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  #1  
Alt 18.01.2010, 15:33
haarteil haarteil ist offline
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Standard Schmerzen nicht zum aushalten

Hallo,
meine Mutti hat Lungenkrebs mit Metastasen im Rücken.Sie hat schmerzen ohne Ende.Die Diagnose wissen wir seit 6 Wochen und es wurde noch keine Behandlung begonnen nur das 3 mal die Schmerztabletten erhöt bzw. jetz hat Sie ein Morphin bekommen ( Fentanyl Actauis 50 mg ) .Die Ärzte haben nicht einmal Sie darüber aufgeklärt ,es hilft aber nicht .Sie hat dauer Schmerzen u. kann nichts machen,habe Angst das Sie die Dosis erhöhen.Habt ihr auch starke schmerzen?Gibt es eine alternetive als das starke Morphin?
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  #2  
Alt 19.01.2010, 11:16
heinz33 heinz33 ist offline
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Standard AW: Schmerzen nicht zum aushalten

Hallo Haarteil,
meine Frau hat auch Lungenkrebs mit Metastasen im Becken und rechtem Oberschenkel. Sie hat auch mit 50er Pflastern angefangen und war schon
bis 200er. Momentan ist Sie auf 175 eingestellt und noch Tropfen 4x am Tag, muß aber vor Aktivitäten noch zusätzlich Schmerztabletten nehmen und das schon ein halbes Jahr. Unser Onkologe sagt aber, das die Morphinpflaster wenig schädlich sind. Meine Frau sagt besser die Pflaster als diese unerträglich Dauerschmerzen. Deine Mutter muß Schmerzmittelmäßig unbedingt richtig eingestellt werden, denn Sie kann das nicht lange aushalten.
Ich wünsche Dir und Deiner Mutter alles Gute.
Gruß Heinz
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  #3  
Alt 19.01.2010, 12:02
Lucky End Lucky End ist offline
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Standard AW: Schmerzen nicht zum aushalten

Hallo Heinz,

bei vielen Kranken ist es nicht möglich zu operieren bzw. eine Behandlung (Chemo-, Strahlentherapie) zu beginnen, weil der Gesamtzustand derzeit zu schlecht ist. Es wird abgewartet bis der Patient wieder zu Kräften kommt und vorerst die akuten Schmerzen bekämpft.

Der Patient soll heute nicht unnötig Schmerzen haben und erhält somit eine bessere Lebensqualität. Du brauchst also keine Angst haben, dass die Ärzte die Dosis erhöhen. Sollte dies der Fall sein, so geschieht dies nur um Deine Mutter nicht unnötigen Schmerzen auszusetzen. Die Ärzte überwachen die Morphingaben genau und wägen in der Regel Nutzen und Nachteile ab. Sprich doch mal mit den Ärzten, wie ihr "Fahrplan" aussieht.

Mein Vater hat sich anfangs auch gegen Morphin gewehrt, hat aber dann schließlich doch darum gebeten, weil die Schmerzen nicht auszuhalten waren. Er meinte dann, dass das Morphin die ganze Situation wirklich erträglicher macht.

Viel Kraft für Dich, Deine Mutter und Deine Familie

TOI TOI TOI
Lucky End
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  #4  
Alt 19.01.2010, 12:30
Reinhard Reinhard ist offline
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Standard AW: Schmerzen nicht zum aushalten

Ist Fentanyl Morphin?

Bei mir wurden die Fentanylpflaster von 25 bis 75 gesteigert. Genützt hat es nicht wirklich.

Es scheint so, als ob die Medikamente individuell unterschiedlich wirken.

Eine Zeitlang kam ich mit Ibuprofen ganz gut hin, dann mit Novalgin und Tropfen auf Opiumbasis, deren Namen mir momentan nicht einfallen.

Bevor ich etwas ausprobiere frage ich aber stets den Arzt und Apotheker.

LG Reinhard
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  #5  
Alt 19.01.2010, 13:29
paula2007 paula2007 ist offline
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Standard AW: Schmerzen nicht zum aushalten

hallo haarteil,

mein papa hatte auch lungenkrebs mit knochenmetas im kreuzbein, durch die sogar knochen gebrochen sind und er unerträgliche schmerzen hatte. anfänglich bekam er morphium in tablettenform. als die nicht mehr halfen bekam er eine morphiumpumpe und dazu novalgintropfen. diese pumpe war in unserem fall wirklich super! mein papa war weitestgehend schmerzfrei. wenn größere dinge (wie waschen, etc.) anstanden haben wir eine halbe stunde vorher einen sogenannten bolus ("extraportion morphium") gegeben und das klappte gut. bei bedarf hat der pflegedienst nach rücksprache mit dem arzt dann entsprechend die dosis erhöht. vielleicht wäre das auch was für euch...
denn es heisst ja immer, dass keiner schmerzen haben muss!
ich wünsche euch weiterhin alles gute! lg, nicole
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  #6  
Alt 19.01.2010, 15:45
Benutzerbild von Ariadne
Ariadne Ariadne ist offline
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Standard AW: Schmerzen nicht zum aushalten

Es ist bekannt, dass zum Thema Schmerzbekämpfung und Schmerztherapie bei Krebserkrankungen noch eine erhebliche Unter- und Fehlversorgung der Patienten besteht. So wird beobachtet, dass häufig einfach "probiert" wird: Was könnte vielleicht wirken?
In den letzten Jahren hat auch die Bekämpfung von Tumorschmerzen erhebliche Fortschritte gemacht.
Die medizinischen Möglichkeiten einer adäquaten Schmerztherapie sind auf jeden Fall vorhanden. Jedoch - nicht alle Kliniken und Praxen betreiben die Schmerzbekämpfung nach neuesten Erkenntnissen.
Ich schätze, dass liegt schlichtweg an fehlender "Weiterbildung".

Ratsam ist es daher einen guten Schmerztherapeuten hinzuzuziehen, wie wir es bereits in der Anfangsphase getan haben.
Devise der Schmerztherapeuten ist, dass kein Patient unnötig Schmerz ertragen soll.

LG Ariadne
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  #7  
Alt 19.01.2010, 16:07
haarteil haarteil ist offline
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Standard AW: Schmerzen nicht zum aushalten

Zitat:
Zitat von Reinhard Beitrag anzeigen
Ist Fentanyl Morphin?

Bei mir wurden die Fentanylpflaster von 25 bis 75 gesteigert. Genützt hat es nicht wirklich.

Es scheint so, als ob die Medikamente individuell unterschiedlich wirken.

Eine Zeitlang kam ich mit Ibuprofen ganz gut hin, dann mit Novalgin und Tropfen auf Opiumbasis, deren Namen mir momentan nicht einfallen.

Bevor ich etwas ausprobiere frage ich aber stets den Arzt und Apotheker.

LG Reinhard
Hallo Reinhard,
ja das ist leider Morphin u. das macht mir Angst.
Alles gute.
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  #8  
Alt 19.01.2010, 16:12
haarteil haarteil ist offline
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Standard AW: Schmerzen nicht zum aushalten

Hallo,
vielen Dank für Euere Tipps.Das hört sich immer an als würde man nie wieder der der man mal war?Ich denke immer Sie kann wie früher durch den Garten stiffeln und in Urlaub fahren u.s.w...Verdammter Krebs macht mich mit kapput,ich will Sie wie früher haben u. würde alles dafür tun .Alles Gute für Euch.
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  #9  
Alt 19.01.2010, 16:24
Benutzerbild von Evelyn66
Evelyn66 Evelyn66 ist offline
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Standard AW: Schmerzen nicht zum aushalten

Hallo
Du kannst Dich auch ans Krankenhaus wenden, in der Regel gibt es dort eine Schmerzambulanz, die Dich dann richtig durch checken und einstellen auf Medikamente. Bei meiner Freundin hat das echt gut geklappt.

Viel Glück weiter hin alles Gute Evelyn66
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  #10  
Alt 19.01.2010, 17:09
paula2007 paula2007 ist offline
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Standard AW: Schmerzen nicht zum aushalten

hallo haarteil,

es ist aber leider so, dass jetzt alles anders ist. es wird auch nicht mehr wie es einmal war. aber warum stehst du dem morphium so negativ gegenüber? deine mama befindet sich leider im fortgeschrittenen stadium und das wichtigste wäre doch, dass sie wenigstens schmerzfrei ist, oder?

lg, nicole
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  #11  
Alt 22.01.2010, 10:25
haarteil haarteil ist offline
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Standard AW: Schmerzen nicht zum aushalten

Zitat:
Zitat von paula2007 Beitrag anzeigen
hallo haarteil,

es ist aber leider so, dass jetzt alles anders ist. es wird auch nicht mehr wie es einmal war. aber warum stehst du dem morphium so negativ gegenüber? deine mama befindet sich leider im fortgeschrittenen stadium und das wichtigste wäre doch, dass sie wenigstens schmerzfrei ist, oder?

lg, nicole
Hallo,
klaro ist wichtig das Sie schmerzeifrei ist.Habe aber 1 Bekannten der ist am Morphin gestorben.Ins Krankenhaus rein mit Dosis 0,25 und 1 Tag später erhöht auf 100 u. das wars.Und Morphin hört sich immer wie das Todesurteil an.
Mein Opa hat es damals auch bekommen u. er lag nur noch im Bett u. hat uns nicht erkannt u. das will ich auf keinen Fall bei meiner Mutti miterleben.
Gibt es den hier keinen im Forum der den Krebs besiegt hat mit der gleichen Diagnose?Mann muss Ihn doch bekämpfen können .Ich galub da ganz fest daran ,ich habe nur noch meine Mutti .

Glg aus Chemnitz
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  #12  
Alt 22.01.2010, 18:46
Benutzerbild von pit59
pit59 pit59 ist offline
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Standard AW: Schmerzen nicht zum aushalten

Hallo Haarteil,

ich komme auch aus Chemnitz.Meine Eltern werden im Küchwald Klinikum behandelt.Dort sind wir eigentlich ganz gut aufgehoben.Spreche doch die Ärzte mal darauf an,wir haben immer eine ordentliche Auskunft bekommen.Schmerzen sollte sie keine leiden müssen.
Wo werdet ihr denn behandelt?
Übrigens,ich kann deine Angst soooooooooooooo gut verstehen.Meine Eltern habe beide Krebs und ich habe schreckliche Angst,sie beide in kurzer Zeit zu verlieren.Bei meiner Mam wird gerade im KH geschaut,ob sich Metas in der Lunge gebildet haben.Glaub mir,ich kenne die Angst!!!!
LG Petra
__________________
2004 Enkel Leukämie ALL - heute gehts ihr gut
2007 Mutter Gebärmutterhalskrebs - bis heute alles ok!
Mein Paps 16.07.09 CUP Syndrom,Chemo erfolglos,
25.04.2010 Den Kampf leider verloren
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  #13  
Alt 25.01.2010, 10:47
haarteil haarteil ist offline
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Standard AW: Schmerzen nicht zum aushalten

Hallo pit59,
oh man gleich beide Eltern .Wisst Ihr die Ursachen ,Aspest ,Schimmel oder so.Gleich beide ist doch ausergewöhnlich.
Meine Mutti lag auch im Küchwald ,die Schwestern o.k. ,aber wir wissen nichts weiter.Meine Mutti ist jetzt zu Hause u. muss nun auf den Befund warten .Was ich nicht verstehe ,das wir ja wissen er ist bösartig und hat Metasten im Rücken und Bein gebildet.Allles gute und Kopf hoch ,wir müssen immer an das gute glauben ,ich weiß leicht gesagt .

lg aus Chemnitz


Zitat:
Zitat von pit59 Beitrag anzeigen
Hallo Haarteil,

ich komme auch aus Chemnitz.Meine Eltern werden im Küchwald Klinikum behandelt.Dort sind wir eigentlich ganz gut aufgehoben.Spreche doch die Ärzte mal darauf an,wir haben immer eine ordentliche Auskunft bekommen.Schmerzen sollte sie keine leiden müssen.
Wo werdet ihr denn behandelt?
Übrigens,ich kann deine Angst soooooooooooooo gut verstehen.Meine Eltern habe beide Krebs und ich habe schreckliche Angst,sie beide in kurzer Zeit zu verlieren.Bei meiner Mam wird gerade im KH geschaut,ob sich Metas in der Lunge gebildet haben.Glaub mir,ich kenne die Angst!!!!
LG Petra
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  #14  
Alt 25.01.2010, 11:21
Reinhard Reinhard ist offline
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Zitat:
Zitat von haarteil Beitrag anzeigen
Hallo,
vielen Dank für Euere Tipps.Das hört sich immer an als würde man nie wieder der der man mal war?Ich denke immer Sie kann wie früher durch den Garten stiffeln und in Urlaub fahren u.s.w...Verdammter Krebs macht mich mit kapput,ich will Sie wie früher haben u. würde alles dafür tun .Alles Gute für Euch.

Daß es wieder mal so wird wie früher, würde ich nicht ausschließen.

Geht es mir besser, so wie jetzt, setze ich alle Schmerzmittel ab, die opioiden langsam und nach Absprache mit dem Arzt.

Und ich kann durch den Garten stiefeln und in Urlaub fahren. Letzten Sommer kam ich dagegen wochenlang nicht aus dem Bett.

Der Zustand ändert sich manchmal sehr schnell. Allerdings in beide Richtungen.


LG Reinhard
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  #15  
Alt 25.01.2010, 13:08
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pit59 pit59 ist offline
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Hallo haarteil,
danke für die Wünsche.Wir wissen nicht,wo es herkommtBei meiner Mam wurde nun heute nochmal Broncho gemacht.Der Befund würde 2-3 Tage dauern.Ich habe solche Angst vor der Antwort.
Was wird denn bei Euch jetzt so gemacht?Chemo.............die müssen doch irgendwas machen?Ich meine,die Hoffnung stirbt zuletzt.
Ich wünsche Euch alles erdenklich liebe und gute
LG Petra
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25.04.2010 Den Kampf leider verloren
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