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  #61  
Alt 10.10.2008, 23:18
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Karin55 Karin55 ist offline
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Standard AW: Übers Sterben sprechen

Lieber Helmut,

glaubte ich an einen Gott (oder: könnte ich an einen Gott glauben), wäre es nicht der personifizierte Gott, der entscheidet, belohnt oder bestraft, was nach unseren moralischen menschlichen beschränkten Sinnen richtig oder falsch ist. So kann ich auch keinen Gott dafür verantwortlich machen, was ich an Gutem oder Schlechtem erlebt habe.

Ich bewundere und beneide dich ein bisschen für deine Überzeugung und wünschte mir, ebenso einen Weg zu finden. Eine Freundin von mir ist seit einigen Jahren Muslimin, sie lebt ihren Glauben streng, aber mit Liebe, Verständnis und Ehrerbietung gegenüber allen Menschen. Sie ist verwandelt, glücklich, friedlich und entspannt. Auch sie "beneide" ich.

Lieben Gruß
Karin
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  #62  
Alt 12.10.2008, 17:36
Benutzerbild von HelmutL
HelmutL HelmutL ist offline
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Daumen hoch AW: Übers Sterben sprechen

Liebe Karin,

ich kann deine Freundin nur beglückwünschen. Sie hat IHREN Weg gefunden. Begegne ich einem Menschen, der mir mit Liebe, Verständnis und Ehrerbietung entgegenkommt, so ist es mir vollkommen egal, welcher Religionsgemeinschaft er angehört. Ich bewundere diese Menschen für ihren Mut. Gott kennt keine Religion. Religion ist von Menschen erschaffen. Die Botschaften, die die Menschheit erhielt, werden von Menschen gedeutet. Menschen können irren. Das ist das Babylon.

Liebe, Verständnis und Ehrerbietung sind im Prinzip die wichtigsten Regeln für das Miteinander. Das ist die Botschaft. Leider wurde und wird sie allzuoft mit Füssen getreten.

Gott entscheidet, belohnt und bestraft nicht so wie wir das verstehen. Gott ist anders. Wie? Das werden wir erst ergründen können, wenn es soweit ist. Ich meine damit unseren beschränkten irdischen Geist. Unsere Seele kann das. Deine Freundin hat dir EINEN Weg gezeigt. Löse dich dazu von allem, was dir in deiner Jugend vielleicht eingebläut wurde. Schau dich um und höre auf deine Seele. Sie sagt dir, was richtig ist. DEINEN Weg musst du selber finden.

Gerade jetzt im Herbst und ganz besonders in diesem Forum stellt sich für viele die Frage nach dem "danach". Die Dunkelheit wird länger und es ist kalt und nass. Viele fühlen sich nur bedrückt. manche haben gar persönlich den Tod vor Augen. Das ist schlimm und für uns Menschen grausam. Diese Jahreszeit wird verbunden mit dem "Herbst des Lebens" und der Winter mit Kälte und Tod.

Ich behaupte jetzt mal einfach: nur ein schönes Bild.

Im Herbst die Farbenpracht der Blätter, den Nebel über den Wiesen. Die Natur atmet aus und kommt langsam zur Ruhe. Die Hektik des Frühlings und des Sommers ist vorbei. Sie legt sich schlafen, um neue Kraft zu schöpfen für den Neuanfang. Aus den verwelkten Blättern wird im nächsten Frühjahr neues Leben entstehen. Ein ewiger Kreislauf. Ein Versprechen.

Der Winter mit seiner knackenden Kälte, dem eisigen Wind, ein Spaziergang durch den Schnee. Mit offenen Augen kann man wunderschöne Bilder sehen. Raureif oder Eis an den Bäumen, die in der Sonne glitzern. Stille. Im Winter ist die Natur still, schlafend. Lauscht mal nach draussen wenn es schneit. Alle, auch die von Menschen verursachten, Geräusche werden gedämpft und verstummen. Zeit für Ruhe. Zeit zum Kraftschöpfen. Zeit für den Frieden.

Oder doch nicht nur ein Bild? Ein Spiegel?


Einen schönen Sonntag noch

Helmut
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  #63  
Alt 12.10.2008, 17:42
Benutzerbild von BarbaraO
BarbaraO BarbaraO ist offline
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Standard AW: Übers Sterben sprechen

Das ist wunderschön, Helmut.
Deine Worte berühren mich sehr, denn Du hast auch ganz tief in meine Seele geblickt, scheint mir.

Mich stimmt der Herbst (auch der des Lebens) melancholisch. Niemals traurig, denn er ist auch voller Hoffnung und Zuversicht.

Lieber Gruß
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  #64  
Alt 12.10.2008, 18:55
Benutzerbild von Rubbelmaus
Rubbelmaus Rubbelmaus ist offline
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Standard AW: Übers Sterben sprechen

Ich danke euch Allen für eure schönen und tröstenden Worte.

Ich bin froh und dankbar, dass wir uns hier gefunden haben, über unsere Gedanken und Ängste, aber auch unsere Demut vor dem Glauben/Leben zu schreiben. Egal was für einen Glauben jeder hat, für ihn ist es der richtige Weg um damit klar zu kommen. Ich werde hier niemals auf irgendwelche Glaubensdiskussionen eingehen. Das ist müßig und unnütz. Meinen Glauben werde ich mit niemanden diskutieren!

Helmut, du hast das wunderschön ausgedrückt. Mein Gott ist konfeszionslos, er ist ein Gott der Liebe und der Hilfe, der mich in vielen Lebenslagen begleitet und mir hilft.

Birgit4, ich weiss das meine Angst mir z.Zt. selber im Weg steht. Dadurch kann ich meine Seelentür (schöne Beschreibung) nicht öffnen. Ich arbeite auch wieder daran, meine Ängste los zu werden. Ich habe schon gedanklich ein großes Paket gepackt, in dem ich alle meine Ängste, Sorgen usw. packe. Das Paket wird schön verpackt und geschmückt und geht dann geistig auf die Reise zu Gott. Dabei erkläre ich ihm dann, warum es mir einfach zu viel geworden ist, alle meine eingepackten Dinge zu durchleben. Ich bitte ihn, für mich zu entscheiden was wirklich wichtig ist und mir zu helfen, dass Alles zu meinem Besten geregelt wird.

Für manche von euch mag das kindisch sein, aber ich habe mir da ein Teil meines kindlichen Glaubens erhalten. Ich glaube an das Gespräch im Gebet. Ein Gebet ist immer ein Gespräch mit der geistigen Welt. Und ich glaube schon immer, dass unsere wirkliche Heimat in der geistigen Welt ist und wir immer wieder nach Hause zurück kehren.

Heute geht es mir schon ein wenig besser. Ich kann schon ganz langsam vom Bett zur Toilette laufen, ohne gleich das Gefühl zu haben, das ich ersticke. Heute Nacht habe ich viele Stunden im Sessel verbracht und versucht ein wenig zu schlafen. Wäre mir auch ganz gut gelungen, wenn mein lieber Mann nicht immer ins Zimmer gekommen wäre, um mich zu fragen, was er für mich machen könnte. Er konnte vor Angst kein Auge zu machen. Im Gegensatz zu mir, die immer wieder eingeschlafen war und dadurch geweckt wurde.

Vielel Grüße und Allen eine gute Woche,
Heidi
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  #65  
Alt 12.10.2008, 20:49
Benutzerbild von HelmutL
HelmutL HelmutL ist offline
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Daumen hoch AW: Übers Sterben sprechen

Liebe Heidi,

ich hab dem nichts hinzuzufügen. Ich ziehe meinen Hut vor dir. Soviel Kraft hab ich erst einmal erleben dürfen. SIE wird dir helfen und dich beschützen. Wie, das entzieht sich unserer Erkenntniss.

Ich hab für dich ein kleines Packet geschnürt. So Gott will, kommt es an.


Gottes Segen für dich und deinen Mann, ein Juwel

Helmut
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