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  #1  
Alt 15.07.2003, 22:53
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Standard Verarbeitungsstrategien.....was habt ihr probiert?

Hallo Mädels,
nachdem ich gerade die Sparte Schmerzen gelesen habe, dachte ich mir , wir könnten uns vielleicht mit diesem Thema weiterhelfen!?
Berichtet einfach alles was euch dazu einfällt....ich brauche noch Tipps!
liebe Grüße
Sternchen
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  #2  
Alt 24.07.2003, 23:45
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Standard Verarbeitungsstrategien.....was habt ihr probiert?

Was habt ihr getan in Sachen VerarbeitungstRATEGIE? Will hier niemand was sagen?
Ich freue mich über jeden Tipp!
Gruß Sternchen
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  #3  
Alt 24.07.2003, 23:55
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Standard Verarbeitungsstrategien.....was habt ihr probiert?

Hallo Sternchen,

meine beste Verarbeitungsstragie war positiv zu denken. Ich bin dadurch nicht leichtsinnig geworden und habe meine Krankheit immer gut im Auge behalten.
Man muß sich am Leben beteiligen - und wenn ein Geburtstag ansteht dann geh ich hin.. wenn es mir doch nicht bekommt geh ich wieder. Ich habe mir einfach das Gefühl vermittelt, daß ich das, was ich sonst gemacht habe, wichtig für mich ist und dass ich es aus dem Grund beibehalte.
Manchmal fällt man wieder etwas tiefer - dann kauft man sich etwas schönes und ein bißchen Schminke ins Gesicht und einfach etwas unternehmen.
Weiß nicht, ob ich am Thema vorbei bin...???
Liebe Grüße
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  #4  
Alt 25.07.2003, 09:06
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Standard Verarbeitungsstrategien.....was habt ihr probiert?

Hallo Sternchen,

bei mir ist die Diagnose noch ziemlich frisch ( Mai 2003) und ich stecke mitten in der Chemo. Natürlich gibt es Tiefpunkte,
besonders wenn man mit Nebenwirkungen kämpft.
Ich versuche es aber als Nebenwirkungen ' auf Zeit' zu sehen, die vorbei gehen. Ich plane Dinge, von denen ich vorher nur geträumt habe, die ich aber bald verwirklichen werde ( besondere Urlaubsziele,verrückte Sachen wie ein Tatoo...).

Dabei hilft besonders meine gesamte Familie, die mich im Alltag ganz normal voll einplant. Bei Freunden habe ich aussortiert- Leute die nur Mitleid heucheln wenn sie mich sehen brauche ich nicht. Es trennt sich die Spreu vom Weizen.

Ich hoffe, ich konnte dir ein klein wenig helfen.

Viele liebe Grüße und alles Gute

Marion86
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  #5  
Alt 25.07.2003, 12:52
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Standard Verarbeitungsstrategien.....was habt ihr probiert?

Hallo Sternchen(Elke)

mir hat meine Musik und die Singerei(sogar das Solo-Singen) super geholfen. Auch habe ich mit dem Schreiben meinen BK verarbeitet.
Vielleicht kann Dir ein Psychologe auch helfen, wie bei mir in Form einer Gesprächstherapie, die von der KK bezahlt wird, zumindest 25 Sitzungen á 50 Minuten

Schreib doch auch einfach mal einen Erfahrungsbericht , den Du dann hier veröffentlichen kannst. Anregungen gibt es auf der entsprenden Seite.

Liebe Grüße

Maryjoe(Marlies)
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  #6  
Alt 26.07.2003, 23:29
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Standard Verarbeitungsstrategien.....was habt ihr probiert?

liebes sternchen
bei mir ist die verarbeitung noch im gang, aber ich habe gute freunde, mit denen ich reden kann über meine ängste. ausserdem besuche ich einen yoga-kurs zum erlernen von entspannung und um einfach etwas gutes für meinen körper zu tun. irgendwie hatte ich zeitweise einen groll und eine wut auf diesen körper, der einfach eines tages aus dem programm lief - ohne meinen auftrag- und diese tumorzellen zuliess. aber das bringt's ja auch nicht, ich übe also im yoga auch einen liebevollen umgang mit mir selbst. und es funktioniert, glaub mir, ich bin sehr überrascht von der positiven wirkung.
zudem geniesse ich jeden tag viel bewusster, auch die kleinen dinge, die früher selbstverständlich waren. ich sage mir: ich lebe, jetzt, dieses gespräch, dieses essen, diese stimmung, diese wolken am himmel, diese musik; ich geniesse eigentlich viel mehr als früher (vor der diagnose bk). gruss, martha
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  #7  
Alt 27.07.2003, 14:11
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Standard Verarbeitungsstrategien.....was habt ihr probiert?

hallo Sternchen,

ich bin ganz einfach in die Offesieve gegangen, zusammen mit meinen Mann, habe einfach, wenn gefrag worden ist, über das Thema BK erzählt. Klar, die Leute waren ersteinmal geschocckt, aber dadurch konnte ich einfacher entspannen und das mehr machen, was mir gut tat. Der Grund war ja bekannt. Wenn ich jetzt einen Durchhänger habe, telefoniere ich am liebsten mit den guten Freundinen, die noch geblieben sind. Oder mein Mann und ich fahren einfach weg. Irgentwohin, und schauen uns die Stadt bzw andre Sachen an, obwohl wir leider nicht viel Geld haben. Dafür sparen wir dann an anderen Stellen.

Aber versuche dich trotzdem damit auszusetzen. Verdrängen hilft im ersten Moment aber irgenwan erwischt es dich noch nach Jahren. Ich spreche leider aus eigender Erfahrung mit einer anderen Sachen

Viel Glück und du schaft es

Birgit M.
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  #8  
Alt 28.07.2003, 08:02
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Standard Verarbeitungsstrategien.....was habt ihr probiert?

Hallo Sternchen,

meine Diagnose war im April 01. Danach habe ich mir einen Pschotherapeuten gesucht (wird von der Krankenkasse bezahlt) und gehe seither 1x pro Woche zur Therapiestunde, was mir sehr gut tut.

Schöne Grüße
mond54
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  #9  
Alt 31.07.2003, 19:05
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Standard Verarbeitungsstrategien.....was habt ihr probiert?

Hallo Sternchen,

bei mir sind nun 2 Jahre seit der Diagnose vergangen.

Wie ich das verarbeitet habe - ehrlich gesagt - gibt es kein Patentrezept.

Der KK hier und der Chat haben mir sehr gut getan, der Austausch mit anderen Krebspatienten. Gesprächstherapien jeder Art - sei es mit einer Psychotherapeutin oder mit lieben Menschen. Entstpannungsübungen gelernt. In der AHB aus den Seminaren viel mit übernommen in den Alltag.

Das normale Leben geht nicht immer, aber immer öfters.

Gruß
Ingrid
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  #10  
Alt 31.07.2003, 21:46
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Standard Verarbeitungsstrategien.....was habt ihr probiert?

Ich habe das Meditieren gelernt und lese viele Bücher darüber. Seitdem habe ich mehr innere Ruhe gefunden, das tut mir gut.
Gruß karin
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  #11  
Alt 01.08.2003, 09:34
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Standard Verarbeitungsstrategien.....was habt ihr probiert?

Hallo Sternchen, liebe Ingrid,

für mich gehört zum Ziel von Verarbeitungstrategien z.B. auch, daß man lernt, das Leben nicht mehr genauso wie vor der Diagnose leben zu können, sondern daß sich /ich vieles ändert. Ingrid, mein Leben ist auch nach der Erkrankung normal, aber inhaltlich ist es eben eine andere, neue Normalität. Und ich finde sogar, in vielen Bereichen ist es besser als vorher. Ich achte mehr auf meine Bedürfnisse, lasse es mir öfter gut gehen als vorher, bin in Richtungen aktiver, in denen ich vorher nicht viel getan habe, habe eine neue Lebensfreude durch meine Aktivitäten entwickelt.

Gruß von Robie
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  #12  
Alt 01.08.2003, 18:07
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Standard Verarbeitungsstrategien.....was habt ihr probiert?

Hallo Robie,

ja, ich kann dir zustimmen.

Aber der Weg in die neue Normalität ist hart und steinig. Die Krankheit anzunehmen und auch Dinge geschehen zu lassen braucht Zeit.

Ich lebe sicherlich bewusster und freue mich an Kleinigkeiten, die ich vorher gar nicht beachtet habe.

Gruß
Ingrid
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  #13  
Alt 08.09.2003, 18:15
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Standard Verarbeitungsstrategien.....was habt ihr probiert?

Hallo Sternchen,
auch wenn es etwas spät für eine weitere Meinung ist...es giebt wirklich kein Rezept für eine "Verarbeitungsstrategie". Jeder Mensch ist anders, sein Umfeld, seine Krankheit. Ein Jahr nach meiner Diagnose habe ich mein Leben auf den Kopf gestellt. Habe meinen Mann (und leider auch schon fast "grosse" Tochter) verlassen und einen Neuanfang gewagt. Im großen und ganzen ist meine Gefühlswelt zufriedenstellend, vorher war ich total unglücklich----ich habs halt versucht zu ändern. Damals während der Therapien habe ich das alles einfach nur mitgemacht, könnte man sagen. Irgendwann wachte ich auf und fragte mich, ob das schon alles sein soll. Heute sehe ich vieles kritischer, andere Dinge, über die sich die lieben Mitmenschen aufregen, sind belanglos für mich. Doch stets versuche ich herauszufinden, was für mich wirklich wichtig ist. Ich liebe wieder und werde geliebt. Das war nicht immer so. Auch wenns hart klingt: wenn man krank ist oder es war... es wird Zeit, an sich selber zu denken!!! Ich mach mir öfters selbst ne kleine Freude, wenn mir danach ist. Ich sage, wenn ich etwas brauche. Und ich sage auch, wenn ich etwas nicht will. Schade, daß ich damals dieses Forum noch nicht kannte!!! Bin hier öfters nur mal so am lesen.
Ich weiß nicht, ob Du, Sternchen, auch von BK betroffen bist, ich nehme es mal an. Wie geht es Dir inzwischen?
Viel liebe Grüße von kessi
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  #14  
Alt 09.09.2003, 18:11
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Standard Verarbeitungsstrategien.....was habt ihr probiert?

Hallo Sternchen,
ich habe mir gerade die Berichte durchgelesen und möchte auch noch etwas anfügen. Ich bin im November letzten Jahres an BK erkrankt und befinde mich noch mitten oder vielleicht auch noch am Anfang der Verarbeitungsphase. Mir hat eine Reha im März unheimlich geholfen. Ich habe dort ganz tolle Menschen kennengelernt, die mich einfach verstanden haben, ohne viele Worte und Erklärungen, weil sie das gleiche Schicksal haben. Eine besonders liebe Freundin aus dieser Zeit ist zwischenzeitlich verstorben und das hat mich umgehauen.
Um so stärker versuche ich einfach auf mich Acht zu geben und in mich hineinzuhören. Ich habe zum Glück einen ganz tollen Ehemann, der mir den Rücken stärkt und für mich da ist. Auch die Familie und Freunde geben mir Halt und Kraft, auch wenn manche Freunde nun nicht mehr für mich da sind.
Ich habe drei Golden Retriever und eine Katze und ich kann nur sagen, dass diese 4 meine besten Ärzte sind.
Nun habe ich mich einem Laienthater angeschlossen und bald geht es los mit einstudieren, proben, usw. Das wollte ich immer schon machen und hatte irgendwie nie den Mut dazu. Dieses "Engagement" hat mich aus einer ganz schlimmen, depressiven Phase rausgeholt. Ich hoffe nur, dass mir die Krankenkasse da keinen Strich durch macht. Mein Arzt meinte, sie könne daran Anstoß nehmen, da ich z.Zt. Krankengeld bekomme. Was meint ihr dazu?
Ich wünsche euch allen nur das Beste!!
Liebe Grüße von Nicole

P.S. Liebe Kessi, ich finde Dich unheimlich mutig und bewundere Deine Stärke, die durch Deinen Neuanfang bewiesen hast.
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  #15  
Alt 09.09.2003, 20:59
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Standard Verarbeitungsstrategien.....was habt ihr probiert?

Hallo Sternchen
So normal wie möglich Leben die Angst zwar zu lassen aber nicht übermächtig werden lassen.Positives Denken ist ganz wichtig.Ablenkung von der Erkrankung suchen aber nicht aus den Augen verlieren.
Alles liebe und gute
Priska
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