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  #1  
Alt 23.11.2004, 14:11
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Standard Ablatio - was erwartet mich??

Hallo,

bei mir wurde vor 5 Monaten BK diagnostiziert. Tumor war so groß dass man sich zu einer Neoadjuvanten Chemo entschieden hat. Er ist zwar ein wenig kleiner geworden, trotzdem wird man mir die Brust komplett entfernen müssen. Vielleicht hört sich meine Frage blöd an, aber auf was muss ich mich jetzt einstellen. Ich würde dies gerne von Betroffenen hören. Die Ärzte sagen mir nur, dass es an und für sich "körperlich kein Problem sei" und ich anschließend auch wieder alles machen werde können.

Meine Frage ist nun, was genau wird bei dieser OP gemacht. Bleibt die Haut aussen herum so wie sie jetzt ist und nur das "Innere" wird entfernt? Von wo bis wo hat man normalerweise eine Narbe? Ist es eine schmerzhafte Geschichte?

Vielleicht können mir hier ein paar Betroffene mehr Informationen zukommen lassen.

Liebe Grüsse,
Silvia
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  #2  
Alt 23.11.2004, 14:43
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Standard Ablatio - was erwartet mich??

Hallo Silvia,
ich bin vor 3 Wochen operiert worden. Nach einer Woche war ich schon wieder zu Hause. Bei mir wurde die li Brust entfernt u. auch einige Lymphknoten.

Ich hatte Glück und konnte bereits am 1. Tag den Arm recht gut bewegen und ich habe auch - dank meiner eigenen Gymnastik zusätzlich zu den täglichen Übungen der Krankengymnastin - überhaupt keine Schwellungen u. Einschränkungen.

Die Narbe sieht mittlerweile, wo nur noch wenig Schorf ist, ganz gut aus. Einfach eine dünne Linie. Zum Glück mußte man mir nichts vom Brustmuskel entfernen, also nur die Brust, das Drüsengewebe.

Man kann sich also schlecht mit anderen vergleichen, denn jeder Krebs ist anders und somit auch jede OP und jedes Ergebnis.

Aber vor der Prozedur als solche mußt Du Dir keine unnötigen Sorgen machen. Es wird gewiß alles gut gehen.

Wenn sich bei mir nicht im Nachhinein Wundwasser gebildet hätte, was man alle 2,3 Tage punktiert hat (schmerzlos!) wäre ich noch weniger eingeschränkt gewesen.

So bin ich gestern erst das 1. Mal wieder selbst Auto gefahren, allerdings nicht angeschnallt, habe mir eine Ausnahmegenehmigung auf unbegrenzte Zeit ausstellen lassen.

Alles wird gut! Ich drücke Dir die Daumen.
Liebe Grüße, Hannika
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  #3  
Alt 23.11.2004, 19:11
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Standard Ablatio - was erwartet mich??

Hallo Silvia,
meine ablatio war vor 2 1/4 Jahren. Ich hatte mir die OP sehr viel schlimmer vorgestellt. Ich hatte wirklich kein einziges Mal Schmerzen, die Wunde heilte innerhalb kürzester Zeit und hatte auch danach nie Probleme. Bei mir sind auch alle LK entfernt worden, sehr viele waren befallen. Anfangs hatte ich eine leichte Schwellung des Armes, zwischenzeitlich ist das aber auch viel besser.

Ich habe aber auch einen sehr kompetenten Arzt, der mich operierte. Er ist auch mein Onkologe, zu ihm hatte ich von Anfang an vollstes Vertrauen.

Liebe Grüsse und alles wird gut.
Brigitte
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  #4  
Alt 23.11.2004, 19:47
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Standard Ablatio - was erwartet mich??

Hallo Silvia,

meine Ablatio war im Juni d.J. mit LK-Entfernung. Ich hatte wirklich keinerlei Wundschmerz. Ich konnte bereits 1 Stunde nach dem Aufwachen aus der Narkose aufstehen. Dank einer Physiotherapeutin, die gleich am nächsten Tag bei mir in der Klinik war, machte ich die Übungen für meinen Arm von Anfang an gezielt, so dass ich keinerlei Bewegungseinschränkung habe. Die Narbe ist erstklassig verheilt. Meine Narbe ist ca. 16 cm lang und verläuft quer über der ehemaligen Brustwarze bis zum vorderen Achselabschnitt. Es ist alles ganz flach bei mir, ja sogar ein bisschen "eingefallen" in dem Bereich, wo vorher die Brustwarze war.
Insgesamt hatte ich bisher keine Probleme mit meinem Aussehen nach der OP, auch keine psychischen Beeinträchtigungen, zumal mein Mann wie eine Wand hinter mir steht!!!
Ich hatte meine OP am Freitag, bin dann am Mittwoch darauf aus dem KH entlassen worden und habe am Montag, also 10 Tage nach der OP bereits wieder in meinem Akkordeonorchester mitgespielt. Autofahren konnte ich bereits nach 1 Woche wieder.
Also Kopf hoch, mit ein bisschen Mut und Zuversicht wirst du die Sache sicherlich mit Bravour überstehen. Das wünsche ich dir zumindest.

Liebe Grüsse
Regina
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  #5  
Alt 23.11.2004, 21:03
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Standard Ablatio - was erwartet mich??

Hallo Silvia,
ich hatte im letzten Jahr Ablatio rechts und hatte kaum Schmerzen nach der OP. Bin am selben Abend noch wieder aufgestanden und am Tag nach der OP mit der Krankengymnastik angefangen. Am 3. Tag nach der OP wurden die Drainagen gezogen. Nach 5 Tagen war ich schon wieder zu Hause. Die Narbe geht bei mir vom Brustbein bis unter die Achsel, sieht aber ganz gut aus und das ist eben ganz platt (ich meine keine überschüssige Haut oder so). Eigentlich mache ich auch alles so wie vorher, wegen der LK-Entnahme passe ich aber bei Verletzungen auf, da ich mir kein Lymphödem einhandeln möchte. Bewegungstechnisch habe ich gar keine Probleme.
Und optisch ist das für mich auch nichts negatives.
Viel Glück für die OP und liebe Gruesse
Birgit 64
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  #6  
Alt 24.11.2004, 00:29
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Standard Ablatio - was erwartet mich??

Hallo Silvia,
wegen invasivem Mamma-Ca rechts und links wurden mir, nach mehreren brusterhaltenden OP´s, Ende 2002 beide Brüste und Teile des Brustmuskels entfernt.
Die OP dauerte nicht sehr lange und ich hatte nur im Aufwachraum erträgliche Schmerzen
Die Narbe geht von einer Achsel zur anderen quer über den Oberkörper, ist völlig glatt und nur noch als feiner Strich zu sehen. Es hängt keine übrige Haut herum.
Habe genau wie meine Vorschreiberinnen keine psychischen oder physischen Beeinträchtigungen.
Einzig unter den Achseln habe ich manchmal (bei Wärme oder Überanstrengung) Schwellungen. Das kommt von den Lymphknoten-OP´s. Deswegen gehe ich zweimal pro Woche zur Lymphdrainage.
Wichtig ist, möglichst am Tag nach der OP mit Krankengymnastik zu beginnen.
Alles Gute für deine OP und Kopf hoch!
Liebe Grüße
Eva
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  #7  
Alt 24.11.2004, 14:15
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Standard Ablatio - was erwartet mich??

Liebe Silvia
Kann meinen Vorschreiberinnen nur zustimmen. Die Ablatio verursacht sehr wenig Schmerzen. Im Vergleich dazu waren die brusterhaltenden OPs, insbesondere die Lymphknotenentfernung schmerzhafter. Meine Ablatio war Ende September dieses Jahres. Auch psychisch war sie erstaunlicherweise nicht schlimm. Habe zuvor viel nachgedacht, geweint, mich verabschiedet und nach der OP war es dann einfach so. punkt.
Die OP bei der man eigentlich nur das Düsengewebe "rausschält", ist in den meisten Fällen nicht machbar, weil sie auch gefährlich sein kann und im Restgewebe Krebszellen bleiben könnten... Der ganze Aufwand sollte sich ja auch lohnen, nicht? Auch wird bei dieser Methode gleich aufgebaut. Musste Du aber noch bestrahlen, ist das nicht von Vorteil.
Ich habe übrigens nur im Spital einmal Physio gehabt und meine Beweglichkeit nicht forciert. Durch den Alltag mit kleinem Kind kommt das Training von alleine. Jetzt, nach fast zwei Monaten, kann ich schon fast alles wieder machen. Lass Dir einfach Zeit und tue Dir Gutes!
Falls Du die Lymphknoten auch entfernen musst, achte gut auf den Arm wegen der Oedeme. Für den Körper ist der Verlust der Lymphknoten schwieriger als der Verlust der Brust.
Wünsch Dir alles alles Gute und keine Angst!
Barbara
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  #8  
Alt 24.11.2004, 16:41
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Standard Ablatio - was erwartet mich??

Hallo Silvia,

Die Vorbehandlung war bei mir so wie bei dir, auch bei mir schrumpfte der Knotern unter der Chemo, trotzdem - im September wurde mir die rechte Brust und 9 Lymphknoten unter der Achsel entfernt. Ich hatte keine nennenswerten Schmerzen und war nach 5 Tagen wieder zu Hause. Die OP war für mich das kleinste aller Übel in der Behandlungsreihe. Ich hatte anschließend zwar auch mit Gewebsflüssigkeit zu tun und musste mehrfach punktieren lassen, konnte den Arm aber rechtzeitig zur Bestrahlungsserie wieder recht gut bewegen und es ging mir ziemlich gut. Mit der Krankengymnastik hatte ich erst nach der letzten Punktion begonnen.

Nun liegen nur noch 6 Bestrahlungen der Narbe an. Sie reicht vom Brustbein bis unter die Achsel. Während der Bestrahlung hat sich die Beweglichkeit leider wieder zurückentwickelt und Arm und Bestrahlungsfläche sind ziemlich empfindlich. Alles fühlt sich sehr stramm, irgendwie geschrumpft an. Ich schätze, das gibt sich wieder........

Ich erinnere mich sehr gut an das Angstgefühl angesichts des Verlustes der Brust und knabbere noch sehr an diesem Verlust, stehe aber doch hinter meiner Entscheidung zwecks Überlebens.

Die Operation als solche hat mich so wenig belastet, dass ich ohne Angst die Ablatio der linken Seite im kommenden Monat ins Auge fasse.....

Ich wünsche dir alles Liebe.

Gruß - Gerda
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