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Alt 17.04.2005, 17:35
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Standard Bericht von der Sendung W-Wissen

Sendung vom 13.04.2005

Homöopathie: Wirksamkeit eines Hauchs von Nichts

Vor 250 Jahren wurde der Begründer der Homöopathie, Samuel Hahnemann geboren. Die Behandlung nach seiner Lehre erfreut sich immer größerer Beliebtheit, aber bis heute steht ein wissenschaftlicher Nachweis der Wirksamkeit aus. Können die hochverdünnten Substanzen eine Wirkung haben? W WIE WISSEN fragt nach, was heute über die Wirksamkeit der Homöopathie bekannt ist.

Es gibt kaum eine alternative Heilmethode, über die so heftig gestritten wird wie über die Homöopathie und doch findet sie immer mehr Anhänger unter Patienten und Ärzten. Allein in Deutschland haben sich 4500 Mediziner zu Homöopathen ausbilden lassen. Während die Kritiker der Homöopathie jede Wirksamkeit absprechen und ihre Erfolge auf den Placebo-Effekt zurückführen, sind sie für immer mehr Patienten eine Art letzter Strohhalm. Sogar bei besonders schweren Erkrankungen, wenn die Schulmedizin an ihre Grenzen stößt.


Wirkt nur der Placebo-Effekt?

Wie bei Emil Brehm. Er schwört inzwischen auf die alternative Heilmethode, und das obwohl er nicht nur einen Schnupfen hat. Vergangenen Herbst diagnostizierten die Ärzte bei ihm Bauchspeicheldrüsenkrebs: Einen vier Zentimeter großen Tumor, den sie nicht operieren konnten. Die Schulmediziner rieten ihm zu Bestrahlung und Chemotherapie, doch Brehm lehnte ab. Gegen ihren Rat ging er in eine homöopathische Klinik. Seitdem nimmt er speziell auf ihn abgestimmte Medikamente und sagt es geht ihm täglich ein wenig besser.

Auch nach dem Klinikaufenthalt bleibt er in engem Kontakt mit den homöopathischen Ärzten. Die Auswahl der Medikamente wird bei regelmäßigen Terminen alle paar Wochen überprüft und neu angepaßt. Parallel dazu geht er weiterhin zu schulmedizinischen Kontrolluntersuchungen. Bei einer dieser Untersuchungen – im Frühjahr 2005 - können die Ärzte schließlich keinen Tumor mehr entdecken.

Emil Brehm kann das zunächst kaum glauben, doch nach ein paar Tagen bestätigt die Klinik den Befund nochmals – der Tumor ist verschwunden. Emil Brehm fühlt sich in seiner Entscheidung bestätigt: "Nachdem ich die ganzen Therapien abgelehnt habe, die Chemo, Bestrahlung und so weiter, und ich hab praktisch nur Homöopathie gemacht, muß ich annehmen, dass mir die Homöopathie geholfen hat."

Die Schulmediziner bezweifeln das – für sie ist Emil Brehms Fall eine unerklärliche Spontanheilung. Denn die Forschungsergebnisse zur Homöopathie sind sehr widersprüchlich. Harald Walach ist diesem Phänomen seit rund 20 Jahren auf der Spur. An der Uniklinik Freiburg leitet er Forschungsprojekte zur Homöopathie. Insgesamt belegen über 60 Prozent der bisher weltweit durchgeführten klinischen Studien, dass homöopathische Tropfen und Globuli besonders bei chronischen Erkrankungen helfen – unter anderem bei Allergien, Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Kopfschmerzen und Hautkrankheiten wie Neurodermitis.

Doch bei wiederholten Studien lassen sich diese Erfolge gegenüber Placebos oft nicht systematisch bestätigen. In vielen klinischen Studien wirkt die sanfte Heilmethode nicht besser als ein Placebo, also ein Scheinmedikament. Befragt man dagegen Patienten und Ärzten zu Heilerfolgen, schneidet die Homöopathie im Vergleich zur Schulmedizin mindestens gleich gut ab, teils sogar besser.


Grundlagenforschung

Für die Wissenschaft ist die Homöopathie nur schwer zu fassen. Stark umstritten ist die Methode schon im 18. Jahrhundert, als der Arzt und Apotheker Samuel Hahnemann sie entwickelte. Hahnemanns Annahme: Substanzen, die in hohen Dosen krank machen, können in stark verdünnter Form entsprechende Erkrankungen heilen. Die Mittel werden bis heute streng nach seinen Vorgaben "potenziert", das heißt sie werden meist so lange verdünnt, bis sich darin kein wirksames Molekül der Ursubstanz mehr physikalisch nachweisen läßt.

Neuere Forschungsergebnisse des Schweizer Chemikers Louis Rey sprechen erstmals dafür, dass im Wasser trotzdem eine Art "Fingerabdruck" des ehemaligen Wirkstoffs zurückbleibt. Eine Forschergruppe am Biophysikalischen Institut in Neuss will seine Experimente nun wiederholen und so überprüfen.

Dazu kühlen die Forscher homöopathisch verdünnte Salzlösung in flüssigem Stickstoff auf beinah minus 200 Grad ab und bestrahlen sie radioaktiv. Zwei Wochen später führen sie mit dem entstandenen Eis eine sogenannte Thermolumineszenz-Messung durch. In einem extrem lichtempfindlichen Messgerät wird die Probe langsam erwärmt und gibt dabei die erhaltene Strahlungsenergie in Form von Licht wieder ab. Am Computer werden die Lichtblitze ausgewertet. Zeigen sich die Blitze bei spezifischen Temperaturen, deutet das auf minimale Sazrückstände hin.

Bei ersten Tests konnten die Molekularbiologen das noch nicht nachweisen. Doch jetzt beginnen die entscheidenden Versuche. Roeland van Wijk leitet das Experiment und erwartet – entsprechend Reys Ergebnis - dass im Wasser Spuren von Salz zurückbleiben können, auch wenn die Salzmoleküle dort nicht mehr messbar sind.


Homöopathie und Mathematik

Was wenn es wahr ist und das Wasser tatsächlich ein "Gedächtnis" hat? Wenn die Moleküle früherer Inhaltsstoffe eine Art Abdruck hinterlassen? Kann diese "minimale Information" tatsächlich wirken? Genau diese Frage wollen Berliner Wissenschaftler mathematisch klären. Christof Schütte und seine Kollegen arbeiten daran, Prozesse im Körper in Form mathematischer Modelle darzustellen. Mit Formeln und Gleichungen wollen sie Krankheitszustände beschreiben und Vorhersagen darüber machen, wie Medikamente im Körper wirken.

Schon nach den ersten Monaten des Projekts können sie einige falsche Grundannahmen im Homöopathiestreit widerlegen: Die Kritik an der Homöopathie beruht auf dem Argument, dass bei verschwindender Wirkstoff-Konzentration keine Wirkung mehr vorhanden sein kann. Doch nicht nur hohe Wirkstoffmengen können viel im Körper ausrichten. Mit Hilfe ihrer mathematischen Modelle können die Forscher nachweisen, dass selbst bei verschwindenem Wirkstoff noch erhebliche Wirkung entstehen kann.

Die Mathematiker nennen dieses Phänomen Sensitivität. Auch minimalste Impulse können viel bewirken, wenn sie die richtige Frequenz treffen: Wie bei einem Pendel, das genau im richtigen Rhythmus angestoßen wird. Zwar zeigen die widersprüchlichen Ergebnisse klinischer Studien, dass homöopathische Arzneien diese Frequenz nicht immer treffen, allerdings scheinen sie bei vielen Patienten Selbstheilungskräfte zu aktivieren.

Die Forschung kann Emil Brehm noch nicht erklären, was ihn geheilt hat. Aber für ihn ist das auch nicht wichtig. Er ist froh, dass es ihm wieder besser geht.


Adressen

Deutscher Zentralverein homöopathischer Ärzte e.V (DZVhÄ)
Am Hofgarten 5
53113 Bonn

Tel: 0228 - 24 25 33 0
Fax: 0228 - 24 25 33 1
E-Mail: info@dzvhae.de


Bund klassischer Homöopathen Deutschlands BKHD
Geschäftsstelle
Vogelbeerenweg 4
85551 Kirchheim

Tel.: 089 - 9032384
Fax: 089 - 9044831
E-Mail: info@bkhd.de


Homöopathische Klinik Stahlbad Imnau
Badstrasse 64
72401 Haigerloch-Bad Imnau

Tel.: 07474 - 699-0
Fax: 07474 - 699-999
E-Mail: info@stahlbad.de


Links & Literatur

Das DFG-Forschungszentrum MATHEON

Evaluation von Naturheilverfahren am Institut für Umweltmedizin der Universitätsklinik Freiburg

Biophysikalisches Institut in Neuss

Internet-Portal der Homöopathischen Ärztevereinigung

Homöopathische Klinik Stahlbad Imnau



Christoph Trapp:
"Homöopathie besser verstehen"
Was sie ist - Wie sie wirkt - Wo sie hilft
Haug-Verlag, 2003
Preis: 19,95 Euro


Ich werde zurzeit auch von einem Osteopaten behandelt. Das hilft sehr bei den Schmerzen der Narbe von der OP. Und der ganze Körper wird wieder in "einglang" gebracht. Es fehlen ja einige Organe nach der Whipple OP. Bei mir wurde die ganze BSD entfernt.

Gruß

Volker
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  #2  
Alt 19.04.2005, 00:12
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Habe diesen Bericht im Fernsehen gesehen.
Interessanter Weise war es BSDK!
Ich glaube fest daran, daß ein Patient
wieder gesund werden kann, wenn er an
seiner "Genesung" mitarbeitet, auf sein
Inneres hört und sich nicht "verarzten"
lässt.

Im übrigen habe ich mich auch nach meiner
Whipple-OP vom Osteopathen behandeln lassen
und die Schmerzen waren nach 2 Behandlungen
weg.
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  #3  
Alt 19.04.2005, 02:54
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hat mein papa alles getan inklusive dem top-homöopathen, und trotzdem musste er uns nach 10 wochen verlassen.
bsdk und krebs allgemein kann man nicht mit homöopathie heilen. man kann lindern und unterstützen. das sagt jeder seriöse homöopath und auch meine ärztin für homöopathie, die bei mir seit jahre erstaunliches schafft.
zu sagen, dass man es schaffen kann, wenn man nur auf sein inneres hört und aktiv ist ist ein schlag ins gesicht aller, die aufgeben MÜSSEN. obwohl sie kampfesbereit sind wie eine löwenmutter. meinst du lieber gast, das so viele menschen nicht genug willen haben? warum müssen dann hier so viele aufgeben?

sonja
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  #4  
Alt 19.04.2005, 10:04
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Hi Sonja und Gast und alle anderen!
Es gibt bei dieser Krankheit keine Granantie auf Heilung. Werde so noch so. Es bleibt dann nur die Frage, ob man sich der ganzen Qual der Chemo etc. unterziehen möchte, oder sagt- ich mach es anders. Werde mir den Rest meines Lebens nicht mit Chemo vermiesen. Meine Ma hat an einem Punkt die Chemo abgebrochen und so gelebt. Das kann man mit 72 Jahren auch vielleicht ganz gut vertreten. Wenn man, wie z.B. Petra, noch sehr jung ist und Kinder hat sieht man das vielleicht anders. Da versucht man alles und lässt alles über sich ergehen. Jeder Mensch muss für sich entscheiden. Man kann hier keine allgemein gültigen Aussagen treffen. Ich selber würde wahrscheinlich auch auf die Schulmedizin verzicheten. Ich kenne nur Petra, die dadurch geheilt worden ist. Ansonsten ist es nur eine Lebensverlängerung. Meine Ma hat unter der Chemo teilw. sehr gelitten. Ich konnte sie gut verstehen, dass Sie den Rest Ihres Lebens nicht so leiden wollte.
Es ist doch egal, ob man an die Kraft der Zwiebel, der Homöopathie oder der Chemo glaubt. Hauptsache man fühlt sich gut, dann hilft es vielleicht eine Zeit lang.
Ich freue mich immer über Berichte, die Wege abseits der Schulmedizin zeigen. Das erweitert meinen Horizont, wobei ich auch nicht alles kritiklos hinnehme.
Liebe Grüße
Katharina
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  #5  
Alt 20.04.2005, 01:20
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Hallo...
Ein Buchtip zu dem Thema: Chemotherapie heilt Krebs und die Erde ist eine Scheibe... von dem Heidelberger Forscher Lothar ********. Laut Autor "wird es in nächter Zeit zwei Arten von Krebspatienten geben. Die welche das Buch gelesen haben und die die Nichtwissen." In diesem Buch werden alternative Methoden aufgezeigt, kritisch bewertet und teilweise emofohlen. Ist so etwas wie die Bibel im alternativen Bereich zur Krebsbehandlung. Lohnt sich zu lesen...
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