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  #1  
Alt 02.09.2003, 03:19
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Standard Blasenkrebs ohne weiterbehandlung?

Liebe Forumgemeinde,

meine 81 jährige Mutter hat einen Blasenkrebs pT1 G3, zu N und M wurden keine Agaben. Der Krebs wurde im Krankenhaus mit einer TUR behandelt ohne nachfolgende BCG-Chemo oder andere Chemotherapie, es wude auch keine Bestrahlung oder Hyperthermie empfohlen. Der abgehobelte Tumor war 8g schwer, laut histologischem Bericht. Außerdem hat sie eine doppelte J-Schiene erhalten. Der Suprapubische Katheter wurde gezogen und durch einen Harnröhrenkatheter ersetzt. Sie wurde 2 Tage nach der OP entlassen, ohne AHB.
Mir kommt alles so suspekt vor.

Meine Frage:
Ich wundere mich, daß es keine Nachbehandlung gibt, hat jemand damit oder ähnlichen Behandlungen Erfahrungen? Beim Urologen hat sie erst in 14 Tagen einen Termin bekommen. Das Krankenhaus gibt einen Hinweis auf die nachfolgende Behandlung: palliative Behandlung.

Muß ich das alles so deuten, daß das Krankenhaus meine Mutter aufgegeben hat?

Wer weiß etwas dazu? Und sei es nur ansatzweise und noch so unwichtig. Wie kann ich ihr helfen?

Vielen Dank im voraus.

Liebe Grüße von einer sich sorgenden Tochter (Hemi2)
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  #2  
Alt 15.09.2003, 14:50
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Standard Blasenkrebs ohne weiterbehandlung?

Hallo Heimi2, bin selber auf der Suche nach Informationen in Bezug auf Blasenkrebs, eins habe ich auf jedem fall rausbekommen: palliative Behandlung heißt, lindernde Maßnahmen zur Beseitigung bestimmter Symtome, ohne die zugrundeliegende Erkrankung tatsächlich beseitigen zu können.
Wegen einer AHB hättest Du den behandelnden Arzt ansprechen müssen, der wiederrum setzt sich mit dem Sozialdienst in Verbindung und die wiederrum kommen ans Bett des Patienten und sprechen alles mit ihm und den Angehörigen durch. Es ist nicht viel mit was ich Dir vielleicht helfen konnte. Liebe Grüsse Lore
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  #3  
Alt 21.09.2003, 18:00
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Standard Blasenkrebs ohne weiterbehandlung?

hallo , bei mir wurde 2001 ebenfalls ein Blasenkrebs T1 G3 festgestellt .Beseitigt wurde er durch eine TUR , aber als der histologische Befund da war ( ich war nach 3 Tagen schon aus der Klinik entlassen ) riet man mir eindringlich , die Blase entfernen zu lassen . der G3 hat sehr starke rezidiv(wiederholungs)neigung . Ich habe mich für den Erhalt meiner Blase entschieden , habe aber inzwischen Kehlkopfkrebs , der die Schilddrüse und die Halslymphknoten mitbefallen hat . Ob ein zusammenhang mit der Blase besteht , weiß ich nicht , die Ärzte meinen eher nein . Ich weiß nur , Daß der Blasenkrebs bei rechtzeitiger Erkennung und ständiger Behandlung sehr gut heilbar ist ,ohne jede Behandlung jedoch zu einem elenden Tod führt . Ich wünsche euch viel Glück . name@domain.dename@domain.de
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  #4  
Alt 24.09.2003, 18:58
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Standard Blasenkrebs ohne weiterbehandlung?

Hallo Heimi2,
meine Mama (54 Jahre) hatte jetzt auch gerade eine TUR mit der Diagnose T1G3 hinter sich gebracht. Bei ihr wird allerdings eine Nachresektion gemacht um festzustellen, ob der Tumor doch bereits tiefer liegt oder ob er auch wieder ein Rezidiv gebildet hat. Leider ist dies bei G3 mit hoher Wahrscheinlichkeit der Fall, da dies die aggressivste Art darstellt.

Sie wird danach entweder mit einer BCG-Instillationstherapie behandelt (sind "Tuberkulose-Bazillen" die in die Blase wöchentlich eingesetzt werden) oder es wird ihr die Blase entfernt.

Weiters weiss ich leider auch noch nichts, es hängt alles von der Infiltrationstiefe des Tumors ab - ich befinde mich also in der gleich verzweifelten Situation wie Du und hoffe nur, dass noch keine Metastasten sind. Wenn aber der Befund Deiner Mama mit T1 stimmt, dann kann es eigentlich noch keine Metastasierung geben, da dies bei oberflächlichen Karzinomen (TA, TIS und T1) nicht der Fall ist. Aber Du hast recht, mir kommt das auch sehr suspekt vor.

Am besten gehst Du mit Deiner Mama mit zu den behandelnden Ärzten und fragst, warum keine weiteren Maßnahmen von ihrer Seite getroffen werden.

Liebe Grüße Astrid
PS. Palliativ bedeutet übersetzt soviel wie lindernd.
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  #5  
Alt 03.11.2003, 11:19
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Standard Blasenkrebs ohne weiterbehandlung?

Hallo,
vielen dank für eure Antworten. Ich habe jetzt noch eine Mögichkeit mit Immucothel bekommen, nachdem ich mich bei der Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr informiert habe. Außerdem gebe ich viele hochdosierte Vitamine Papayafrüchte und Annanas, sowie Thymus Spritzen und später auch Mistelspritzen.
Bis jetzt ist meine Mutter noch guter Dinge und vo allem Schmerzfrei, d. h. ohne jegliche Beschwerden.Es gab auch nur 1 mal eine ganz leichte Blutung von ca. 1-2ml.
Da sie schon 81 Jahre alt ist, hoffe ich, daß der Kebs bei ihr nicht so schnell wächst. Vieles ist leider nicht möglch, da sie bereits einen Schlaganfall hatte und das Herz etwas vorgeschädigt ist.
Deshalb leider auch keine BCG-Instillation oder Chemotherapie.

Ende Nvember Anfang Dzember soll sie nun doch endlich zur Nachresektion.

Da ich leider schon schlimme Erfahrungen bei meinem Vater mit Prostatakrebs gesammelt habe, hoffe ich, daß es bei meiner Mutter nicht so arg verläuft.

Wenn die biologische Therapie auch keine Heilung bedeutet, so scheint es aber bei der Schmezfreiheit und vor allem als Vorbeugung gegen Metastasen eine gewisse Wirkung zu zeigen.
Auf jedenfall ist ihre Lebensqualität noch so geblieben wie vorher.

Ich bedanke mich bei für Antworten und wünsche euch viel Erfolg bei euren Therapien.

Ich werde versuchen in Abständen über den Zustand berichten.

Herzlichen Dank und liebe Grüße Hemi2
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  #6  
Alt 03.11.2003, 12:21
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Standard Blasenkrebs ohne weiterbehandlung?

Hallo Hemi2,

es ist gut, dass Deine Mutter keine Schmerzen hat und v.a. dass Du versuchst, ihr mit alternativen Mitteln zu helfen.

Vielleicht - wenn sie bzw. Du das wollen - kann sie auch noch eine Mistelspritzentherapie machen. Die Urologen sagen zwar meistens, dies sei Quatsch, ich bin aber der Meinung, wenn man an etwas glaubt, dann hilft es auch eher!!!

Meine Mama hatte jetzt eine Nachresektion mit dem Befund T1G3+CIS, sie bekommt jetzt eine BCG. Sollte das nicht wirken, bzw. wegen zu hoher Beschwerden abgebrochen werden, kommt eher doch nur die Blasenentfernung in Betracht.

Noch was wegen deiner Mutter: Solange auch die Rezidive "nur" wieder an der Oberfläche wachsen, stellt das nicht so grosse Probleme dar - ausser eben die lästigen Krankenhausaufenthalte mit der neuerlichen TURB. Die Gefahr liegt darin, dass Blasentumore auch progressiv werden können, d.h. in die Muskelwand einwachsen - aber die glaube auch, dass der Tumor aufgrund des Alters deiner Mutter nicht mehr so schnell wächst.

Ich wünsch Euch auf alle Fälle ganz viel Kraft und alles Gute.

Liebe Grüße Astrid
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  #7  
Alt 06.11.2003, 00:33
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Standard Blasenkrebs ohne weiterbehandlung?

Hallo Astrid,
ganz lieben dank für deine mutmachenden Worte. Die Misteltherapie hat gerade begonnen. Die Ärzte konnten oder wollten mir keine Prognose geben. Von dir habe ich nun jedenfalls etwas über die möglichen Komplikationen erfahren.

Da meine Mutter sich noch sehr gut fühlt, habe ich noch große Hoffnung auf die angewendeten alternativen Mittel und wegen ihres Alters. Das große Leid, welches mein Vater mit dem Prostatakrebs bzw. den Metastasen in der Lendenwibelsäule hatte, scheint ihr glücklicherweise erspart zu bleiben. Ich hoffe, daß es noch lange so bleibt, bzw. daß sie dann, wenn es soweit ist, sehr schnell an Herzversagen oder Schlaganfall verstirbt.

Wie gesagt, zur Zeit geht es ihr noch ausgezeichnet und sie ist frohen Mutes und fröhlich, denn möglicherweise weiß sie nicht, daß sie Krebs hat, obwohl das Krankenhaus sie darüber informiert hat. Sie weiß nur, daß sie ein Gewächs in der Blase hat. Da sie wegen des Schlaganfalls aber nicht richtig sprechen kann, d. h. die Worte nicht findet, kann ich es nicht genau beurteilen. Ich weiß nur, daß sie die Wahrheit sehr belasten könnte.

Ihr Lebensziel ist auch jetzt noch, 100 Jahre alt zu werden und "zwischendurch" noch einmal laufen zu lernen. Sie ist davon überzeugt, dieses zu erreichen. Diese Hoffnung möchte ich ihr nicht nehmen, also spreche ich nicht von Krebs, sondern von Problemen mit der Blase.

Ich hoffe, daß es ihr weiterhin so gut geht. Dieses wünsche ich natürlich auch allen Betroffenen.

Vielen Dank für die Informationen. Nun weiß ich jedenfalls etwas mehr über den möglichen Verlauf der Krankheit.

Hemi2 (Tochter)
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  #8  
Alt 28.02.2004, 08:59
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Standard Blasenkrebs ohne weiterbehandlung?

Liebe Hemi2,

ich wollte nur mal nachfragen, wie es Dir und Deiner Mama geht? Ich hoffe, sie hat die Therapie halbwegs gut vertragen....

Liebe Grüße Astrid
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  #9  
Alt 05.03.2004, 17:39
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Standard Blasenkrebs ohne weiterbehandlung?

Hallo Hemi2,

mich würde es auch interessieren wie es Deine Mutter geht. Meine Mutter hat auch eine TUR mit der Diagnose T2 G3 letztes Jahr hinter sich gebracht. Sie hatte auch keine nachfolgende Behandlungen gehabt. In Januar ist eine Nachuntersuchung gemacht worden und da der Tumor angeblich nicht nachgewachsen ist hat man sie nach Hause geschickt. Seit der Untersuchung hat sie mehrmals Blutungen. Sie hat auch stark abgebaut und ist jetzt wieder im Krankenhaus wegen Blutungen. Die ganze Familie ist verzweifelt und wir wissen nicht mehr weiter. Meine Mutter ist 77 Jahre. Sie gibt nicht auf aber irgendwann sind ihrer Kräfte auch erschöpft. Kann uns jemanden einen Rat geben. Für jede Antwort wäre ich dankbar.
Ellen
BITTE VERZEIH MEIN DEUTSCH ABER ICH BIN AMERIKANERIN.
name@domain.dename@domain.dename@domain.dename@domain.dename@domain.de
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  #10  
Alt 21.04.2004, 02:02
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Standard Blasenkrebs ohne weiterbehandlung?

Hallo zusammen

bitte entschuldigt, daß ich mich erst so spät melde, aber es gibt sehr viel zu tun.
Meiner Mutter geht es noch erstaumlich gut. Selten hat sie Schmerzen, diese können auch von der Doppel-J Schiene stammen, die von der Niere in die Blase geht.
Im Februar sollte eigentlich eine TUR gemacht werden, dieses wurde aber abgebrochen, da man im KH nach falscher Tablettengabe gegen epileptische Anfälle (Dosis wurde halbiert) wegen des Schlaganfalles vor 7 Jahren, ihren Allgemeinzustand so verschlechterte, daß sie kaum noch ansprechbar war.
Nach einer Woche zu Hause ging es ihr wieder gut.
Im KH wurde also nur die Doppel-J-Schiene gewechselt.
Eine weitere TUR hält das KH für nicht mehr durchführbar, da sie es auf Grund des allgemeinen Zustandes (schwaches Herz) nicht überstehen würde.

Ich sehe es anders, weil ich sie zu Hause erlebe. Muß eventuell mal in einem anderen Krankenhaus nachfragen.

Da Schulmedizinisch nichts gemacht wird gebe ich ihr Wobe Mugos E (4 Tabl. täglich)Vitamin C, E und Selen und Zink

Bis jetzt wird mit dieser Medikation eine gute Lebensqualität erhalten. Jedenfalls solange, wie nicht irgendein KH ihr falsche Medi-Dosierungen gibt.

Dieses wird die Krankheit sicher nicht heilen, aber sie länger schmezfrei halten und ihr eine Lebensqualität wie nach ihem Schlaganfall geben.

Vielleicht muß ich damit zufrieden sein. Wer weiß, wie es nach einer anstregenden OP ausgesehen hätte? Da ich logischerweise nicht selbst operieren kann ist das der einzige gangbare Weg für uns, in der hoffnung noch lange gute Lebensqualität aufrecht zu erhalten.

Ich bin inzwischen so bescheiden geworden, daß mir eine lange schmerzfreie Zeit reicht.

Schließlich ist sie inzwischen 82 Jahre alt, ein Alter, welches andere gar nicht erst erreicht haben.

Ich Wünsche euch allen sehr viel Gesundheit mit vielen positiven Erlebnissen.

Liebe Grüße Hemi2
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  #11  
Alt 22.04.2004, 10:43
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Standard Blasenkrebs ohne weiterbehandlung?

Liebe Hemi2,

ich bewundere Dich und Deine Mutter. Ihr beide scheint echt sehr viel Kraft und Mut zu haben.

Und das mit dem Krankenhaus ist echt ... Ich weiss, Ärzte sind auch Menschen, aber für die Betroffenen ist es immer sehr schwer nachzuvollziehen und auch zu verstehen.

Nach dem, wie Du deine Mama schilderst, scheint sie eine ganz besondere Frau zu sein und auch mit einem ungeheuren positiven Lebenswillen. Und das trägt sicher auch dazu bei, dass sie hoffentlich noch ganz lange bei dir sein wird. Lange Zeit wurde die psychische Gesundheit im Rahmen solcher Erkrankungen für nicht wichtig erachtet, inzwischen sind alle Mediziner davon überzeugt, dass der "positive" Wille ein ganz entscheidender Beitrag sein kann.

Ich hab von einem lieben Bekannten, den ich ebenfalls hier kennengelernt habe, einen super Satz dazu erhalten, der sich mir fest ins Gedächtnis geprägt hat: "Ich kämpfe nicht gegen den Krebs sondern für das Leben".

Ich wünsche dir und deiner Mama alles Liebe,
Astrid
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  #12  
Alt 04.03.2005, 02:22
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Standard Blasenkrebs ohne weiterbehandlung?

Hallo,
Ich will mal einen Zwischenbericht geben.

Im August 2003 wurde bei meiner Mutter ein Blasenkrebs pT1 G3 festgestellt. Schulmedizinisch wurde kaum etwas gemacht.
Jan. 2004 Dopel -J- Schiene gewechselt
Nov. 2004 Dopel -J- Schiene gewechselt
Nov. 2004 TUR-B

Bericht:
-ausgedehnte Partien eines überwiegend urothelial differenzierten Carcinomes der Harnblase hohen Malignitätsgrades (GIII)
-Der Tumor unterminiert oberflächlich intaktes Urothel (Dieses ohne Atypien, kein Carcinoma in Situ) und zeigt ausgedehnte plattenepitheliale Metapalsien);
-tumorösee Infiltration der Wandmuskulatur der Tiefe (somit mindestens pT2).

Also dafür, daß schulmedizinisch nichts gemacht wurde, ist der Krebs noch nicht wahnsinnig explodiert, hatte eigentlich mit mehr gerechnet, dachte an pT3 oder pT4 + Metastasen nach nun 1,5 Jahren - na gut, dort steht "somit mindestens pT2", was immer das heißen mag.

Dieses ist das Ergebnis von
Wobe Mogos E
Selen
Zink
Vitamine A C D E
Hanfsamen
Seit Jan 05 Spezialtinktur aus der Schweiz gegen Appetitmangel
kann den Namen leider nicht nennen wegen der Forenbedingungen, es könnte als Werbung gelöscht werden :-) .

Liebe Grüße von
Hemi2

PS: Kann jemand folgendes übersetzen und oder erklären?
unterminiert oberflächlich intaktes Urothel
plattenepitheliale Metapalsien
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  #13  
Alt 04.03.2005, 02:40
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Standard Blasenkrebs ohne weiterbehandlung?

Hallo,

wer hat eine Ahnung wie es weiter gehen wird, was passiert und wie lange es dauern wird?

Liebe Grüße
Hemi2
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  #14  
Alt 07.03.2005, 14:38
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Standard Blasenkrebs ohne weiterbehandlung?

Übersetzung:

pT2 heißt, Muskulatur ist infiltriert. Hier muß schleunigst die Harnblase entfernt werden, wenn Heilungschance nicht vertan werden soll. Eine andere Chance gibt es nicht, weil in diesem Stadium schon häufig die Lymphspalten befallen sind, auch wenn nicht mikroskopisch nachweisbar.

Annonymus' Fall zeigt deutlich: pt1G3 wächst sehr schnell zu einem nicht mehr oberflächlichen Tumor, trotz heftiger Nachkontrollen erwischt man dann doch irgendwann einen pT2-Tm. Insofern ist die UNBEDINGTE Nachbehandlung beim pT1G3 die intravesikale Chemo oder BCG-Therapie, wenn CIS (hochaggressiv von den zellen her, aber in Schleimhautniveau) dabei, dann nur BCG. Weil aber auch hier die Lebenserwartung zwar deutlich gebessert, aber weit von geheilt (alles statistisch!) entfernt, wird immer wieder bei T1 G3 die Blasenentfernung empfohlen. Die gegenwärtigen Studien gehen dahin, daß die Lebensdauer mit "sofortiger" (also nach TUR) Zystekotomie besser sein könnte als nur mit intraves.Chemo/BCG.

Es ist ein Irrtum, anzunehmen, der Blasentumor wüchse im Alter weniger stark: das Gegenteil ist der Fall. Zurückhaltung aus diesem Argument heraus ist falsch.

Astrid: Das Vorgehen so, gewissermaßen mit der Zystektomie in Bereitschaft, die intravesikale Therpapie zu machen, ist absolut ok!!

Hemi2: Vorgehen wie Astrid dringend empfohlen. Therapeutischer Nihilusmus ist nicht sinnvoll: Denk an die sog. Sterbetabellen: demnach hat Deine Mutter statistisch noch 9,7 (!) Jahre zu leben!!! (annonymus bist du auch, Hemi2? Wenn ja, dann macht intravesikale Therapie keinen Sinn mehr. Jetzt mindestens pT2 heißt, muskelinvasiv, ohne Zystektomie 3 Jahre, und nicht Licht ausknipsen, sondern ein einigermaßen belastendes Leiden, nicht nur Schmerzen, sondern allerhand Anderes dazu. Also: Jetzt Zystektomie ist die einzige Alternative. Und auch nur jetzt. In einem halben bis einem Jahr wirds dafür zu spät sein. ok., Zystektomie kann auch jetzt schon zu spät sein, klar. Aber so hat sie eine Chance der Heilung, liegt im deutlich zweistelligen BEreich)

http://www.advocat24.de/user_files/t...betabelle2.pdf

Da lohnt allerhand therapeutischer Aufwand!!
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  #15  
Alt 19.03.2005, 14:15
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Standard Blasenkrebs ohne weiterbehandlung?

Hallo uro,

leider wollen die Ärzte keine Blasenzystekotomie machen, ja annonymus ist mein Bruder, es ist also dieselbe Mutter.
Schon anfangs bei pT1G3 wurde keine Blasenzystektomie gemacht, jetzt bei pT2G3 immer noch nicht. Man vermutet, daß sie die Operation möglicherweise nicht überleben würde.
Die Schulmedizin macht nichts gegen den Blasenkrebs!
Habe 4 Krankenhäuser und diverse Ärzte gesprochen. Es heißt immer nur ich soll ihr Lebensqualität geben. Das ist wohl auch nur so eine Ausrede.

Ichwürde mich freuen, wenn du näheres zu :

ohne Zystektomie 3 Jahre,
und nicht Licht ausknipsen,
sondern ein einigermaßen belastendes Leiden,
nicht nur Schmerzen,
sondern allerhand Anderes dazu

sagen könntest, besonders zu den Zusätzlichen Belastungen und Krankheitsbildern ("anderes dazu").

Bin für eine Antwort sehr dankbar.

Liebe Grüße Hemi2
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