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Alt 01.09.2014, 00:09
JoeM JoeM ist offline
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Standard Short Barrett, Mandelentzündung oder doch stiller Reflux?

Hallo zusammen,

zunächst einmal ein paar Grunddaten.
ich bin 30, M, 181m, wiege 75 KG, treibe viel Sport, habe noch nie Kaffee getrunken und geraucht. Alkohol trinke ich sehr selten!

Ich bin gerade an einem Punkt angekommen wo ich langsam nicht mehr weiter weiß aufgrund von verschiedenen Diagnosen und Symptomen. In den letzten Tagen kamen zudem mehr und mehr Informationen ans licht, die ich aus dem Internet recherchiert habe. Teils auch aus diesem Forum.

Dez. 2013:
Alles begann bei mir mit einer Mandelentzündung mit weißen belegen, einzündetem Rachen und schmerzhaft geschwollenen Lymphknoten am Hals. Schmerzen hatte ich dabei nur 3 Tage lang und danach nicht mehr! Mir wurde hierfür ein Antibiotikum verschrieben. Die Schwellung der Mandeln und insbesondere der Lymphknoten ging jedoch nicht zurück. Im Jan. 2014 kam schließlich noch ein Husten hinzu. Erste Blutergebnisse schließen auf Ebstein Barr Virus (Pfeifenfisches Drüsenfieber) hin. Aufgrund weiterer Blutergebnisse mit schlechten Werten kam bei mir sogar der Verdacht auf Lymphknoten Krebs auf. Nach einigen HNO Terminen wurde ich schließlich

April 2014 in die HNO Klink zur Untersuchung geschickt. Dort machte man nicht mehr als ein Ultraschall der Lymphknoten. Die Mandeln wollte man mir aufgrund der vorgelegten Blutergebnisse und ebenso verdacht auf Pfeifenfisches Drüsenfieber nicht entfernen. Ich wurde auf ein längeres warten vertröstet. Aufgeschoben, sei nicht aufgehoben. Prinzipiell hatte ich zu diesem Zeitpunkt auch kein schmerzen oder leiden aber der Husten machte mich verrückt.

August 2014:
Meine Beschwerden blieben nach wie vor und es trat keine Besserung der Symptome ein. Geschwollene, entzündete Mandeln, roter entzündeter Rachen mit weißem sehr zähem Schleim und Husten. Ende August dann wieder Schluckbeschwerden und entzündete Mandeln mit weißen Belägen. Kein Schnupfen oder Fieber! Jedoch kam es mir vor, als ob alles obenrum zu wäre.
Der HNO Arzt handelte schließlich mit der Diagnose Chronische Mandelentzündung und mir sollen nun am 10 September die Mandeln entfernt werden. Zur gleichen Zeit hatte ich noch vom Hausarzt wegen dem Husten ein Termin zur Magenspiegelung verordnet bekommen zur Kontrolle von evtl. Reflux. Ich habe bis dato keine Probleme mit dem Magen feststellen können und hatte auch meines Erachtens kein Sodbrennen oder ähnliches. Folgendes ist nun bei diesem Termin raus gekommen.

Zitat:
"Ösophagusschleimhaut unauffällig, kurze ZE-zunge (<1 cm- PE), kleine axiale Hiatushernie, Magenschleimhaut regelrecht, Bulbus und Duodenum bis unteres Duodenalknie unaffällig, in Inversion klaffende Kardia, regelrechte Fundusregion. PE Corpus u. Antrum."
und weiter...
Zitat:
"V.a. short segment Barrett. Kleine, axiale Hiatushernie ohne floride Refluxläsionen, sonst regelrechter endoskopischer Befund."

Proben wurden entnommen und ich warte auf das Ergebnis. Verschrieben habe ich jetzt mal 15 PPi-Tabletten bekommen. Groß aufgeklärt wurde ich leider nach der Untersuchung nicht. Mir wurde kurz mitgeteilt, ich hätte ein kleinen Reflux und das wars. Ich solle in 3 Jahren nochmals zur Untersuchung kommen.

Ich habe nach diesem Befund erstmal ordentlich recherchiert und mir wurde erst dann eigentlich so richtig bewusst was Sache ist und ich war angesichts dessen sauer, dass man mich nicht aufgeklärt hat. Ich weiß jedoch dennoch nicht wie ich jetzt damit umgehen soll und was ich tun kann.

Mein größtes Problem ist zurzeit, dass ich nicht genau weiß was mit was zusammenhängt. Es sind einfach mehrere Baustellen. Kommt der Husten von den Mandeln oder vom Reflux? Kommt der entzündete Rachen mit Schleim von den Mandeln oder vom Reflux? Muss ich diese PPi-Tabletten für immer nehmen oder nur die 15 Stück? All diese Fragen sind für mich derzeit noch unbeantwortet.

Ich habe auch viele Studien gefunden, die hier auch im Forum diskutiert worden sind, wie hoch die Wahrscheinlichkeiten sind, daraus Speiseröhrenkrebs zu entwickeln. Auch eine Diskussion wegen den PPi habe ich etwas verfolgt und laut sonstigen Internetseiten ist das eine bewährte Methode dem etwas entgegen zu wirken.

Heute Abend bin ich dann aber auf noch etwas anderes gestoßen und muss mit entsetzen feststellen, dass es evtl. sogar ein gravierender Fehler wäre mir die Mandeln raus nehmen zu lassen. Auf der Seite http://www.stillerreflux.de/ wurde ich auf den Stillen Reflux aufmerksam.

Demnach handelt es sich hierbei um ein gasförmiges Aufstoßen von Magensäure.
Die Symptome sind mit meinem identisch:
- chronischer Husten ( Reflux Husten )
- chronische Rachenentzündung
- Räusperzwang
- wiederkehrende Halsschmerzen
- Heiserkeit
- Schluckbeschwerden
- vermehrte Schleimbildung im Rachenbereich

nur die wiederkehrend entzündeten Mandeln und die geschwollenen Lymphknoten am Hals stimmen nicht überein und ich weiß auch nicht ob diesem mit einem Reflux in Zusammenhang sind.

Falls das aber dennoch bei mir der Fall sein sollte, werden mir nächste Woche die Mandeln umsonst raus genommen. Ich werden auf jeden Fall versuchen noch einen Termin bei einem entsprechenden Facharzt zu bekommen. Bei derzeitigen Wartezeiten von bis zu 2 Monaten schwierig... Ich weiß echt nicht mehr was ich aufgrund der Vielzahl an "Baustellen" tun soll und ich wie mit dem short Barrett umgehen soll. Auf http://www.stillerreflux.de/die-ppi-problematik.html steht zudem das genaue Gegenteil was die PPIs bewirken und was ich bisher so dazu im I-Net gefunden habe.

Zitat:
Der einflussreichste Risikofaktor mit der höchsten Wahrscheinlichkeitsrate die Krankheit zu verschlimmern oder sogar einem Barretts Esophagus zu verursachen sind weder die Ernährung, die Fettleibigkeit, das Rauchen, der Alkoholgenuss oder die Familienvorgeschichten sondern die tägliche Einnahme von PPIs.

Geändert von JoeM (01.09.2014 um 00:39 Uhr)
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  #2  
Alt 01.09.2014, 20:36
katuscha111 katuscha111 ist offline
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Beiträge: 32
Standard AW: Short Barrett, Mandelentzündung oder doch stiller Reflux?

Hallo!

Haben Sie schon die Schilddrüse untersuchen lassen?

Ich hatte fast gleiche Symptome gehabt:
- chronischer Husten, besonders morgens
- Räusperzwang
- wiederkehrende Halsschmerzen
- ständige Heiserkeit
- Schluckbeschwerden

Ergebnis: Schilddrüse nicht ok

liebe Grüße
Katharina
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  #3  
Alt 04.09.2014, 19:47
JoeM JoeM ist offline
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Registriert seit: 31.08.2014
Beiträge: 2
Standard AW: Short Barrett, Mandelentzündung oder doch stiller Reflux?

also ich hab jetzt den Bericht bekommen von der Probeentnahme.
Könnte jemand so nett sein und mir diesen in einer verständlichen Sprache interpretieren. Ich habe nur kurz mit meinem Hausarzt gesprochen und dieser meinte nur ich müsse PPIs dauerhaft nehmen.

Zitat:
Antrum- und Corpusschleimhaut ohne krankhafte Veränderungen.

Mittelgradige hyperregeneratorische Ösophagopathie mit Erosion, bei chronisch gastroösophagealer Refluxkreankheit.
Angrenzende Cardiaschleimhaut mit mäßiger chronischer, nicht aktiver Gastritis und fokaler Regeneratepithelbildung.
Keine Barrettschleimhaut.

Giemsa-Färbung: Negativ für Helicobacter pylori in Antrum und Corpus.

Kein Anhalt für Malignität.
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