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  #1  
Alt 26.07.2018, 20:09
Daisha Daisha ist offline
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Standard Verdacht Lymphdrüsentumor

Hallo ihr Lieben,

Erstmal möchte ich meinen Respekt an euch aussprechen und wünsche jedem hier gute Besserung.

Nun zu mir ich bin 25 Jahre alt lebe im schönen Unterfranken bin seit 4 Jahren glücklich verheiratet und habe 2 Mäuse (Tochter 3 und Sohn wird am WE 2 Jahre alt).
Nach der Geburt meines Sohne 07/16 begannen meine Probleme, bekam Nesselsucht und es wurde immer schlimmer überall am Körper Quaddeln. Ich dachte das kommt vom Stress, weil der Kleine so Koliken hatte und nur schrie. Im November 16 wurde es so schlimm das die Lippen, Augen und Zunge anschwollen im KH sagte man es kommt vll von Nüssen, bekam Kortison Adrenalin und Kochsalz gut dann 3 Tage später wieder aber der ganze Rachen schwoll an wieder KH. Der Hautarzt überwies mich in eine Klinik dort musste ich streng diät halten, bekam Notfallmedis und das wiederholte sich bis 04/17 immer wieder. Es wurde eine Testung gemacht und es hieß ich habe eine Acetylsalicsäure intoleranz nun gut ich dachte das ist die Lösung.

Dann bekam ich immer wieder Herzrasen und rauschen in der Lunge, wurde alles auf die Intoleranz geschoben es wurde nicht besser immer schlimmer. Ich hätte Asthma und ich soll die Schilddrüse kontrollieren lassen, da hatte ich einen kleinen Knoten wohl nichts wildes und bekamm Medis dagegen. Aber immer noch Herzrasen teilweise Puls 120-220 Dauerpuls zwischen 70-80 naja dann vor 10 Wochen bemerkte ich einen Knubbel im Nacken ca. Erbsengroß ging zum Arzt, der meinte ich soll mal 2-4 Wochen warten aber er wurde größer ein zweiter gesellte sich unter dem Kieferwinkel und ein kleiner unter dem 1. Also wieder hin und alle 3 sind links, schmerzlos, nicht bewegbar, hart ich bin sehr sehr müde und schlapp rauschen in der Lunge wurde auch mehr im liegen merk ich einen Knubbel beim schlucken. 1. Knubbel ist 2,5cm der 2. Fast 4cm und der 3. 1cm das wurde schon geschallt. Der Hausarzt meinte er will mir keine angst machen aber er vermutet das es nichts gutes ist. bei meiner Frage was es sein könnte meinte er Tumore, aber er will sich natürlich nicht festlegen, ich wurde jetzt zum HNO überwiesen bin total platt.

Gab es bei Jemandem einen ähnlichen Verlauf? Was erwartet mich jetzt beim HNO? Krank wurd ich nicht hatte auch keinen Allergieschub oder andere Schmerzen. Der Hausarzt schließt zysten aus der CRP wert ist erhöht Trombos sind etwas erhöht meinte er noch

Ich bin total verwirrt echt...wie habt ihr den Krebs bemerkt?

Liebe Grüße
Daisha

Geändert von Daisha (26.07.2018 um 20:16 Uhr)
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  #2  
Alt 27.07.2018, 05:58
lotol lotol ist offline
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Beiträge: 608
Standard AW: Verdacht Lymphdrüsentumor

Liebe Daisha,

erst mal willkommen bei uns Lymphomikern, wenngleich es bisher nur nach einem Lymphom "riecht" und ein solches keineswegs definitiv diagnostiziert wurde.

Danke für Deine Wünsche zur Besserung.
Solltest Du wirklich ein Lymphom haben, wirst Du hier auch wiederholt nachlesen können, daß die i.d.R. ganz gut heilbar sind.

Zitat:
...naja dann vor 10 Wochen bemerkte ich einen Knubbel im Nacken ca. Erbsengroß ging zum Arzt, der meinte ich soll mal 2-4 Wochen warten aber er wurde größer ein zweiter gesellte sich unter dem Kieferwinkel und ein kleiner unter dem 1. Also wieder hin und alle 3 sind links, schmerzlos, nicht bewegbar, hart ich bin sehr sehr müde und schlapp rauschen in der Lunge wurde auch mehr im liegen merk ich einen Knubbel beim schlucken. 1. Knubbel ist 2,5cm der 2. Fast 4cm und der 3. 1cm das wurde schon geschallt. Der Hausarzt meinte er will mir keine angst machen aber er vermutet das es nichts gutes ist. bei meiner Frage was es sein könnte meinte er Tumore, aber er will sich natürlich nicht festlegen, ich wurde jetzt zum HNO überwiesen bin total platt.
Abgesehen von sonstigen merkwürdigen Erscheinungen deuten die Knubbel darauf hin, daß Dein Lymphsystem krass reagiert bzw. evtl. "überfordert" sein könnte.
Bzgl. der Größe der Knubbel (angeschwollene LK) verschätzt man sich meistens etwas, weil da ja beim Ertasten von ihnen auch noch mehr oder weniger "Schwarten" dazwischen liegen.

Allerdings werden Onkologen bei den von Dir gen. Größenordnungen von LK schon allmählich "nervös" und versuchen deshalb, das definitiv klären zu können.

Zitat:
Gab es bei Jemandem einen ähnlichen Verlauf? Was erwartet mich jetzt beim HNO? Krank wurd ich nicht hatte auch keinen Allergieschub oder andere Schmerzen. Der Hausarzt schließt zysten aus der CRP wert ist erhöht Trombos sind etwas erhöht meinte er noch

Ich bin total verwirrt echt...wie habt ihr den Krebs bemerkt?
Den Krebs bzw. sein "Daherwachsen" bemerkte ich überhaupt nicht, weil ich:

1) zeitlebens immer wieder an- und abschwellende LK hatte.
Solche habe ich auch heute noch/wieder - nach erfolgreicher Chemotherapie.
Ist für mich völlig "normal".
Kein Grund zur Beunruhigung.
Ganz im Gegenteil freue ich mich darüber, daß mein Immunsystem durch die Chemo wieder "aufgepäppelt" werden konnte.
Es funktioniert wie eh und je wieder zuverlässig.

2) die "Warn-Signale" meines Körpers falsch interpretierte.
Er "sendete" die zwar, aber ich "verstand" sie nicht.
Dachte, das sei sonstwas, das sich schon wieder legen/erledigen würde.
Bis mir innerhalb kürzester Zeit in der linken Leiste ein LK auf geschätzt in der Größe eines kleinen Hühnereis "herauswuchs".

Erst dann ging ich zu einem Internisten.
Alle Werte waren völlig i.O.
Nur bei der US-Untersuchung im Bauchraum stellte er etwas fest, das ihm unklar war.

Zu meinem Glück "schaltete er richtig durch":
Überwies mich sofort an ein externes Diagnose-Zentrum (Röntgen + CT) und nach dessen Befund "Verdacht auf ein Lymphom" auch wieder sofort an das ABC Klinikum Nord in Nürnberg.
Dort an eine Onkologin, zu der er mir versicherte, daß ich bei ihr "in den besten Händen" sei, weil er für mich nichts mehr tun könne.

Genau so war es dann auch:
Mit der Onkologin "lag ich auf einer Wellenlänge", und alles verlief so wie erhofft/gewünscht => Sehr gute Remission.

Was ich Dir insgesamt damit sagen will:
Dring bitte unbedingt darauf, daß eine CT-Untersuchung bei Dir gemacht wird, damit Klarheit bzgl. eines evtl. Lymphoms geschaffen werden kann.


Liebe Grüße und "guten Befund" konkreter Diagnosen.
lotol
__________________
Krieger haben Narben.
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  #3  
Alt 27.07.2018, 13:53
Daisha Daisha ist offline
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Beiträge: 2
Standard AW: Verdacht Lymphdrüsentumor

Hallo lotol
Danke für deine Nachricht sie beruhigt mich ja schon ein wenig. Man hört Tumor und ist direkt erschrocken.

Ich habe heute beim HNO angerufen und bat um Rücksprache. Er hat schnell zurück gerufen und meinte auch er schaut sich die "Knubbel" am Freitag mal genauer an und wird je nachdem eine biopsie anordnen. Erst wenn sich dann der Verdacht bestätigt spricht er solche Diagnosen aus vorher ist es halt ein Knubbel. Ich fühlte mich direkt in guten Händen und warte mal den Termin ab.

Zitat:
1) zeitlebens immer wieder an- und abschwellende LK hatte.
Solche habe ich auch heute noch/wieder - nach erfolgreicher Chemotherapie.*
Ist für mich völlig "normal".*
Kein Grund zur Beunruhigung.
Ganz im Gegenteil freue ich mich darüber, daß mein Immunsystem durch die Chemo wieder "aufgepäppelt" werden konnte.
Es funktioniert wie eh und je wieder zuverlässig
Ich hatte bis jetzt noch keine LK gespürt und bin deshalb auch erschrocken als ich einen beim duschen entdeckte sonst bin ich eher Ärztescheu. Sind die LK's dann zügig angeschwollen oder waren die auch mal "länger" da?

Zitat:
Genau so war es dann auch:
Mit der Onkologin "lag ich auf einer Wellenlänge", und alles verlief so wie erhofft/gewünscht => Sehr gute Remission.
Das freut mich zu hören, darf ich fragen wie lange du in Behandlung warst?

Zitat:
Was ich Dir insgesamt damit sagen will:
Dring bitte unbedingt darauf, daß eine CT-Untersuchung bei Dir gemacht wird, damit Klarheit bzgl. eines evtl. Lymphoms geschaffen werden kann.
Danke für den Tipp ich werde das am Freitag mal ansprechen.

LG
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  #4  
Alt 28.07.2018, 14:54
lotol lotol ist offline
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Beiträge: 608
Standard AW: Verdacht Lymphdrüsentumor

Liebe Daisha,

Zitat:
Danke für deine Nachricht sie beruhigt mich ja schon ein wenig. Man hört Tumor und ist direkt erschrocken.
Freut mich, daß ich einen Beitrag zu Deiner Beruhigung leisten konnte.

Mit dem Hören ist das ja meistens eine recht selektive Sache.
Die einen hören nur Tumor und schon "geht die Klappe runter":
Nicht mehr aufnahmefähig für den momentan tatsächlichen Sachverhalt.

Die anderen registrieren, daß zunächst nur ein Verdacht auf einen Tumor existiert.
Und so lange dieser Verdacht nicht definitiv bestätigt wird, hat man auch keinen Tumor, sondern evtl. sonstwas.

Bei uns Lymphomikern gibt es eine zu beherzigende Devise:
Nerven behalten!

Du scheinst mir nicht gerade dazu zu neigen, in Angst und Schrecken zu verfallen, wenn da evtl. auch eine Tumor-Diagnose "auftauchen" sollte.
Und das ist auch ganz gut so:
Weil es ja völlig ausreichend ist, sich mit der Realität zu befassen - wenn sie denn erst mal diagnostiziert ist.

Zitat:
Ich habe heute beim HNO angerufen und bat um Rücksprache. Er hat schnell zurück gerufen und meinte auch er schaut sich die "Knubbel" am Freitag mal genauer an und wird je nachdem eine biopsie anordnen. Erst wenn sich dann der Verdacht bestätigt spricht er solche Diagnosen aus vorher ist es halt ein Knubbel. Ich fühlte mich direkt in guten Händen und warte mal den Termin ab.
Es ist gut, wenn Dich in guten Händen fühlst.
Was sich mir aber nicht so ganz erschließt:

1) Warum eine Überweisung zu einem HNO?

2) Warum nicht erst eine CT, bevor eine Biopsie angeordnet wird?

Ich will Dich wirklich nicht irgendwie verunsichern, aber mir scheint die Vorgehensweise unlogisch zu sein.

Ich glaube nicht, daß ein HNO über Diagnose-Möglichkeiten verfügt, die qualitativ gleichwertig damit sind, was eine CT liefern kann.
Was meint der HNO mit "Anschauen" der Knubbel?
US-Untersuchung?

US-Untersuchungen sind auch dominanter Bestandteil aller Nachkontroll-Untersuchungen bei uns Lymphomikern.
Allerdings liegen dabei längst Eingangs- und (nach einer Therapie) Ausgangs-CT vor.

Das ist alles protokolliert, und insoweit taugen dann auch Nachkontrollen (nur) per US.
Weil es dann dabei nur darum geht, evtl. auffällige Abweichungen/Fehlentwicklungen feststellen zu können.

Bei Dir ist aber von alledem rein gar nichts bekannt.
Wie sollte also ein HNO auf Grund seiner US-Untersuchung eine Biopsie anordnen wollen??

Normalerweise ist das Angelegenheit von Onkologen, sowas anzuordnen.
Und auch die tun das nur "gestützt" bzgl. der Notwendigkeit dazu auf viele "Schnitt-Bilder", die CT oder MRT lieferten und von entspr. Spezialisten mehr oder weniger eindeutig interpretiert werden konnten.

Denke, man muß verstehen und auch akzeptieren können, daß bei unseren Behandlungen viele hochspezialisierte Leute gemeinsam daran arbeiten, uns helfen/heilen zu können.

Nehmen wir z.B. mal Onkologen (zur dominanten Krebs-Bekämpfung) her:
Die müssen doch hauptsächlich nur eines wissen:
Nach Vorliegen aller Ergebnisse, die im "Klärungs-Vorfeld" definitiv festgestellt wurden, "braten" wir dem Patienten die angemessene und erfolgversprechendste Therapie "drüber".

Sie hoffen dabei - genau so wie auch wir - daß das erfolgreich sein kann/wird.

Zitat:
Ich hatte bis jetzt noch keine LK gespürt und bin deshalb auch erschrocken als ich einen beim duschen entdeckte sonst bin ich eher Ärztescheu. Sind die LK's dann zügig angeschwollen oder waren die auch mal "länger" da?
Weit mehr als 50 Jahre hatte ich ständig LK.
V.a. im Unterkiefer schwollen die an und ab - je nachdem wie marode meine Zähne zeitweise waren.
Derzeit habe ich nur noch einen einzigen Zahn meines zweiten Gebisses.
Unter dem "hockt" auch ein LK im Unterkiefer, der seine "Zusammenbruchs-Erscheinungen" "herausfiltert".

Wundert mich eh, daß der Zahn immer noch drin ist.
Dachte, daß er nur noch bis ca. Ende 2016 "durchhält".
Er wackelt aber zunehmend wie ein Kuhschwanz und dient nur noch dazu, um meine untere Gebissleiste (die dritten Zähne) örtlich gut positionieren zu können.

Zitat:
Das freut mich zu hören, darf ich fragen wie lange du in Behandlung warst?
Ja - natürlich darfst Du das fragen:
Insgesamt dauerte die Behandlung ca. ein halbes Jahr.
Es waren 6 Standard-Zyklen R-CHOP, die ich ambulant machen konnte.
Danach war der Krebs (NHL (böse bösartig)) komplett plattgemacht.
Protokolliert: Sehr gute Remission.

Verändert habe ich an meinen Lebensgewohnheiten gar nichts.
Wozu auch?
Über 71 Jahre war ich gesund, bis mich ein Krebs "erwischte".
Der ist/war für mich nur eine zufällige Randerscheinung in meinem Leben.
Das ich weiterhin zu genießen gedenke, bis es halt auch mal beendet sein muß/wird.

Zitat:
Danke für den Tipp ich werde das am Freitag mal ansprechen.
Hinterfrag bitte v.a., welchen Nutzen Dir etwas "bringen" kann.
Und lehn das ggf. auch ab, wenn Dir der Nutzen zweifelhaft zu sein scheint.
Seinerzeit lehnte ich eine KM-Punktion ab, weil ja ohnehin schon klar war, daß eine Chemotherapie "durchgezogen" werden muß.

Liebe Grüße
lotol
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