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  #16  
Alt 17.07.2018, 20:01
md_73 md_73 ist offline
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DarthVader danke Dir wie auch allen anderen für die Motovation. Mit ein paar Tagen Abstand sammeln sich langsam die Gedanken wieder, auch die verbesserten Blutwerte lassen die Kopfkinovorstellungen zumindest mal keine Überlänge mehr haben. In wenigen Tagen geht es mit der Familie an den Bodensee und die Gedanken an das "faule Ei" bleiben dann zu Hause. Zumindest die Meisten.
Mal eine dumme Frage in die Runde: Kann es sein, dass die von Herrn Mischtumor erzeugten Eiweiße zu Sodbrennen führen? Ich mampfe Säureblocker und sobald ich diese absetze isses wieder da. Spiegelung im Mai war unauffällig.
Ich kämpfe im Kopf noch mit den möglichen Nebenwirkungen der Chemo. Nach dem Motto Krebs weg, Lunge hin, oder taub oder ne Niere die kündigt. Man googlet dann doch zu viel, und dann wieder eure eher aushaltbaren Erfahrungen... Das sind so die derzeitigen Vorstellungen im Kopfkino. Vor allem am Abend, wenn Familie und Co im Bett sind. Immerhin husten auch die Flöhe nach ein paar Tagen Abstand zur Diagnose leiser. Vielleicht habt Ihr ja noch ein paar Tipps, wie ich den Kopf effektiv und positiv auf den Gegenschlag vorbereiten kann.
War heute übrigens beim Ohrenarzt. Höre für mein Alter noch sehr gut, und dass als DJ...
Der Kardiologe kommt erst kommende Woche aus dem Urlaub, dann sind wir am See, aber ich hoffe dass ich von da aus einen zeitnahen Termin koordinieren kann.
Abschließend noch ne Frage: Wart Ihr vorab mal, also bevor es losging, beim ambulanten Onkologen? Mein Urologe hat nur mit ihm telefoniert, kennen sich gut, der Urologe ist sehr gut vernetzt. Also zum Infogespräch...ist ja meist schwierig wegen Terminfindung. Sollte man das machen oder geht alles seinen Gang. Und letzte Frage für heute, dann bringe ich den Kleinen zu Bett... Würdet Ihr stationär auch im Heimkrankenhaus machen ( Hier ist die Urologie ganz gut ), oder z.B in ne Uni-Klinik gehen?
Gerne höre ich von Euch...

Liebe Grüße und einen schönen Sommerabend

md
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  #17  
Alt 17.07.2018, 20:29
Golsen Golsen ist gerade online
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Hallo md_73

Zu deinen Fragen:

Kopfkino: Das ist immer ein heikles Thema, weil es auf die Psyche der Person ankommt. Ich z.B. war auch vorher schon Hypochonder, nicht so geil mit Krebs und Chemo

Aber ich hatte keine Komplikationen und relativ wenig Nebenwirkungen. Es ist daher wichtig, den Kopf zu beruhigen. Dazu gibt es individuelle Wege.

Mir hat Ablenkungen geholfen (Serien), aber auch Atem- oder Entspannungsübungen (Jacobsen Progressive Muskelentspanning => Youtube Barmer Videos kann ich empfehlen). Anderen hilft Sport und es ist sowieso gut, um die Chemo zu verkraften. Mach was mit deinem Kind, das lenkt sowieso ab

Wenn du für sowas offen bist: Geh zum Psychoonkologen. Oft können die auch anderen Übungen oder Techniken anbieten, um mit der Situation umzugehen.

Onkologen: In der Regel geht alles bei den Urologen seinen Weg. Ich musste nicht viel machen (einmal hat eine Ärztin den Zyklus zu spät angesetzt, aber das merkt man dann selbst ).

Also du brauchst zur Vorsorge keinen Onkologen, vor allem wenn der Therapieplan steht. Allerdings kann er für die Nachsorge sehr sinnvoll sein, weil sich eigentlich Urologen in der Regel nicht wirklich mit Nebenwirkungen (gerade im Magen-Darm-Bereich oder Blutbild) auskennen.

Krankenhaus: Die Standards-PEBs kann man eigentlich überall machen. Wenn es nur um die Chemo geht, schafft das jeder Arzt. Bei schwierigeren Therapien würde ich in eine Uni-Klinik gehen. Wenn die Betreuungssituation in dem Krankenhaus gut ist und sie Erfahrung mit Chemo haben, spricht nichts dagegen.

Bei Zweitmeinungen würde ich mich aber immer auch im Uni-Kliniken informieren.


Und zum Abschluss wünsche ich einen guten Urlaub
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1/18: Innere Blutung - Entfernung eines Bauchhodens (nonseminom 90% Chorionkarzinom / 10% seminom, Beta HCG bei 26.000)
2/18 - 5/18: 4xPEB (danach: Marker negativ)
6/18 offene, linksseitige RLA (2 cm Resttumor und 14 LKs entfernt: tumorfrei)
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9/18 nächstes MRT
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  #18  
Alt 17.07.2018, 20:32
axiom axiom ist offline
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Die muskulatur, die den Magen und die Speiseröhre trennt ist leider sehr stress sensetiv. Zusätzlich verspannt sich das zwerchfell ubd drückt auf den magen. Das kann bei körperlichem oder seelischem stress vorkommen, das man sodbrennen hat und darunter leidet.
Probier mal bei akutem sodbrennen ein andizida (Ren...), ansonsten hat mir extrem eine lowcarb kur über 2 monate gut getan in kombination mit sport (protonenpumpenhemmer aufnimmerwiedersehen).

Ein geheimtipp unter den internisten ist auch gurkenschale wie kautabbak kauen. Aber das hat bei mir zumindest nicht so viel geholfen wie ein halbes Ren..
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9/18 MRT Abdomen: Alles i.O.
7/18 Tumormarker weiterhin negativ
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  #19  
Alt 18.07.2018, 07:28
DarthVader DarthVader ist offline
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Alter du bekommst 3 Zyklen - das ist fuer einen normalen gesunden Koerper absolut auszuhalten.
Dir wird weder die Lunge krepieren noch die Niere kuendigen.
(Das was du liest sind Sonderfaelle... das sind dann Leute die 1,60 gross sind, 35 Kilo wiegen mit weisser Haut und roten Augen die sowieso das ganze Jahr dahinkraenkeln) :-)

Ich hoere heute (hatte selbst Stadium 2A und 3 Zyklen PEB) genau so gut wie vor der Chemo.
Von den Begleiterscheinungen der Chemo spuere ich heute nichts mehr.
Keine tauben haende, keine Neuropathie, kein gar nix.

Bei mir war das Koerperliche wie gesagt auch nicht viel schlimmer als ne mittelstarke Grippe. Meine Psyche ist nur eingeknickt (klar ich dachte vor dem Fiasko ich waere unsterblich. Diese eigene Sterblichkeit zu realisieren hat mir alles gekostet. Hab geheult, hab gehadert, Stress und Gewichtsverlust waren die Folge und das hat mich noch mehr fertig gemacht.

Da ist aber jeder anders und ich hab mich leider erst nach der Chemo hier angemeldet so dass ich keinen Zuspruch und Aufmunterung von Betroffenen erfahren hatte.

Die Erfahrung von Betroffenen macht hier vieles wieder gut und egalisiert diese Krankheit etwas da man sieht dass eigentlich fast alle mit einem mehr oder minder blauen Auge aus der Scheisse rauskommen. - So auch DU

Deine Chemo kannst du zur Not auch im Provinz-KH machen. Die Schemata die du bekommst sind ja genormt und in den Leitlinien verankert.

ist wie bei Mc-Donalds: Egal ob in New-York oder in Bangladesch - ein Big Mac schmeckt immer gleich - Warum? Weils immer die gleiche Rezeptur ist.

Denk immer positiv und schau dass du alles so machst, dass es fuer dich leichter ist. (Naehe zu den Aerzten, Essen worauf du Lust hast wenn du Lust hast) - schaff dir fuer ein paar Monate Netflix an oder Amazon Prime und fuell deinen Kuehlschrank mit Joghurt und anderen Milchprodukten.
Sachen gegen Verstopfung sind auch nicht schlecht weil dein Darm durch die Chemo traeger werden wird.

Immer dran denken: Stuhlgang ist der Orgasmus des kranken Mannes und halt uns auf dem laufenden - geniesse aber jetzt erstmal deinen Bodensee-Urlaub. Ist ja grad Obst- und Gemuese Saison auf Reichenau - hach ja... Bodensee... und ich bin ab naechste Woche in Venedig gefangen

Hab euch alle lieb!

Geändert von gitti2002 (18.07.2018 um 10:43 Uhr) Grund: NB
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  #20  
Alt 18.07.2018, 08:50
Golsen Golsen ist gerade online
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Soll man jetzt mit der Gefangenschaft auf Venedigt mitleid haben

Aber sonst stimmt vieles, was der Sith Lord gesagt hat. Und wenn es Komplikationen gibt, sind die Ärzte auch fix da. Lieber mal nachfragen, aber nicht verrückt machen. Es ist machbar, wenn auch nervig
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  #21  
Alt 18.07.2018, 10:14
md_73 md_73 ist offline
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Zugegeben, bei dem Gedanken an die Gefangenschaft in Venedig war ich auch tief "bestürzt" .
Ansonsten hoffe ich heute, dass die Rückenschmerzen heute auch wirklich nur Rückenschmerzen sind und versuche mich mal heute mit den Urlaubsvorbereitungen etwas vom Thema zu entfernen.
Ich wünsche Euch allen einen sonnigen Mittwoch....
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  #22  
Alt 18.07.2018, 10:32
DarthVader DarthVader ist offline
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Also Leute bitte... es ist eine Insel... also bin ich gefangen - zugegeben mit dem besten Essen, der schoensten Architektur und der huebschesten Frau der Welt...
Bin ja alter Italien-Urlauber - und wenns nur fuer ein Wochenende pro Quartal ist (wohn ja nicht weit weg) - von daher ist es auch fuer mich grad noch so auszuhalten.

HA!!! vor 5 Jahren hatte ich echt gedacht, ich wuerd nie wieder in mein geliebtes Italien kommen weil mich der Krebs dahinrafft und ich nach der Chemo die restlichen paar Jahre als Zombie dahinvegetiere bevor mich das Rezidiv endgueltig dahinrafft.

Seht ihr - so bloed war ich mal... heute jammere ich hier rum wie gut es mir geht

Also: Selbst wenn es euch grad echt beschissen geht: Nehmt mich Angsthasen als Mittelbeispiel. Ich habs geschafft und bin heute trotz des immer kleiner werdenden Damokles-Schwert ueber mir - guter Dinge und freue mich meiner Gesundheit.

Hoffe meine gute Laune schenkt euch allen Zuversicht und Lebensmut

Wird alles wieder gut - versprochen.
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  #23  
Alt 20.07.2018, 09:37
md_73 md_73 ist offline
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Moin zusammen,

nach zwei halbwegs guten Tagen fickt mich das Kopfkino heute ordentlich. Ziehen im Kreuz - Gedanke: Sind die beiden Lymphknoten von 1,4 nun auf Tischtennisballgröße trotz entferntem Primärtumor...Neben dem Knoten im verbliebenen Ei auf Höhe der "Stichprobennarbe" ertaste ich ne kleine Verhärtung auf der Unterseite - Gedanke: na die haben doch vorher alles geschallt und die Struktur war homogen, auch die Probe war ohne Befund, haben die vielleicht was übersehen.
Auch habe ich keine Lust jetzt, zwei Wochen nach der OP und zwei Tage vorm Urlaub und auch währenddessen eine Verschlimmerung zu erfahren. Klar sagt mein Arzt dass in den drei Wochen seit OP nicht allzuviel passiert, aber - Gedanke: reagiert nicht jeder Körper anders?
Und dann habe ich gestern Abend, entgegen akloholfreier Vorsätze, seit der OP etwas der Weinschorle gefrönt. Nicht bis zum Dusel im Kopf, aber auch nicht nur genippt. Dabei wollte ich eigentlich überhaupt nix mehr trinken. Es war so ein Zwiespalt zwischen Körperschonung und Lebensqualität....
Wie gesagt: Kopfkino läuft - nächste Vorstellung 10:30

LG
md
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  #24  
Alt 22.07.2018, 08:18
md_73 md_73 ist offline
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Moin zusammen,

irgendwie schmerzt die Wunde wieder mehr.. und zwar zieht und zwickt es verstärkt von der, immer noch vorhandenen, leichten Schwellung unterhalb der Narbe abwärts bis zwischen die Beine.
Großartig überanstrengt habe ich mich nicht.
Mein Kopfkino verläuft in Wellen. Vorgestern war es ganz ok, heute Nacht war ich ein Nervenbündel. Hinzu kommen Schmerzen im Rücken. Weniger im Nierenbereich, eher rund um den Beckenknochen. Dennoch spinne ich mir was zurecht. Oder sollte sich hier doch zweieinhalb Wochen nach CT etwas "austoben"? Vielleicht liegt es auch daran, dass ich seit meiner Kindheit und seit ich einordnen kann was das für ne Krankheit ist immer wieder Ängste entwickelt habe daran zu erkranken. Und dieser Alptraum nun Realität ist. Auch wenn gut behandelbar und gute Heilungsprognose und "wenn Krebs dann dieser".... Da sind die Hirnwindungen derzeit stärker. Trotz prychoonkologischer Beratung.
Wir fahren heute endlich an den See...hoffe die Fahrt verläuft gut und das Hirn wird frei. Die Wochen danach werden mich eh noch beschäftigen.

LG
md
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  #25  
Alt 22.07.2018, 10:41
Golsen Golsen ist gerade online
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Ich kenne die Ängst. Schon vor meiner Krebserkrankung war ich auch Hypochonder (mittelstark) und hatte sogar mal eine Verhaltenstherapie gemacht, um das besser in den Griff zu bekommen. Durch Krebs wurde die Thematik leider nicht besser. Gerade eben habe ich sehr niedrige Eisenwerte (Ferritin bei 13 und 12, Norm ist so 30) und hatte heute ein bisschen Blut im Stuhl. Da spielt der Kopf natürlich verrückt, werde es morgen auch abklären lassen. Aber faktisch müsste man eher ne Darmspiegelung machen

Aber zu dir: Solche Ängste kommen immer in Schüben, gerade wenn irgendwelche Stellen sich nicht rund anfühlen. Dann fängt man an zu denken. Wenn dann noch relativ berechtigte Sorgen hinzukommen, kann man eigentlich sich kaum noch richtig ablenken und die Angst steigert sich (kann sogar bis zur Panikattacke laufen, wenn man Pech hat).

Hier gibt es bestimmte Techniken, die relativ gut helfen (Ablenkung, Entspannungsübungen, bestimmte Denkmuster). Aber am Ende des Tages muss man sich mit sich selbst auseinandersetzen.

Was ich damit sagen will, da helfen keine 1-2 Sitzungen Psychoonkologe. Gerade wenn du solche Ängste schon länger hast, ist dein Körper & Geist sowieso an Angst als Modus gewöhnt. Diese Hirnwindungen haben sich schon verfestigt. Das kann man nur über die Zeit abstellen bzw. entwöhnen (ganz weg geht das nie).

Nimm den Krebs auch als Anlass ruhig mehr zu überdenken / neu zu handeln. Solange alles rundläuft, kann man soweiter machen. Aber Krankheiten oder Stresssymptome (Angst ist eins davon) sind Zeichen, dass etwas nicht passt.

Jetzt aber viel Spaß am See. Das ist schonmal ein guter Schritt
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  #26  
Alt 24.07.2018, 07:14
DarthVader DarthVader ist offline
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Ich versprech dir zu 100& dass du keine Tennisball-Lymphknoten bekommst oder hast. Jeder koerper reagiert unterschiedlich allerdings folgt Wachstum auch dem Gesetz der Natur.
Ich haette noch nie gelesen, dass nach 2-3 Wochen die LK so dermaßen anschwellen.
Das was du hast ist ein Clown der dir zwischen die Fontanellen sch…..
Ganz einfach und verständlich - ANGST.

In Angstzustaenden uebertreibt man gerne was auch normal ist - ist ja eine Artl Selbstschutz vom Koerper/Psyche her.

Mach dir keine Sorgen und um Hilmmels Willen verwaessere doch den guten Wein nicht mit etwas so schnoedem wie Wasser!!!

Geniesse dein Leben, uebe dich nicht in Verzicht. Leben ist Einstellung - lass dich doch nicht vom Krebs das nehmen was dich ausmacht.

Ich habe mich waehrend der Chemo genug in Verzicht geuebt. Danach wenns wieder aufwaerts geht, werden die Laster die dich ausmachen wieder ohne Gewissensbisse genossen - Verstanden?

Ich will in keiner Welt leben in der ich nicht das essen oder trinken darf was ich moechte. Ich liebe meinen Scotch, eine Zigarre dazu... schones rotes Fleisch - blutig mit Kartoffeln und Gemuese mit viel Butter, Kaese, Gin und Wein. Wenn ich das nicht mehr habe oder es mir verbiete, hoere ich auf zu sein.

Begrab deinen Clown in der hintersten Ecke deines Kopfes und lass ihn da verrotten. Kein Grabstein, keine Lieder - Je eher du anfaengst desto besser denn glaub mir, selbst bei mir kommt er manchmal zurueck und spukt wie ein Gespenst durch meine Gehirnwindungen.

alles Gute fuer dich und das Beste fuer uns alle

Geändert von gitti2002 (24.07.2018 um 16:03 Uhr)
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  #27  
Alt 28.07.2018, 08:30
md_73 md_73 ist offline
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Guten Morgen in die Runde und vielen Dank für die letzten Feedbacks.
Der Clown im Kopf hat sich im Laufe der Bodenseewoche beruhigt, wenn auch nicht ganz.
Ich habe da mal zwei Fragen in die Runde:
Wundschmerz:
Die Narbe sieht gut aus, dennoch habe ich unterhalb davonn noch immer eine leichte und schmerzlose Schwellung. Außerdem zieht es noch ordentlich zwischen den Beinen, vor allem beim Sitzen, wenn ich das Bein drehe oder auch beim Husten und Niesen. Habe mich weitestgehend geschont und schiebe es derzeit auf die Autofahrten zum See und den Ausflügen hier. Auf einen Leistenbruch hätte ich nun ergänzend so gar keine Lust:
Frage 01: Sind die Schmerzen im Heilungsverlauf nach drei Wochen normal da unten tief drinne ?

Der Clown im Kopf befasst sich derzeit eher mit dem rechten Hoden, der neben einem Knoten direkt an der Narbe der Gewebeprobe zwei weitere kleinere aufweist, einen direkt daneben, einen weiteren im unteren Bereich des Hodens. Soweit ich weiß werden zwei Proben genommen. Sollte mich das, nach nachweislich homogener Struktur ( Ultraschall am Tag vor der OP ), beunruhigen oder gibt der Clown hier ne Sondervorstellung?

Montag habe ich den nächsten Termin beim Urologen, dann auch mit Antwort aus dem Zweitmeinungszentrum und festlegen der weiteren Schritte.

Sonnige Seegrüße

md
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  #28  
Alt 28.07.2018, 09:08
Mäx Mäx ist offline
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Hallo md,

schön, dass es dir besser geht.

Zitat:
Zitat von md_73 Beitrag anzeigen
Die Narbe sieht gut aus, dennoch habe ich unterhalb davonn noch immer eine leichte und schmerzlose Schwellung. Außerdem zieht es noch ordentlich zwischen den Beinen, vor allem beim Sitzen, wenn ich das Bein drehe oder auch beim Husten und Niesen.
Also ich denke das ist vollkommen normal mit der Schwellung...war bei mir auch so. Gerade wenn es nur leicht und schmerzlos ist und dann noch speziell bei den hohen Temperaturen momentan.

Zu der Sache mit dem rechten Hoden...mach dich nicht verrückt und gib deinem Körper etwas Zeit. Der Eingriff ist erst 3 Wochen her und das muss erst einmal alles richtig verheilen. Ich persönlich taste da aktuell (1 Monat nach der OP) noch nicht zu viel rum bzw mache mir da keine großen Sorgen, wenn eine Unebenheit da ist, da es aktuell alles noch in der Wundheilung steckt. Wenn du Montag ein Termin hast, ist doch prima. Dann lass den Urologen doch nochmal drauf schauen.

Ich vermute stark es ist alles im grünen Bereich! Genieße das schöne Wetter!

Gruß Max
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  #29  
Alt 31.07.2018, 20:21
md_73 md_73 ist offline
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Guten Tag,

zurück vom See, bei dem der Clown 80% der Zeit im Kopf nichts zu sagen hatte, war ich Montag nochmal beim Urologen. Nachdem die letzte Markererhebung unter dem Grenzwert war, möchte er nun bis zur Chemo, die wohl am 13. August, also fünf Wochen nach OP und wohl auch zunächst stationär beginnen wird nichts mehr machen, da er davon ausgeht das sich hier nichts signifikant entwickeln wird. Narbe verheilt auch gut und die Knoten rechts führt er definitiv auf die Biopsie zurück. Diese war übrigens ohne Bedfund. Inzwischen liegt mir auch der genaue Befund der Histologie des entfernten Eis vor. Demnach handelt es sich um einen Mischtumor aus 30% Seminom und 70 % ebryonalem Karzinom. Dottersackzellen wurden keine gefunden. Eine leichte Verhornung im embryonalen Karzinomanteil lässt laut Befund an Reste eines Teratoms denken, wobei in dem komplett aufgearbeiteten Hodentumor keine weiteren Teratomanteile mehr nachweisbar sind. Die Verhornung liegt unter 1% des gesamten Hodentumors. Der Dreckskerl hat sich auch in die Lymphspalten außerhalb des Hodens infiltriert und auch in die Gefäße. Das erklärt natürlich die Lymphknoten unterhalb der Niere. Der Tumor hatte eine Größe von 2,2x2x0,8 cm.
Diese Woche wird geklärt ob die Chemo im hiesigen Stadtkrankenhaus gemacht werden kann oder ich etwa in die 50 KM entfernte Uni-Klinik muss...
Soweit das Neueste aus der Hodenredaktion...
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  #30  
Alt 03.08.2018, 08:32
md_73 md_73 ist offline
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Guten Morgen in die Runde.
Gestern hat mich mein Urologe angerufen. Er hat wohl länger mit der leitenden Ärztin der onkologischen Abteilung des Uni-Klinikums telefoniert, die Dame sitzt auch im Gremium das die Leitlinien festlegt.
Es gäbe offenbar in meinem Stadium auch andere Mittel und Wege alternativ zur Chemo. Diese Erkenntnisse seien noch recht neu und wohl auch vom Zweitmeinungszentrum bestätigt. Genaueres sagte er mir am Telefon nicht, am Montag habe ich Termin bei ihm, dann bekomme ich Details.
Frage an Euch: Habt Ihr ähnliches gehört? Wenn ja: Wie könnten diese Methoden aussehen? ( W&S?, OP? ) und gibt es Erkenntnisse über Erfolgsschancen und Rezidivquoten im Vergleich zu PEB?
Danke für Euer Feedback---
Und grundsätzlich: Heute vor vier Wochen war die OP....müsste nicht langsam mal was passieren?

LG

Geändert von gitti2002 (03.08.2018 um 15:13 Uhr)
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