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  #1  
Alt 27.07.2018, 19:16
Mela83 Mela83 ist offline
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Registriert seit: 20.10.2014
Beiträge: 5
Standard 4 Jahre ohne Mama

Hallo ihr alle,
ich schreibe hier, da ich im Moment keine andere Möglichkeit finde, wo ich mich mal mitteilen kann...
Am 5.8. werden es 4 Jahre, dass meine Mama nach 8 Monaten „alles versuchen“ für immer gegangen ist.
Und es gibt Tage-viele Tage- an denen ich den Schmerz kaum ertragen kann. In den letzten Jahren hat sich bei mir viel verändert. Ich habe im Oktober 2015 Deutschland verlassen und lebe seitdem in Ägypten. Seit 3 Wochen bin ich glücklich verheiratet...
Aber: Mama fehlt mir einfach so sehr. Jeden Tag! Ich wünschte, sie würde meinen Mann kennen, sie war nicht bei meiner Hochzeit mit mir in Dänemark.
Ich bin hier in Ägypten sehr viel alleine und habe in der Zeit nicht wirklich Freunde gefunden. Ich habe meinen Mann und meinen Hund und natürlich die Videogespräche mit meinem Papa und meiner Schwester.

An Tagen wie heute, weiß ich einfach nicht, wie ich mit meinem Schmerz umgehen kann, was ich tun kann. Ich bin jetzt 34 und wünsche mir so sehr meine Mama.
Was macht ihr an tagen, an denen euch der Schmerz auffrisst und ihr das Gefühl habt, es zerreißt euch vor Sehnsucht?

Liebe Grüße an euch alle aus dem viel zu heißen Sharm El Sheikh
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  #2  
Alt 29.07.2018, 01:43
blindthoughts blindthoughts ist offline
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Registriert seit: 25.07.2018
Beiträge: 13
Standard AW: 4 Jahre ohne Mama

Hallo liebe Mela83,

erstmal möchte ich dir sagen, dass mir dein Verlust sehr leid tut. Wenn man so früh ein Elternteil verliert wie du, ist es sicherlich schwer, diesen viel zu frühen Verlust zu akzeptieren, immerhin passieren in deinem Alter so viele Dinge, die du gerne teilen würdest. Das kann ich gut verstehen.

Ich für mich persönlich habe den Grundsatz gefunden, dass ich nicht den Verlust betrauern sondern die Liebe zelebrieren möchte. Wenn es wieder so weh tut, denke ich speziell an schöne Momente und versuche sie in meinem Inneren erneut zu durchleben, indem ich sie mir sehr bildhaft vorstelle. Ich versuche, das ganze „warum gerade du? Warum so früh ..“ aus meinen Gedanken zu verbannen, weil ich weiß, dass es darauf keine Antwort gibt.. auch wenn das sehr schwer ist.

Ich wünsche dir viel Kraft und hoffe, dass du dein „neues Leben“ in Ähypten genießen kannst.

Liebe Grüße
blindthoughts
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  #3  
Alt 30.07.2018, 11:33
Clea Clea ist offline
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Registriert seit: 13.01.2017
Beiträge: 455
Standard AW: 4 Jahre ohne Mama

Liebe Mela83,
es tut mir sehr leid, dass du deine Mama so früh verloren hast.
An dem Punkt, an dem blindthoughts schon ist, bin ich leider auch noch nicht.
Ich wünschte, ich könnte mich einfach dankbar ansieerinnern,
aber so ist es leidernicht. Ich erinnere mich nur an die schlimmen Wochen,
in denen meine Ma im Krankenhaus war und wir sie jeden Tag ein Stück mehr gehen lassen mussten.
Bei uns ist es jetzt knapp anderthalb Jahre her.
Ich bin auch immer wieder in der Situation, wo eine Erinnerung hochlommt.
Nur kommt bei mir auch schnell dann der Gedanke, hätte sie das doch nur selbst noch erleben können. Der 60. Geburtstag, denwirohne sie gefeiert haben, jede Kugel Erdbeereis, die ich esse. Der Urlaub, wo ich mir gewünscht htte, dass sie al für ein paar Tage kommt, so wie unsere Großeltern as getan haben, undundund.
Ich weiß nicht, ob es jemals besser wird oder einfacher zu ertragen, aber wenn ich dich so höre, befürchte ich, dass auch nich nach vier Jahren noch nicht weiter sein werde als jetzt.
Ich denke, die Mutter zu verlieren, ist und bleibt der schwerste Verlust im Leben eines Menschen, wenn man mal vom eigenen Kind absieht, denn das ist unvorstellbar.
__________________
Meine Ma
17.9.1957-19.2.2017, 59 Jahre, Lungenkrebs mit Hirnmetastasen
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  #4  
Alt 31.07.2018, 12:28
Mela83 Mela83 ist offline
Neuer Benutzer
 
Registriert seit: 20.10.2014
Beiträge: 5
Standard AW: 4 Jahre ohne Mama

Vielen Dank für eure Antworten.
Auch mein Beileid an euch für euren Verlust.

Es ist einfach immer noch so unwirklich!!!

Jetzt am 5.8. sind es 4 Jahre. Und heute vor 4 Jahren war klar, dass der Kampf nach 8 Monaten zu Ende geht. Das schlimme ist, ich kann mich an jeden dieser Tage genau erinnern, aber die ganzen schönen Jahre verblassen immer mehr.
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