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  #16  
Alt 26.02.2018, 09:33
Däumling Däumling ist offline
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Standard AW: Wenn ich doch nur schlafen könnte...

Mein lieber Papa.
Du fehlst mir so!
Gestern haben wir uns mit der Trauerrednerin getroffen.
Ihr kanntet euch. So bekommt deine Rede noch etwas persönlicheres. Das finde ich irgendwie schön. Hoffe wir haben auch die passende Musik ausgewählt. Und ein schönes Foto haben wir auch :-)
Ich glaube, du wärst stolz auf mich gewesen.
Obwohl meine Schwestern teilweise wirklich seltsame Dinge von sich gaben, bin ich ruhig geblieben. Und auch in Bezug auf haus räumen etcpp...
Am Ende wird trotzdem kaum einer von denen da sein.
Gestern hab ich mir die neue Wohnung von meinem Bruder angesehen. Die mag ich leiden. Altbau, schöne hohe Decken. Er hat sich noch mal bedankt, dass ich ihn da unterstützt habe bzw unterstütze. Im Moment nimmt er viel an von dem was man ihm sagt.
Ich werde nun mal deine Enkeltochter bespaßen.

Ich hab dich lieb!
__________________
Alles Liebe
Däumling
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Geliebter Papa 21.11.1956-26.01.2018
Mein tapferer Kämpfer, mein Held, mein Herz.
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Papa: SPRK Diagnose 09/17, OP 10/17, Bestrahlung ab 12/17, Rezidiv wuchert ins Bronchialsystem Ende Dez 17
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  #17  
Alt 28.02.2018, 22:54
Däumling Däumling ist offline
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Standard AW: Wenn ich doch nur schlafen könnte...

Lieber Papa,
In 2 Tagen ist es soweit.
Dann ist deine Beerdigung
Und langsam bekomme ich immer mehr Angst vor dem Tag.
Dann muss ich dich wirklich loslassen. Natürlich nur im übertragenen Sinn.
Es wäre viel schöner, wenn ich dich mit der Urne bei mir behalten könnte. Aber das geht ja leider nicht 😔
Ich habe heute viel sortiert, und eine Tasche gepackt mit Kleidung von dir. Vielleicht mag mein Bruder sie nehmen. Den Pullover den ich dir zu deinem Geburtstag schenkte werde ich behalten. Du hast ihn ja nur ausgezogen, damit ich ihn ab und zu waschen kann.
Heute abend habe ich meinen brief an dich geschrieben.
Und auch wenn ich wenig weine, du fehlst mir so sehr!
__________________
Alles Liebe
Däumling
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Geliebter Papa 21.11.1956-26.01.2018
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Papa: SPRK Diagnose 09/17, OP 10/17, Bestrahlung ab 12/17, Rezidiv wuchert ins Bronchialsystem Ende Dez 17
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  #18  
Alt 01.03.2018, 22:31
Clea Clea ist offline
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Standard AW: Wenn ich doch nur schlafen könnte...

Ich werde morgen an dich denken.
__________________
Meine Ma
17.9.1957-19.2.2017, 59 Jahre, Lungenkrebs mit Hirnmetastasen
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  #19  
Alt 02.03.2018, 00:22
Däumling Däumling ist offline
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Standard AW: Wenn ich doch nur schlafen könnte...

Danke liebe Clea.
Heute schaute sich meine 15 Monate alte Tochter ein Foto an von meinem Papa.
„Opa da“
Ich musste sofort losweinen. Sie hatte soviel Liebe in ihrem Blick.
Auch wenn sie es noch nicht versteht, hab ich ihr erklärt, dass opa nun ein engel ist und das er bestimmt gut auf uns aufpasst.
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Däumling
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  #20  
Alt 02.03.2018, 19:18
Däumling Däumling ist offline
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Standard AW: Wenn ich doch nur schlafen könnte...

Lieber Papa,
nun bist du beerdigt.
Es fühlt sich ganz komisch an.
Und es war auch ganz komisch.
Die trauerrednerin steckte fest wegen eines Unfalls.
Und so mussten wir improvisieren.
Ich habe dann die Rede gehalten. Ganz ohne Vorbereitung.
Ich hoffe, ich habe es gut gemacht.
Ich glaube, du hattest da deine Finger im Spiel.
Die Sonne schien wunderschön, auch wenn’s wirklich bitterkalt war.
Es sollte alles so sein.
Ich hoffe, du findest nun deinen Weg zu deinen Lieben im Himmel.

Ich hab dich lieb 😘
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Däumling
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  #21  
Alt 16.03.2018, 23:06
Däumling Däumling ist offline
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Standard AW: Wenn ich doch nur schlafen könnte...

Mein lieber Papa.
Vor 2 Wochen haben wir dich beerdigt.
Ich habe diese 2 Wochen recht gut gemeistert.
Und nun sitze ich seit 1 Stunde vor den Trauerkarten und der Rede die mir die Rednerin zugeschickt hat. Und es kullern die Tränen.
Gerade bin ich alleine, die Männer sind alle zum Sport, die kleine schläft.
Und ich fühle mich auf einmal ganz alleine.
Vielleicht liegt es daran, dass ich heute auf dem Geburtstag meiner Freundin war und ihre Eltern auch da waren. Das war soviel Familie. Soviel, was ich nun so nicht mehr habe. Keinen papa mehr zum in den Arm nehmen. Einfach mal kurz drücken.keine witze mehr reissen. Ich kann dir nicht voller Freude das Kleid für die Hochzeit zeigen. Kein foto von dem kleinen Blumenmädchen schicken.
Es ist das erste Mal seit du gestorben bist, dass ich mich nicht auf das freue, was in den nächsten Wochen ansteht. Jetzt kommt wohl die Trauer. Das begreifen.
Du bist fort.
Schwarz auf weiß steht es hier.
Und es hat mich gerade eiskalt erwischt.
Ich liebe dich mein Papa. Und das wird auch immer so bleiben!
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Alles Liebe
Däumling
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Geliebter Papa 21.11.1956-26.01.2018
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  #22  
Alt 21.06.2018, 22:01
Däumling Däumling ist offline
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Standard AW: Wenn ich doch nur schlafen könnte...

Mein liebster Papa,

Drei Monate war ich nun nicht hier im Forum.
Zuviel war hier los.
Zuviel wo du gefehlt hast.
Oft sitze ich da und starre ins Leere.
Immer öfter habe ich keine Motivation die Dinge die noch zu erledigen sind anzugehen. Dabei sind sie so wichtig.
Du hättest mich motiviert auf deine Art.
Ich schlafe immer noch schlecht.
Je mehr Zeit vergeht, desto schwerer fällt es mir, damit umzugehen.
Ich bin erschöpft.

Du fehlst mir sehr.
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Däumling
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  #23  
Alt 13.07.2018, 01:41
Däumling Däumling ist offline
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Standard 6 Monate später

Ihr Lieben,
auch wenn ihr jeder euer eigenes schweres Päckchen zu tragen habt, möchte ich mich an euch wenden.
Vielleicht erinnert sich jemand an den kurzen Leidensweg meines Papas.
Diagnose Speiseröhrenkrebs im September 2017, gestorben ist er am 26.01.18
Ein halbes Jahr ist es nun her.
Ein halbes Jahr, in dem das Erbe auf mir lastet.
Soviel anzugehen, und alles schiebe ich vor mir her. Ich bewege mich in mini Schritten. Ich schlafe schlecht, oft viel zu spät, so wie heute.
An manchen Tagen komme ich überhaupt nicht „aus‘m Knick“
Ich künmere mich zwar um Haushalt und Kinder aber ich scheue Verabredungen, sage sie oft im letzten Moment ab.(abgesehen von 2 Freundinnen)
Ich mag nicht sprechen. Auch nicht über alltägliches. Ich mag einfach nur meine Ruhe.
Ich weine wenig. Nicht, weil mein Papa mir nicht fehlt. Im Gegenteil. Aber ich kann einfach nicht.
Liegt es daran, dass ich mein ganzes Leben stark sein musste und nie gelernt habe, trauern zu dürfen? Dabei habe ich einen tollen Mann mit tollen Schwiegereltern. Wunderbare Kinder. Ich bin nicht alleine. Und doch irgendwie einsam.
Ich bin müde, erschöpft, ausgelaugt, kraftlos, werde immer schmaler, obwohl ich esse.
Soviel ist schon passiert in diesem Jahr. Zuviel? Mehr als ein Mensch tragen kann?

Heute habe ich mich das erste mal gefragt, ob das der Anfang einer Depression ist.
Oder steckt etwas anderes dahinter?

Ich bin ratlos. Drehe mich im Kreis und weiß gar nicht so recht, was ich hören möchte.
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Alles Liebe
Däumling
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Geliebter Papa 21.11.1956-26.01.2018
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  #24  
Alt 13.07.2018, 09:45
monika.f monika.f ist offline
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Standard AW: Wenn ich doch nur schlafen könnte...

Liebe Däumling,

ich schreibe jetzt wieder mal als Angehörige statt als Betroffene. Meine Mutter ist Ende November 208 5 Monate nach Diagnose Gallengangskarzinom gestorben, während ihrer Erkrankung war mein Vater gleichzeitig krank, teilweise mit ihr zusammen auf dem Zimmer, teilweise ganz woanders in Kliniken.

Ich habe in Erinnerung, dass ich immer nur hin und her gefahren bin zwischen meiner Mutter, meinem Vater und meiner eigenen Wohnung, alles ca. 200 km voneinander entfernt. Mit Ärzten reden hier und dort, alles organisieren. Und dann das 'Ergebnis', dass meine Mutter doch gestorben ist und mein Vater 10 Wochen nach ihr.

Also ich kann verstehen, dass Du Dich ausgelaugt fühlst, und ein halbes Jahr ist keine Zeit, um sich erholen zu können. Bei mir hat es Jahre gedauert, und ich bin immer noch nicht mit allem fertig. Psychologische Unterstützung hatte ich, würde ich Dir auch empfehlen, aber das macht ja nichts ungeschehen. Praktische Unterstützung hatte ich durch meinen (jetzigen) Mann und meinen Freundeskreis, dafür bin ich sehr dankbar. Es bleibt aber dennoch viel an einem selber hängen.

Gib Dir doch einfach Zeit, das wäre mein Vorschlag. Wenn Du Deine Ruhe haben willst, dann sag das den anderen. Ich denke, das wird jeder verstehen. Das mit dem Weinen ist so eine Sache, ich konnte und kann es auch nicht so richtig. Du kannst nichts erzwingen.

Aber pass auf Dich auf! Das habe ich nicht gemacht, bin in längst vergangene ungesunde Muster verfallen und hatte 2013 selbst meine erste Krebsdiagnose, mit 53, also viel früher als meine Mutter. Letztes Jahr dann im Oktober 2017 der Speiseröhrenkrebs, wie Dein Vater Plattenepithelkarzinom, allerdings hatte ich keine Komplikationen bei der Operation. Die letzten Monate war ich quasi gezwungen, mich nur um mich zu kümmern, hätte keine alten Eltern betreuen oder für Kinder da sein können. Da frage ich mich manchmal, musste es so weit kommen? (Es ist nun mal umstritten, welche Rolle die Psyche bei der Krebsentstehung spielt.)

Liebe Grüße,

Monika
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  #25  
Alt 20.07.2018, 11:19
Positiv_Denken Positiv_Denken ist offline
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Standard AW: Wenn ich doch nur schlafen könnte...

Es tut mir sehr leid dass es Dir so schlecht geht.
Monika hat Dir ja schon Psychologische Unterstützung vorgeschlagen. Ich finde das durchaus sinnvoll. Ich hatte vor vielen Jahren mal eine leichte Depression. Eine Psychotherapie war für mich damals das beste was mir passieren konnte.

Ich persönlich werde zu dem Hypnosetherapeuten meiner Mutter gehen. Da habe ich mich im Gespräch so gut aufgehoben gefühlt.
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  #26  
Alt 13.08.2018, 01:18
Däumling Däumling ist offline
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Standard AW: Wenn ich doch nur schlafen könnte...

Danke für eure lieben Worte.
Ich bin noch nicht bereit, Hilfe anzunehmen.
Ich komme da ganz nach meinem Papa. Ich will das alleine schaffen. Ich habe immer alles alleine geschafft. Ich kann das alleine schaffen.
Nicht ganz alleine natürlich. Ich habe einen tollen Mann, tolle Freunde. Aber niemand der so einen wichtigen Menschen verloren hat, kann diese Gefühle nachvollziehen.
Einzig mein bester Freund verlor seinen Vater ebenfalls und weiß wie sich das anfühlt. Und was das in einem anrichtet. Und eben auch das ein „das wird schon wieder“ nicht hilft. Es wird nicht wieder. Es wird nicht wieder wie es war. Papa kommt nicht zurück.


Ich bin momentan in einer anderen Trauerphase wie es scheint.
Bei bestimmten Tätigkeiten sehe ich bestimmte Orte aus der Zeit wo ich Papa im Krankenhaus besuchte.
Zb wenn ich an der Nähmaschine sitze. Immer wenn ich eine Naht setze, sehe ich den einen Flur der Klinik wo er von dem Beatmungsgerät entwöhnt wurde.
Immer wenn ich in mein auto steige sehe ich einen bestimmten straßenabschnitt den ich fuhr wenn ich zu ihm in die klinik fuhr.
Wenn ich in mein Portemonnaie sehe, sehe ich mich in der Cafeteria stehen, 2 coffee to go holen, die Bildzeitung schon in der Handtasche.
Usw.

Manchmal frage ich mich:
Hätte ich etwas anders machen können?
Hätte ich mehr für ihn machen können?
Habe ich in seinem Sinne entschieden?
Hätte ich noch öfter fahren sollen? Nicht 4 mal die Woche sondern täglich?

Ich hätte viel früher viel mehr machen müssen. Für ihn, mit ihm... wenn er es doch nur zugelassen hätte.
Nun hab ich noch soviel Liebe für meinen Papa übrig und kann sie ihm nicht mit auf den weiteren Weg geben.
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Däumling
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Geliebter Papa 21.11.1956-26.01.2018
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  #27  
Alt 13.08.2018, 07:21
fluturi fluturi ist offline
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Standard AW: Wenn ich doch nur schlafen könnte...

Liebe Däumling,

diese Phase kenne ich auch. Manchmal schießt mir eine Szene in den Kopf und katapultiert mich komplett zurück. Das ist für mich immer sehr schmerzhaft. Aber ich will das auch nicht verlieren. Ich hab das Gefühl, dann verliere ich ihn noch mehr.

Mein Papa ist fast genau ein Jahr vor deinem gestorben. Ich habe inzwischen Phasen, da lebe ich ohne durchgehend diese riesige Last zu spüren. Aber genauso habe ich Phasen, in denen ich an nichts anderes denken kann.
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Die höchste Form der Hoffnung ist die überwundene Verzweiflung. - Albert Camus
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  #28  
Alt 14.08.2018, 12:04
Positiv_Denken Positiv_Denken ist offline
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Standard AW: Wenn ich doch nur schlafen könnte...

Ich mache mir auch viele Gedanken ob ich was ändern hätte können.
Derzeit mache ich mir Vorwürfe, mit meiner Mutter zu wenig über das Sterben gesprochen zu haben. Wir haben es komplett ausgeblendet das sie den Krebs nicht überleben könnte. Wir waren alle nicht darauf vorbereitet dass sie so schnell geht.
Aber hätte es ihr vielleicht geholfen über das Sterben mit mir zu sprechen? Und nicht immer nur von mir zu hören das alles wieder gut wird??
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  #29  
Alt 14.08.2018, 14:45
monika.f monika.f ist offline
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Standard AW: Wenn ich doch nur schlafen könnte...

Ich vermute mal, wir haben alles richtig gemacht. Es sind kleinen Dinge, die Zweifel auslösen, geht mir auch so. Aber das Entscheidende ist doch, das gemacht zu haben, was möglich war. Meine Eltern hatten früher, als sie noch nicht krank waren, mir viel weniger zugetraut. Was nagt, ist, dass man sie nicht gesund machen konnte, aber so was geht eben nicht.

Seit ich selbst krank bin, sehe ich viel Hilfsbereitschaft in meinem Umfeld. Das tut mir gut. Gesund machen können mich höchstens die Ärzte (ich hoffe, sie haben es in meinem Fall geschafft). Aus der Perspektive wünscht man sich Verschiedenes: Ablenkung von der Krankheit, aber auch drüber reden dürfen. Praktische Unterstützung, aber auch andersrum mal was zurückgeben zu können. Nicht aufgegeben zu werden.

Und das habt Ihr doch gemacht! Ich auch. Die Bilder sehe ich noch jetzt nach fast 10 Jahren, vergessen werde ich das wohl nie.

@Däumling,

ich habe letztens ein Foto von mir und meinem Vater gesehen und auch wieder die Ähnlichkeit bemerkt, äußerlich aber auch vom Ausdruck her. Es hat mich ergriffen, aber auch gefreut.

Grüße,

Monika
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  #30  
Alt 16.08.2018, 14:05
Däumling Däumling ist offline
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Beiträge: 96
Standard AW: Wenn ich doch nur schlafen könnte...

Ich bin meinem Papa wie aus dem Gesicht geschnitten.
Und auch von Charakter her habe ich soviel von ihm.
Manchmal muss ich grinsen , wenn mir auffällt, dass das gerade original mein papa war der da durchblitzte.
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Däumling
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