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  #1  
Alt 15.12.2002, 19:59
Claudia Wolter
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Standard Blasenkrebs OP mit hohem Risiko?

Mein Großvater (77) hat Blasenkrebs. Nachdem ihm die Blase mehrere Male "ausgekratzt" wurde, können die Ärzte dies kein weiteres Mal mehr machen. Einzige Rettungsmöglichkeit wäre die OP (Blase entfernen). Er hatte jedoch bereits drei Herzinfarkte und die Ärzte raten deshalb von einer OP ab.Er würde diese mit einer Warscheinlichkeit von 80/100 nicht überstehen.
Ich habe jedoch den Eindruck das die Ärzte schlichtweg überfordert sind. Er war in einem Stadtkrankenhaus in Leer.
Weiss jemand über die verschiedenen Möglichkeiten der Operationen bescheid? Und ist eine Vollnarkose immer zwingend notwendig?
Er wurde jetzt ohne weitere Behandlung oder Vorschläge an seinen Haussarzt zurückverwiesen.
Ich bin für jede Antwort dankbar.
C.Wolter (Claudia.Wolter1@gmx.de)
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  #2  
Alt 17.12.2002, 23:01
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Standard Blasenkrebs OP mit hohem Risiko?

Hallo Claudia!
Mein Vater hat auch Blasenkrebs T2G2.Bei ihm wurde die Blase vollständig entfernt.Er wurde auch mit allem auf dem Kopf gestellt,besonders das Herz.Da diese OP mit mindestens 5 Std geplant wird.Bei meinem Vater dauerte sie sogar noch länger.
Also wenn das Herz nicht mitspielt können Ärzte so eine harte OP nicht einfach durchziehen.
Dein Opa sollte sich doch noch mal mit anderen Ärzten unterhalten,denn auch hier gibt es die devise 2 Ärzte 2 Meinungen!
Ich wünsche Dir und Deinem Opa alles,alles Gute

Birgit
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  #3  
Alt 18.12.2002, 12:36
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Standard Blasenkrebs OP mit hohem Risiko?

Hallo,

ich kann nur für meinen Vater sprechen. Er bekam eine Neoblase. Die OP dauerte neun Stunden....denke die Ärzte kennen sich aus und die Op dauert ja wirklich lange...
DGruß und alles Liebe
Daniela
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  #4  
Alt 18.12.2002, 23:17
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Standard Blasenkrebs OP mit hohem Risiko?

Hallo Claudia!

Grundsätzlich bin ich bei Bitta, wenn sie meint 2 Ärzte=2 Meinungen. bei meiner radikalen Blasenentfernung (t2/g3) dauerte die Operation ca 8 Stunden. Das Problem bei älteren Männern ist nicht nur die Narkose, bei einer solchen Op müssen meines Wissens nach auch die umliegenden Lymphknoten weg, Prostata usw. Jedenfalls ich lag danach 4 Tage in der Intensivstation. Postoperativ habe ich ca 12 kg abgenommen. Allerdings habe ich (geb. 1952) die Behandlung gut überstanden und kann nur sagen, wenn die Op gut verläuft, ergeben sich gute Heilungsperspektiven.

wünsche alles Gute
hannes

p.s. gebe gerne nähere Auskunft über meinen Krankheitsverlauf.name@domain.de
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  #5  
Alt 20.12.2002, 14:45
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Standard Blasenkrebs OP mit hohem Risiko?

Liebe Claudia,
bei meinem Dad hat diese OP auch über neun Stunden gedauert. Wenn ihr noch eine weitere Meinung dazu haben wollt, wendet Euch doch an die Uni Ulm, Urologie. Der dortige Proffessor ist deutschlandweit bekannt für diese OP. Eine weitere Meinung einholen schadet nie und es ist auch für Euch gut zu wissen, dass ihr keine Möglichkeit vertan habt. Lilly
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  #6  
Alt 23.12.2002, 21:33
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Standard Blasenkrebs OP mit hohem Risiko?

Hallo Claudia!

Bei einem 77jährigen Mann, der schon 3 Herzinfarkte hatte, eine radikale Blasenentfernung durchführen zu lassen ist in der Tat ein gefährliches Unterfangen.

Sollte Dein Vater sich trotzdem zu einer solchen OP entschließen ist es ratsam ein ausgwiesenes Zentrum für solche Eingriffe auszuwählen. Wie schon zuvor erwähnt ist Prof. Dr. Hautmann an der Uni Ulm ein international bekannter Top-Urologe.

In Deiner Nähe in Hamburg befinden sich aber auch Frau Prof. Dr. Fisch (Hamburg-Harburg) und Prof. Dr. Huland (Uni Hamburg), beide ausgewiesene Experten, von denen ich mich persönlich auch operieren lassen würde.

Ich frage mich nur: warum wollen die bisherigen Urologen nicht mehr transurethral, d.h. durch die Harnröhre operieren? Man kann damit ab einem gewissen Stadium keine Heilung mehr erzielen, aber mit geringerem Risiko als mit einer Radikal-OP dem Patienten viel Zeit und Lebensqualität zukommen lassen.

Ggf. ist auch eine Chemotherapie mit Gemcitabine und Cisplatin sinnvoll.

Ich wünsche Deinem Großvater alles Gute!

Grüße, Campbell
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  #7  
Alt 08.01.2003, 12:12
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Standard Blasenkrebs OP mit hohem Risiko?

Hallo Claudia
Ich stimme Campell voll zu. Ich selbst war mit 3 Tumoren kurz hintereinander in der Klinik; mit der üblichen Nachresektion also 6 Mal. Mit Vollnarkose und keinerlei Probleme gehabt. Bin allerdings 20 Jahre jünger. Es gibt außerdem noch die Rückenmark-Narkose. Da kanns zwar auch zu Problemen kommen, aber immer noch besser, wie eine Totaloperation.
Servus Bernd bernd.dietrich@gmx.net
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  #8  
Alt 21.07.2007, 18:27
Benutzerbild von Katrin2505
Katrin2505 Katrin2505 ist offline
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Registriert seit: 21.07.2007
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Beiträge: 2
Standard AW: Blasenkrebs OP mit hohem Risiko?

Bei meiner Mutter (80) und prinzipiell in guter gesundheitlichen Verfassung wurde am 19.07.2007 Blasenkrebs im Stadium T3 diagnostiziert. Es war ein Schock. Zuerst hieß es sie solle Chemo und Bestrahlung bekommen, heute nun gibt es laut Arzt nur noch eine Möglichkeit die der Totaloperation. Nun meine Sorge: sie hat Herzrhythmusstörungen und niedrigen Blutdruck. Der Arzt meinte die OP dauert zwar 8-9 Stunden, sei aber für meine Mutter weniger riskant! Ich glaube das nicht. Hat jemand Erfahrungen , vielleicht auch ein paar Jahre her..Gibt es HOFFNUNG??? LG Katrin
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  #9  
Alt 25.07.2007, 12:29
Markus66 Markus66 ist offline
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Standard AW: Blasenkrebs OP mit hohem Risiko?

Hallo Katrin!

Bei meinem Vater haben sie letzten Sommer die Blase operativ entfernt. Der Tumor war schon durch die Blasenwand. Er wird dieses Jahr 75. Auch er hat altersbedingt Herzprobleme (Angina Pectoris). Die OP hat er gut überstanden, die anschließende Chemo auch. Deine Mutter sollte auf jedenfall in einer Klinik operiert werden, die schon Erfahrungen mit solchen OP´s haben. Ich persönlich sehe in der OP weniger ein Risiko, auch wenn sie lange dauert. Bei meinem Vater hat es auch von Anfang an gut funktioniert mit dem künstlichen Ausgang. Keine Entzündung oder sonstige Komplikationen.

Markus
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  #10  
Alt 30.07.2007, 22:02
Benutzerbild von Katrin2505
Katrin2505 Katrin2505 ist offline
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Registriert seit: 21.07.2007
Ort: München
Beiträge: 2
Standard AW: Blasenkrebs OP mit hohem Risiko?

Hallo Markus,
vielen Dank für deine Informationen. Das hat mir sehr viel Mut gemacht!
Meine Mutti war in Eisleben (Sachsen-Anhalt) zur Untersuchung. Ich habe einen Termin zur "2.Opinion" in München ausgemacht.
Mir persönlich waere es auch lieber Sie würde nach München zur OP (Totalentfernung der Blase) gehen, sie möchte allerdings in Eisleben bleiben.
Wie lange war denn dein Vater zur OP in der Klinik?
Wie kommt denn dein Vater mit der künstlichen Blase zurecht? ISt das problematisch?
Ciao Katrin
__________________
Liebe Grüße
Katrin
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  #11  
Alt 03.08.2007, 15:25
Markus66 Markus66 ist offline
Registrierter Benutzer
 
Registriert seit: 24.07.2007
Ort: Rottenburg am Neckar
Beiträge: 17
Standard AW: Blasenkrebs OP mit hohem Risiko?

Hallo Katrin!

Main Vater war nach der OP ca. 4 Wochen in der Klinik (inkl. erste Chemo). Eine künstliche Blase ist eigentlich nicht problematisch. Man kann trotzdem alles machen. Auch schwimmen gehen. Mein Vater bekommt es einigermaßen auf die Reihe. Ab und zu muss meine Mutter ihm helfen.

Gruß

Markus
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