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  #16  
Alt 13.11.2004, 16:57
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Standard Neue Methode macht Hoffnung

Sind nun am vorgestern wieder aus München zurück und ich hatte ja versprochen euch alles Wissenswerte zu berichten. Also die Klinik und auch das Personal auf der Nuklearstation ist ausgesprochen nett. Mutter wurde rund um die Uhr mit einer Kamera bewacht und am zweiten Tag wurde das anstehende Angiogramm gemacht. Das Ergbenis war Positiv und dem eigentlich Eingriff sollte nun nichts mehr im Wege stehen. Doch der leitende Arzt verlangte nochmals ein CT, denn er wollte ganz "frische Bilder" haben. Mama mußte dann nochmal in die verhasste Röhre und die Ergebnisse wurden ausgewertet. Zu unserer großen Freude war der Lebertumor wieder um 4 mm geschrumpft und auch die Bilder vom Bauchhraum waren unauffällig. Leider fand man einen Schatten auf der rechten Brustseite und man bestand auf eine PET Untersuchung die wir aber leider erst in der nächsten Woche hier in unserem Heimatort machen können. Die Ärzte glauben das es sich um eine Verhöärtung der Brust handelt und das es harmlos ist. Aber natürlich muß das abgeklärt werden. Wenn die PET-Untersuchung nun positiv ist, dann werden wir in 14 Tagen nach München zu dem eigentlichen Eingriff reisen. Die ärzte haben uns alles genauestens erklärt und hatten viel Verständnis für unsere Tausend Fragen.
Also die Sache ist die. Der Eingriif kann nur erfolgen, wenn sich nur ein Tumor im Körper befindet, d.h. es dürfen keine Metastasen mehr da sein. Der Eingriff geht auch bei bauchspeicheldrüse oder Magenkrebs, aber wie gesagt, es darf nur 1 Tumor vorhanden sein, sonst ist der Eingriff nicht erfolgreich. Wir müssen danach noch ein paar mal nach München, denn es ist verständlich, das die dortigen Ärzte Ergebnisse verzeichnen können. Bisher wurden ca. 30 Patienten mit der SIRT Methode behandelt und ausser bei einem patienten sei die methode sehr erfolreich verlaufen.
Wir waren eigentlich schon sehr nah dran, müssen jetzt aber ersteinmal die Brust-Untersuchung abwarten.
Die Krankenkasse (Knappschaft) übernimmt in unserem Fall sämtl. Kosten, sogar Fahrtkosten und Unterkunft für meine Mutter und mich.
Damit hatten wir nicht gerechnet. Man sagte uns das es in Einzelfällen genehmigt würde. Ich hab es einfach schriftl. bei der Krankenkasse versucht und es hat tatsächlich geklappt. Man darf einfach nichts unversucht lassen.
Wir hoffen nun inständig das all unsere Bemühungen nicht umsonst waren und wir nach der PET-Untersuchung wieder zum Eingriff nach München fahren dürfen.
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  #17  
Alt 18.11.2004, 21:31
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Standard Neue Methode macht Hoffnung

Gestern war es dann soweit und wir mußten mit meiner Mutter zu dieser PET-Untersuchung. Man klärte und darüber auf, das man bei dieser Untersuchung bereits im Vorfeld abkären kann, ob eine Zellveränderung im Körper stattfindet bzw. ob neue Krebszellen irgendwo entstehen. Die Untersuchung dauerte ca. 1 1/2 Stunden und ich durfe soagr während der Untersuchung bei meiner Mutter bleiben. Gegen ABend kam dann die erlösende Nachricht, das sich keine weiteren Metastasen im Körper befinden uns sich auch nichts neues bildet. Wir haben alle nur noch geheult. Vor Glück, aber auch vor lauter Erschöpfung. Die Anspannung der letzten tage war einfach riesengroß. Ja und nun geht es in ca. 3 Wochen nach München und dort findet dann die Einspritzung des radioaktiven Materials in die Leber statt. Natürlich heisst es dan wieder Hoffen und Bangen.Der Weg ist noch lang und es wird sicher noch manche Höhen und auch Tiefen geben, aber wir danken Gott dafür, das wir diese große Chance bekommen durften.Ich werde euch immer so ´nach und nach von unseren Erfahrungen berichten und vielleicht kann mein Bericht ja auch dem ein oder Anderen etwas Mut machen. Ich würde es mir wünschen.
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  #18  
Alt 02.12.2004, 11:30
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Standard Neue Methode macht Hoffnung

Wir waren so nah dran, aber gestern hat München angerufen und uns mitgeteilt, das dieser Eingriff nun doch nicht stattfindet. Der Grund ist wirklich das Eigenartigste was ich je gehört habe. Man sagte mir das es meiner Mutter mit ihrem 6 cm großen Tumor einfach noch zu gut ginge und das die Chemo ja schließlich auch noch packen würde.Klar, 1 1/2 cm in 2 Jahren.Man erklärte mir ich sollte das Ergebnis als poistiv bewerten und man würde sofort eingreifen, wenn der Tumor anfangen würde zu wachsen. Doch ich frage mich, was ist wenn plötzlich in 3 Monaten Metastasen nachwachsen, denn dann ist an den Eingriff ja überhaupt nicht mehr zu denken.Meine Mutter ist nun ziemlich traurig, denn sie hat für diesen Eingriff nun doch schon sehr viel auf sich genommen. Ich frage mich, wozu mußten wir erst 1200 km bis München fahren, wozu dort das Angiogramm machen lassen, wozu spezielle Röntgenbilder vom Thorax und dann noch die PET-Untersuchung? Das hätte man uns doch auch schon viel eher sagen können. Alle Ergbenisse sind so ausgefallen wie München es eigentlich erwartet hätte.Und nun die Absage. Mama hatte alle Hoffnungen in diese Sache gesetzt und ich verstehe das sie nun depremiert ist. Wiederzum müssen wir auch froh sein, im Endeffekt immer noch eine Option aufzuhaben, wenn der Tumor wächst.UNd wir müssen dankbar sein das der Tumor in den 2 Jahren nicht mehr gewachsen ist und auch keine Metastasen bildet.Andere haben nicht so viel Glück und deshalb werde ich jetzt versuchen die Sache positv zu sehen. Wünsche euch allen trotz allem eine besinnliche Adventszeit
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  #19  
Alt 02.12.2004, 12:53
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Standard Neue Methode macht Hoffnung

Hallo Michaele,
ich kann einfach nicht fassen, was du da schreibst... das ist ja Psychoterror... nachdem ich deine Zeilen gelesen habe, hatte ich das eigentlich so verstanden, dass das nun eine Hoffnung ist, den Tumor ganz wegzubekommen und vielleicht "geheilt" zu sein... bei Krebs kommt es doch gerade darauf an, im Frühstadium zu reagieren, weil man da die größten Heilungschancen hat... das kann doch nicht ernst gemeint sein, dass ihr den Tumor erst wachsen lassen sollt... gerade jetzt habt ihr die Chance etwas zu tun, weil keine Metastasen da sind... für mich klingt das nach einer politischen Entscheidung!?... ich würde trotzdem nicht locker lassen und mich dort noch einmal melden...ich verstehe das alles nicht...
nachdenklich
Nobina
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  #20  
Alt 03.12.2004, 14:29
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Standard Neue Methode macht Hoffnung

Hallo Nobina, ja du hast Recht, das ist der reine Psychoterror und meine Mutter hat erst einmal 2 Tage gebraucht, um die Nachricht zu verdauen. Natürlich werde ich mich in den nächsten Tagen nochmal mit einem zuständigen Arzt in Verbindung setzen, denn ich möchte das nach all dem Kampf nicht so im Raum stehen lassen. In dem letzten halben Jahr mussten wir wegen dieser Sache dauernd irgendwelche Untersuchungen machen lasse, die unbedingt für die SIRT Methode gebraucht werden. Das das nervenaufreibend ist, brauche ich sicher hier gar nicht so erwähnen. Das Schlimme ist eigentlich das man uns vor 2 Wochen gesagt hat, das der Eingriff zu 99,9% gemacht wird und das meine Mutter die optimale "Patientin" dafür sei. Nun dieser Niederschlag. Vorallem was wird sein, wenn man in 3 Monaten beim Kernspint feststellt, es haben sich irgendwo Metastasen gebildet. Denn dann wird die SIRT ja eh nicht angewand. Ich kann es nicht verstehen und bin sehr wütend und auch traurig. Doch natürlich gebe ich nicht auf und kämpfe weiter. Anscheint muss man erst halbtot sein, befor jemanden geholfen wird. Absolut unverständlich!!
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