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  #1  
Alt 06.01.2008, 18:04
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Spaiky Spaiky ist offline
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Registriert seit: 02.01.2008
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Beitrag Darmkrebs-Bitte um Erfahrungsberichte

Hallo zusammen!

Ich stelle diesen Bericht ins Forum um zu erfahren, ob dies eine übliche Vorgangsweise, von der Erkennung bis zur Behandlung bei einem Krebspatienten, von Seiten der Krankenhäuser und Ärzten ist????

Am 16.04.2007 ging mein Onkel ins Krankenhaus nach Vilshofen,wegen Übelkeit, erhöhter Blutwerte und Blut im Stuhlgang.Nach der Untersuchung bestand die Vermutung auf Darmkrebs, worauf ihm am 30.04.2007 eine Probe vom Darm und vom Blasendach entnommen wurde. Weiters ergab das CT Meterstasen auf der Leber. Am 12.05.2007 wurde er vom Krankenhaus Vilshofen entlassen. Meinem Onkel wurde zugesichert, dass er über die Ergebnisse der entnommenen Proben informiert werden würde, beziehungsweise dass nach einer Ärztekonverenz eine Cemo gemacht wird. Weil die Beschwerden immer schlimmer wurden und sich das Krankenhaus Vilshofen bis zu diesem Zeitpunkt nicht gemeldet hat, ging er zum Hausarzt, worauf dieser ihn aufgrund der schlechten Blutwerte am 30.05.2007 ins Krankenhaus Passau überwies. Da gab es gleich eine riesen Aufregung, warum er nach Passau kommt, obwohl das Krankenhaus Vilshofen eigentlich für ihn zuständig wäre. Nach längerem hin und her machte dann das Krankenhaus Passau doch umfassende Untersuchungen bei meinem Onkel und eine Cemo wurde beschlossen. Ihm wurde ein Port unter das rechte Schlüsselbein eingesetzt, und dann begann zuerst die stationäre Cemo. Aufgrund Verbesserung der Blutwerte wurde dann von stationär auf ambulante Behandlung umgestellt. Nach 6 Zyklen hat sich der Tumormaker von 800 auf 56 verbessert, ebenfalls haben sich die Blutwerte verbessert, und die Meterstasen wurden kleiner.
Darauf kamen 8 Wochen Pause.
Anschließend wurde wieder eine CT- und Ultraschalluntersuchung im Krankenhaus Passau gemacht, wo festgestellt wurde, dass sich die Werte wieder verschlechtert haben Ebenfalls wurden Meterstasten auf der Lunge festgestellt. Meinem Onkel wurde wieder eine neue Cemo verordnet. Nach 3 Zyklen wurde wieder eine CT- und Ultraschalluntersuchung durchgeführt. Der Befund ergab eine Vergrößerung der Meterstasen auf der Leber. Das Krankenhaus Passau beschloss nun eine andere Cemo zu machen, die jetzt am 09.01.2008 stationär im Krankenhaus Passau beginnt. Was man zudem noch sagen sollte, ist teilweise der Umgang der Ärzt und Krankenschwestern mit dem Patienten. Obwohl es schon schwer genug ist, zu wissen, dass man Krebs hat, kommen dann noch die überaus schlauen Kommentare vom Krankenhaus hinzu.

Aktuelles Befinden meines Onkels: Appetitlosigkeit, totaler Rückzug aus seinem persönlichen Umfeld, Schmerzen am ganzen Körper, komplette Abneigung gegenüber Ärzten.

Kann mir jemand Auskunft bezüglich alternativ Behandlungen, Rückgewinn der Lebensfreude u.s.w. geben.

Ich freude mich auf jede Antwort!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Gruß
Spaiky
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  #2  
Alt 07.01.2008, 11:43
tronic tronic ist offline
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Beiträge: 263
Standard AW: Darmkrebs-Bitte um Erfahrungsberichte

hallo spaiky!

da habt ihr letztes jahr ja schon ordentlich was mitgemacht.
das tut mir sehr leid!

wenn nach schlechten erfahrungen mit ärzten dein onkel nicht mehr gut auf sie zu sprechen ist, kann man gut nachvollziehen.
allerdings sollte er neuen ärzten auch ein chance geben. nicht alle haben dumme sprüche auf lager.
aber diese erfahrung muss er wohl erst noch machen.

bekommt dein onkel keine schmerzmittel, die er evtl. auch nur bei bedarf einsetzen kann? kein mensch muss heute noch mit schmerzen leben. das ist ein unding!

bei soviel strapazen die ihr mitmacht, ist es eigentlich auch verständlich das die lebensfreude da einknickt. ich denke, diese erfahrung machen die meisten, wenn so eine diagnose kommt, dann die ganzen therapien. das schlaucht...
schon mal daran gedacht, psychoonkologische hilfe in anspruch zu nehmen? mir hilft das ungemein.

es ist schön, das du dich so um deinen onkel kümmerst. sei weiter für ihn da, das hilft ihm bestimmt eine menge.

wünsche deinem onkel viel erfolg für die kommende chemo...
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  #3  
Alt 07.01.2008, 21:37
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Spaiky Spaiky ist offline
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Beiträge: 3
Standard AW: Darmkrebs-Bitte um Erfahrungsberichte

Hallo Tonic! Vielen Lieben Dank dass ich so schnell eine Antwort bekommen habe. Es hat mich sehr gefreut. Leider geht es uns momentan gar nicht gut. Das ganze hin und her, die Ungewissheit ob die Cemo hilft, einfach das ganze drum herum ist sehr schwierig.

Was mir persönlich sehr, sehr wichtig wäre ist: Gibt es irgend welche Therapien, Allheilpraktiken neben der Schulmedizin, die bei Darmkrebs helfen können, bzw. die Schmerzen lindern können?

Ich würde mich um Antworten sehr freuen!!!!!


PS: Ich wünsche dir Tonic alles erdenklich Gute.
Viele liebe Grüße Michi
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  #4  
Alt 07.01.2008, 23:05
Luna76 Luna76 ist offline
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Beiträge: 566
Standard AW: Darmkrebs-Bitte um Erfahrungsberichte

Hallo Spaiky,

auch mir tut es leid das ihr so viele negativen Erfahrungen machen musstet.

Ich möchte Tronic-Tina recht geben.Das dein Onkel völlig fertig ist bei dem ganzen hin und her und der Ungewissheit normal. Das er momentan nicht positiv in die Zukunft gucken kann und daher keine Lebensfreude hat , finde ich auch als verständlich. Ich konnte zu Anfang der Diagnose auch nix essen.

Wichtig ist das bei deinem Onkel was gegen die Schmerzen getan wird denn Schmerzen gehen auf`s Gemüt. Ob es da auch was anderes als herkömmliche Schmerzmittel gibt weiß ich leider nicht.
Wegen dem fehlenden Appetit würde ich vorschlagen das dein Onkel sich das besorgen lässt was er super gern mag und gerade haben möchte.

Mir hat während der ganzen Zeit ganz doll mein Sport geholfen....das war und ist mein Ausgleich. Ich weiß nicht jeder ist in der Lage Sport zu machen. Er sollte versuchen sich was gutes zu tun woran er Freude hat und sich dran freuen kann......

Ich hoffe dir ein wenig geholfen zu haben und wünsche deinem Onkel das er nettere Ärzte bekommt und die Chemo anschlägt.

Lieben Gruß
Luna-Tina
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  #5  
Alt 08.01.2008, 02:15
Norma Norma ist offline
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Beiträge: 1.173
Standard AW: Darmkrebs-Bitte um Erfahrungsberichte

Hallo Spaiky,

vordergründig scheint mir jetzt eine vernünftige Schmerztherapie zu sein und wenn da kein Arzt zu finden ist, der das möglich macht, solltet ihr einen Onkologen aufsuchen. Und bitte nicht den Kranken alleine dort hin gehen lassen. Damit ist jeder Krebskranke oftmals überfordert; die vielen Fragen kann er je nach Stadium der Erkrankung kaum beantworten.
Und wenn dein Onkel sowieso schon allen Ärzten negativ gegenüber steht, ist das noch ein Grund für eine Begleitung.

Nun ja... die Schulmedizin ist bei einer Krebserkrankung schon richtig; man kann lediglich das Immunsystem etwas stärken (bei Krebs ist das nämlich im Keller).
Aber während einer Chemo sollte das nicht in Angriff genommen werden, denn Immunstärkende Mittel können unter Umständen auch Krebszellen schützen und das ist ja nicht Sinn der Sache.

Mein Mann erhielt einen Tag nach jeder Chemo eine Selen-Infusion (musste selbst bezahlt werden, ist aber absolut nicht teuer) und bei ihm hat das die Nebenwirkungen stark herabgesetzt.

Wenn sich dein Onkel im Krankenhaus nicht gut aufgehoben fühlt, sollte ruhigen Gewissens mal wieder nach einem anderen Ausschau gehalten werden.
Im Netz findet sich bestimmt ein KH, welches sich auf Darmkrebs spezialisiert hat. Dafür muss man vielleicht etwas weitere Wege in Kauf nehmen. Aber das sollte das Leben es wert sein.

Fazit: der Kranke braucht jede Menge Unterstützung und zwar nicht nur mit gut gemeinten Worten. Dazu braucht es Taten in jeder Hinsicht... und zuerst einmal sollte sich jemand finden, der ihn zu JEDEM Arztgespräch begleitet.

Dass die Psyche am Boden liegt, ist klar. Daran wird sich kaum etwas ändern, solange die Schmerzen den Alltag bestimmen.

Mitfühlende Grüße
Norma
Diagnose Brustkrebs Nov. 2001
Diagnose Darmkrebs Juni 2007 bei meinem Mann (12. von 12 Chemos gerade überstanden)
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  #6  
Alt 12.01.2008, 22:23
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Spaiky Spaiky ist offline
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Ort: Bayern
Beiträge: 3
Standard AW: Darmkrebs-Bitte um Erfahrungsberichte

Hallo Tina, hallo Norma!

Vielen lieben Dank für euer Antwortschreiben. Wie schon gesagt ist mein Onkel seit Mittwoch dem 9.01. im Krankenhaus Passau, wo eigentlich am Donnerstag dem 10.01. die Cemo beginnen sollte. Aufgrund hohen Fiebers ( 38,8 Grad ) konnte bis dato die Cemo nicht begonnen werden. Aus diesem Grund sind wir alle sehr nervös. Wir besuchen ihn täglich, und versuchen ihn wenigstens etwas aufzuheitern, was aber meistens nicht gelingt.

Ich finde es echt positiv, dass man sich hier in diesem Forum sehr viele Erfahrungsberichte, bzw. Ratschläge einholen kann.

Ich werde euch auf dem laufendem halten, wie es mit der neu genonnenen Cemo läuft.

Liebe Grüße
Michi
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