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  #1  
Alt 29.08.2004, 18:32
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard "Schneegestöber "bei 12-jährigem

Mein 12-jähriger Sohn wurde vor 4 Tagen an den Hoden operiert. Grund waren plötzliche Schmerzen am Morgen in den Hoden, wie er sie vor seiner Hydrocelen-Op vor vier Jahren kannte. Damals wurden dabei die Hoden fixiert, um einer Torsion vorzubeugen.
Da der Urologe jetzt nicht den Grund der Schmerzen diagnostizieren konnte, überwies er uns direkt an den damals operierenden Prof., da dieser auch den besseren Ultraschall hätte ("mit Doppler"). Der zunächst im Krankenhaus untersuchende Arzt diagnostizierte eine Hydatidentorsion und eine eventuelle Hodentorsion. Außerdem wäre in beiden Hoden ein ausgeprägtes "Schneegestöber" zu sehen. Hierzu wurde mir gesagt, dass dies nicht normal sei und bei der sofort folgenden OP eventuell direkt eine Gewebeprobe entnommen würde. Dies würde jedoch der "Chef" = Prof. entscheiden. Da mein Sohn zu diesem Zeitpunkt noch nüchtern war, war er auch ruck zuck unterm Messer.
Selbst geschockt durch die ganze Situation, dabei ein weinendes Kind beruhigend, konnte ich gar nicht so schnell reagieren,um nachzufragen, was das mit dem "Schneegestöber" denn alles bedeuten kann, da der Arzt, als er die ganze Latte an möglichen Risiken (bishin zur Entfernung der Hoden!!!) aufzählte und in seinen von mir zu unterschreibenden Bogen aufschrieb,nebenbei auch erwähnte, dass die Veränderung in den Hoden(=Schneegestöber) ja auch kanzerös sein könne.
Noch bevor ich nach Luft schnappen konnte, sah ich nur noch den Rücken der Ärzte. Nach der OP erfolgt die kurze Info. des Prof. auf dem Gang, dass er die Hydatide abgetragen habe und einen Hoden fixiert habe. Eine Gewebeprobe habe er auch entnommen. Ergebnis kommt in einer Woche. Und weg war er. Ich Schaf stand immer noch da, wie ohnmächtig, anstatt ihn mit Fragen zu bombardieren.
Jetzt hier meine Frage:

Weiss einer von euch etwas über dieses Schneegestöber? Das Internet hat bisher nicht viel hergegeben.
Kann es normal sein bei einem Kind? Ist dieser Befund immer in Zusammenhang mit mit einer bösartigen Krankheit zu sehen?

Übrigends: Sohnemann war am nächsten Tag schon wieder fit. Die Schmerzen waren weg und nur noch ein leichter Wundschmerz zu spüren.
Bei der Entlassung war wieder keine Möglichkeit wegen der Schneegestöber-Sache zu fragen, da mein Sohn anwesend war und ich ihn nicht unnötig ängstigen möchte.

Gruss von einer sehr beunruhigten Mutter
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  #2  
Alt 30.08.2004, 00:14
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard Verkalkung

Liebe Conny,
bei dem sog. "Schneegestöber" handelt es sich wohl um Verkalkungspigmente. Sie werden auch als "Pfeffer und Salzsyndrom" bezeichnet. Als möglicher Verursacher kommen Mumps in Frage. Es wird, zumal wenn die Hoden auffällig klein sind und die Spermienproduktion gering oder unbefriedigend sein sollte, von einer geringfügig erhöhten Tumorgefahr ausgegangen. Das muß jedoch nicht sein. Auf dem Ultraschall sehen diese Verkalkungen wie kleine weiße Punkte aus, daher der Name. Laßt euch auf jeden Fall von einem guten Urologen in Ruhe beraten, ob zukünftige Kontrolluntersuchungen angesagt sind. Habt keine Angst, die notwendigen Fragen auch den Ärzten zu stellen.
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