir nichts gestreut hat, das ist dann auch viel wichtiger als der Clark Level. Ich hatte Clark Level III, am Rücken, also auch relativ dünne Haut mit 2 Metastasen 3mm und 1,5mm Eindrintiefe. Und gestreut. Und siehste...es ist 3 Jahre her und ich kann immer noch schreiben hier. Bisher alles gut.
Also, mach' dir nicht so'n Kopf, lebe und hab' Spaß daran und widme dich deiner kleinen Maus...DAS sollte Mittelpunkt sein, nicht die Kackbratze.
Immer alle Näven gut beobachten und die Nachsorgen wahr nehmen,dann bist du schon auf'm guten Weg.

Ganz liebe Grüße an alle Mütter

der Sänger
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  #6  
Alt 27.06.2017, 22:45
Sternchen1983 Sternchen1983 ist offline
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Standard AW: Malignes Melanom - Frage zu Clark Level

Hallo ihr Lieben,

mittlerweile sind seit meiner Diagnose 2 Wochen vergangen. Als ich heute zum Fäden ziehen war, habe ich einen weiteren Fleck gezeigt, der mir auch "komisch" vor kam. Daraufhin wurde dieser auch entfernt. Nun heißt es wieder 2 Wochen warten...ich habe solche Angst und hoffe das dies jetzt nur eine Vorsichtsmaßnahme vom Arzt ist aber der Fleck ist schon jahrelang bekannt und war nie ein Problem.

Mein Befund vom Nachschnitt war noch gar nicht eingegangen obwohl 2 Wochen rum sind. Hoffentlich kein schlechtes Zeichen.

Ich habe tatsächlich noch ein paar Fragen an euch (ihr kennt euch ja wirklich sehr gut aus...)

- Worauf muss ich jetzt beim Befund vom Nachschnitt achten?

- Thema Nachsorge, die mache ich jetzt halbjährlich im Tumorzentrum (Kontrolle, Sono, Blutbild). Ist es richtig, dass ich nun für 5 Jahre in so guten Händen bin das quasi wenn was nachkommt es (hoffentlich) früh genug erkannt wird? Sprich ist das nicht sogar ein Vorteil gegenüber anderen gefährdeten Patienten die nicht diese Nachsorge genießen dürfen?

Ich hoffe es sind nicht zu viele Fragen und ich bin gespannt auf eure Antworten.

Ich wünsche euch einen schönen Abend!

Sternchen

Geändert von gitti2002 (28.06.2017 um 00:14 Uhr) Grund: NB
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