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  #1  
Alt 20.06.2014, 11:01
Jeanny0109 Jeanny0109 ist offline
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Registriert seit: 20.06.2014
Beiträge: 1
Standard Vater hat Kehlkopfkrebs - Verzweifelung

Hallo liebe Forumsmitglieder,

ich möchte euch gerne von der Geschichte meines Vaters erzählen.
Vielleicht kann mir jemand etwas die Angst nehmen oder mich genau über den Verlauf der Krankheit und der anstehenden Operation (Entfernung des gesamten Kehlkopfes) aufklären.
Bei meinem Vater (64 Jahre) ist vor einigen Wochen die Diagnose Kehlkopfkrebs gestellt worden. Laut der behandelnden Ärztin sollte der Krebs sich noch im "Anfangsstadium" befinden und durch eine Laserop operabel sein.
Wie sich bei der am Dienstag (17.06.14) stattgefunden Laserop herausgestellt hat, ist der Krebs aber so weit fortgeschritten, dass dies eine radikale Entfernung des Kehlkopfes zu bedeuten hat.
Dies war und ist für uns alle, besonders für meinen Vater, ein Schock. Den wir erst einmal verarbeiten müssen.
Mein Vater war doch immer so ein lebenslustiger und fröhlicher Mensch, ihn jetzt so niedergeschlagen und traurig im Krankenhaus zu sehen, macht mich echt fertig. Zu allem Überfluss kann er durch den Luftröhrenschnitt nicht reden und versucht sich mit „Händen und Füßen“ zu verständigen. Eine Magnet-/Schreibtafel erleichtert die Verständigung.
Am Dienstag 24.06.14 muss mein Vater die große Operation (Entfernung des gesamten Kehlkopfes) über sich ergehen lassen.
Meine Sorgen und Ängste sind, wie er damit klar kommt. Wie sich sein Leben danach verändert? Ob ein normales Leben möglich ist? Kann er danach wieder sprechen? Hat er starke Schmerzen? Und und und?
Es tut mir so unendlich weh und auch wahnsinnig leid für meinen Vater, dass er so etwas durchmachen muss.
Mein Vater hat gestern bereits Besuch von einem sehr netten Herren vom Verein der Kehlkopflosen bekommen, der ihn über das Leben danach etwas aufgeklärt hat.
Für meinen Vater war dieser Besuch sehr angenehm und auch beruhigend.
Da ich aber bei dem Gespräch nicht mit dabei war, erhoffe ich mir weitere Informationen zum Verlauf von euch.

Liebe Grüße
Jeanny
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  #2  
Alt 20.06.2014, 15:34
Benutzerbild von wolfgang46
wolfgang46 wolfgang46 ist offline
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Registriert seit: 19.11.2002
Ort: Land Brandenburg
Beiträge: 1.264
Standard AW: Vater hat Kehlkopfkrebs - Verzweifelung

Hallo Jeanny,

es ist sehr schade, dass Du bei dem Gespräch mit einen Kollegen von den Halsoperierten nicht dabei warst, denn dieser hätte auch Dir Deine Ängste genommen.
Als bei mir die Diognose: OP, eventuell reicht eine Teil OP, war ich auch "am Boden zerstört". Aber nach dem Gespräch mit meinem Kollegen (er war Total operiert), hab ich zu meiner Frau gesagt: Was der kann, werde icxh auch können.
Das wird bei Deinem Vater ähnlich sein: Was die anderen können, wird auch er schaffen. Wichtig dabei ist, dass er es auch will und darum kämpft.
Die Ärzte können noch so gut sein, wenn aber der Patient aufgibt, haben auch die besten Ärzte keine Chance zu helfen.

Und für Dich gilt, dass Du dafür sorgst, dass Familie und Freunde ihn mit unterstützen und ihn nicht fallen lassen.

Denkt bitte daran, ihm zwar zu helfen, aber nur wo es notwendig ist, bitte nicht "Gutes tun, was er nicht will".

So, das soll es jetzt erst einmal sein, denn wie ich die Truppe hier kenne, werden noch viele Tipps und gute Wünsche kommen.

Alles Gute weiterhin bis bald
Wolfgang

PS. Seit 13 Jahren Teil Op und krebsfrei.
__________________
Die im Krebs-Kompass von mir verfassten Texte dürfen auf anderen Homepages und in anderen Foren ohne meine Zustimmung nicht verwendet oder veröffentlicht werden. Das gilt auch für Auszüge aus meinen Texten.
Hilfe für Kehlkopfoperierte gibt es auch unter: Bundesverband der Kehlkopflosen und Kehlkopfoperierten e. V.
www.kehlkopfoperiert-bv.de
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  #3  
Alt 24.06.2014, 22:25
Wangi Wangi ist offline
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Registriert seit: 15.06.2009
Beiträge: 1.383
Standard AW: Vater hat Kehlkopfkrebs - Verzweifelung

Hallo Jeanny,

ich hatte auch Kehlkopfkrebs, bin aber um eine Op trotz grossem Tumor drum rum gekommen. Ich habe aber starke Bestrahlung und Chemo bekommen und kann auch jetzt nach 5 Jahren nicht Alles essen.
Deshalb kann ich dir zum Thema Op nicht viel sagen.
Ich möchte euch aber viel Kraft wünschen und deinem Vater guten Erfolg beim Kampf gegen den Krebs.
Wenn du Fragen hast oder einfach nur etwas los werden willst findest du hier immer offene Ohren.

Liebe Grüße

Wangi
__________________
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